Keine halben Sachen hier.

Lass die Funken fliegen

Lass die Funken fliegen

Eine Geschichte von unten.
Was würden Sie für ein altes Auto tun? Also, eins, zu dem Sie eigentlich gar keinen richtigen historischen Bezug haben, weil es zu jung ist, um ein Oldtimer zu sein und zu alt, um einen sorgenfreien Alltag zu garantieren? Eins, bei dem volltanken rund 5% des Wagenwertes ausmacht? Ich bin immer gut zu meinen Autos gewesen. Ich habe sie nie sonderlich gepflegt oder geputzt oder bin sie gar im Winter NICHT gefahren, aber ich war immer gut zu ihnen. Denn dann waren sie (meistens) gut zu mir. Warum sollte ich das bei meinem täglich treuen T-Modell jetzt anders machen, nur weil es eine ellenlange Mängelliste verpasst bekommen hat? Aufgeben war noch nie meins. Teile lassen sich kaufen und Blech lässt sich schweißen. Dies ist eine Hommage an Markus1975 und Alex von den Hallenwerken. Mit Happy End. Na klar.

Schrauben dreeeeehn… Muddern dreeehn…..

Markus macht kurzen Prozess

Markus macht kurzen Prozess

Kennen Sie noch das alte Lied aus dem Werner-Film? 🙂 Ich habe mir einen Nachmittag und einen Abend zwischen Familie, Kiel und Hamburg, Artikel schreiben, Social Media und Schlaf freigeschaufelt (nütza nix) und die lieben, kurzfristigen Angebote der beiden Jungs angenommen. Was sie eint: Sie haben beide eine Halle und eine Hebebühne. Und jeder für sich hat definitiv Schrauberqualitäten. Bei Markus in Wahlstedt legen wir los, Missionsziel sind der Auspufftopf, die Traggelenke und die Koppelstangen an der Vorderachse. Die vorderen Federn bei einem Mercedes-Benz ohne den passenden Federspanner zu tauschen haben wir nach ein paar Minuten fluchen und schimpfen aufgegeben. Für die braucht man den, der von innen in die Feder mit Platten eingelegt wird. Für McPershon Federbeine. Wir haben aber nur die klassischen Krallen von außen, und die haben hier im vorderen Radkasten nicht genug Platz. Keine Kompromisse bei Fahrwerksfedern. Die sind in der Lage, dir mal kurz die Hand abzureißen, oder den Kopf, oder was sonst noch in ihrem Weg ist. Also habe ich morgen Abend gleich noch einen Termin bei Mercedes-Benz in Kiel. Nun ist’s auch egal, sollen die das eben machen. Für Geld. Aber den Auspufftopf – den gehen wir selbst an. Markus trennt schon mal fröhlich funkensprühend das alte Rohr durch, wo die neue Schelle angesetzt wird.

sieht fast schon deplatziert aus

sieht fast schon deplatziert aus

Man kann für den Endtopf eines S210 T-Modells Baujahr 2001 locker 320 Euro ausgeben. Man kann auch 270 Euro ausgeben. Oder 120 Euro mit dem langen Rohr bis zum Kat (was aber nie kaputt geht). Man kann für einen passenden Endschalldämpfer mit Rohr auch 48 Euro inklusive Schellen, Schrauben und Haltegummis ausgeben. Für alles zusammen. Ich versteh das nicht… Stahl ist doch Stahl, und wir reden hier von einem Zehntel des Preises??? Was geht denn da schief? 😉 Als das Ding an seinen neuen Gummis schmatzend unter dem Heck hängt (im Bild sind links und rechts noch fein die schon ungeduldig wartenden Durchrostungen zu sehen) jauche ich noch reichlich schwarzen Auspufflack über alles drüber, damit der zumindest nicht von außen rostet. Jedenfalls nicht so schnell. Okay, der zerbröselte Topf war anscheinend noch der allererste, es scheint also zwischen Stahl und Stahl doch Qualitätsunterschiede zu geben, vermutlich wird dieser keine 14 Jahre halten. Oder? Hat jemand von euch ’ne Ahnung, worin sich ein Original Auspuff und dieses Billigteil aus Thyssen-Stahl unterscheiden? Immer her mit den Ratschlägen.
So. Sitzt. Weiter geht es mit der Vorderachse.

wo rohe Kräfte sinnvoll walten...

wo rohe Kräfte sinnvoll walten…

Markus ist eine Seele von Mensch, so ziemlich der hilfsbereiteste Schrauber den ich aktuell kenne. Angefangen hat unserer rein platonische Beziehung zu Audi V8 Zeiten, inzwischen hat er eine Halle gemietet und die mit einer Hebebühne und allerhand sinnvollem Werkzeug bestückt. „Mein“ Audi V8 steht ja auch noch da rum, und falls Sie sich mal gefragt haben was eigentlich aus dem KaSi geworden ist… Geduld, auch der wird hier in der Nähe von Bad Segeberg sorgsam über die Monate gerettet 😉
Fluchen hilft. Haben Sie schon mal die Traggelenke an Ihrem Auto gewechselt? Das sind so kleine bewegliche Kugelköpfe, die auf der einen Seite unten im Federbein und auf der anderen Seite im Fahrwerksrahmen oder Motorträger stecken. Die „tragen“ sozusagen das Federbein, an dem das Vorderrad hängt. Sie kosten selbst in Erstausrüsterqualität um die 15 Euro, von Febi, und wer selbstschraubend einen alten Mercedes fährt sollte sich die Frage stellen, warum er irgend etwas anderes als die beste Qualität bei diesen Teilen kauft und warum er nicht regelmäßig diese Teile prüft und gegebenenfalls wechselt. Denn: Wenn die abreißen, weil sie seit Monaten poltern und ausschlagen und das niemanden interessiert – hat das komplette Federbein keine Führung mehr. Das Vorderrad knickt also weg wie ein dünner Ast, je nach Geschwindigkeit reißt das ganz ab und nimmt noch alles um sich herum mit in den Tod. Soll vorgekommen sein. Die hier sind nun nagelneu 🙂

Kleines Bauteil, große Aufgabe

Kleines Bauteil, große Aufgabe

Mitdrehende Muttern? Getriebeheber drunter und dann rohe Gewalt. Konus festgegammelt? WD40 drauf und den Hammer sprechen lassen. Markus schraubt normalerweise an vernachlässigten Audi V8s rum, da kann ihn ein Daimler nicht schocken. Nach 30 Minten sind beide Seiten getauscht, die alten Traggelenke waren eigentlich gar nicht so tot. Aber wenn man schon mal dabei ist, dann auch gleich richtig. Und in die Kategorie „richtig“ fällt dann auch der Tausch der Koppelstangen am vorderen Stabilisator. Auch die können für Gepolter sorgen, wenn sie verschlissen sind und auch die kosten nicht die Welt. Kann mir mal jemand erklären, warum man bei solchen Fahrwerksteilen, wo nach ein paar Jahren ein immenser Kraftaufwand zum Lösen nötig ist, mit TORX Innensternschrauben oder wie die heißen arbeitet? Wenn man die rundgnibbelt ist man verloren, dann muss die Flex sprechen. Unsere am Benz lassen sich zum Glück lösen, und mit viel Fett und Kraft und hier nicht zitierten Flüchen gelingt es uns auch, die neuen Koppelstangen mit der neuen Gumminut auf den Stabi zu pressen. Argh. Sitzt. Passt. Ich weiß schon, warum ich kein KFZ Mechaniker geworden bin 😉

Alles neu macht der Mai

Alles neu macht der Mai

Markus und ich begutachten abschließend mit Argusaugen den Unterboden des dicken Daimlers und stellen fest, dass der bis auf die beiden Durchrostungen gar nicht so schlecht dasteht. Wo die Falze vor dem Lackieren mit Dichtmasse beschmiert wurden ist hier und da Aufmerksamkeit angesagt, aber das sieht alles (noch) gut aus. Notiz an mich selbst für diesen Sommer: Den Keller retten wir. Quasi während Markus den Wagen mit der Bühne wieder in Erdnähe runterfährt tauscht er die beiden unrund abgelaufenen Vorderräder gegen zwei gute vom Taxi (verdammt, andere Alufelgen…) und ich ersetze die hintere Lampe der Nebelschlussleuchte. Wieder so ein Mysterium. Die Ostblock-Noname Billigfunzel sieht einwandfrei aus, intakter Glühfaden und keine Korrosion. Aber sie leuchtet einfach nicht. Neue Birne von Philips eingesetzt – alles geht. Mann! Muss ich erst 44 Jahre alt werden, um endgültig die Schnauze von diesem Billigscheiß voll zu haben? Wer billig kauft kauft zweimal. Ich werde das ab sofort mantramäßig vor mich hin beten, wenn ich Ersatzteile erwerbe. Immer und immer wieder. Warum nun plötzlich der beim TÜV Termin defekte rechte Nebelscheinwerfer auch wieder leuchtet steht allerdings in den Sternen. Er leuchtet. Und das reicht 🙂
Hab vielen Dank Markus bis hier hin!!! Morgen Nachmittag bekommt der Benz neue Federn bei Benz in Kiel und morgen Abend schweißen wir die Löcher bei Alex in Kiel zu. Viel Kiel. Auf geht’s.

Hallenwerke. Mit Blech.

Hallenwerke. Mit Blech.

In der Niederlassung in Kiel durfte ich keine Fotos machen 🙁 Dafür saß ich aber entspannt in der Lounge mit W-LAN und Getränk rum und durfte warten, bis meine selbst mitgebrachten Federn eingebaut und für gut befunden wurden. Okay. Passt. Nach dem Begleichen der Rechnung überlege ich nun allerdings doch, KFZ Mechaniker zu werden. Oder bekommen die pro Stunde etwa nicht das, was ich grad bezahlt habe? Mist. Da hätte ich auch ein Federspanner-Set für kaufen können. UNd noch ein bisschen mehr. Egal. Nun sind die Federn drin und ich muss da nicht nochmal bei. Konzentrieren wir und lieber auf die nächste Halle, irgendwo in Kiel treffe ich auf Familienväter, deshalb ist es auch schon 21:30. Vorher müssen die Kinder noch zu Bett gebracht werden, hart ist das Schrauberleben mit Nachwuchs. Mein Optiker-Freund Alex erfreut sich heute der Unterstützung durch seinem Hallenfreund Mathias, und der fackelt nicht lange. Während ich noch einen großen Karton Negerküsse (oh sorry, das sagt man heute ja nicht mehr) auf der Werkbank platziere drückt er mir schon ein Bier in die Hand und fährt die Hebebühne hoch. Die Flex spricht eine klare Sprache, die Funken fliegen, ich fühle mich irgendwie wohl.

Kunst am Metall

Kunst am Metall

Während Mathias die beiden maladen Stellen mit der heftig rotierenden und schreienden Flex entrostet und das zerfressene Blech entfernt schneidet und dengelt Alex aus ein paar alten neuen Blechresten die beiden benötigten Metallflicken. Immer wieder dranhalten, anpassen und abschneiden, während draußen über Kiel ein Unwetter niedergeht, als wollte der Herrgott uns alle wegwaschen wie damals zu Zeiten der Sintflut. Dabei habe ich mir doch gar nichts zu Schulden kommen lassen.. Oder? Ich glaube nicht. Kennen Sie den Geruch von getrenntem Metall? Wenn es glüht, wenn der Unterbodenschutz wegschmilzt und sich die fliegenden Funken auf den Brillen, den Jacken und allem anderen im Umkreis von drei Metern niederlassen? Das ist Schrauben. Das roch schon immer so, und das spricht von einem erfüllten Abend, wenn man damit fertig ist. Leider dauert das noch ein bisschen. Aber wir werden besucht von einem fröhlichen Vespa Fahrer, der uns ein Wundermittel vom Rost Doc in Kiel anbietet. Fluid Film. Rost Doc? Ich sehe schon, ich muss da noch ein paar Geschichten nachlegen.

Passt? Passt.

Passt? Passt.

Passt?
In den verschiedenen Dekaden der Rostbekämpfung gab es verschiedene Methoden, dem Lochfraß an den Pelz zu gehen. In den 70ern kloppte man den Rost nach innen, klebte eine mit Harz getränkte Polyestermatte drauf und verspachtelte das ganze fein. Wenn es ein tragendes Teil war klemmte man noch eine Coladose hinter die Matte, das ging schon irgendwie. Das ausgehärtete Harz klebte trotz intensivem Waschen noch Monate später an den Händen. In den 90ern ließ man alles wie es ist und punktete mit dem Schweißgerät das neue Blechteil einfach über das Rostloch drüber, sofern noch irgendwo gesundes Blech vorhanden war, was die Schweißpunkte schluckte. Das ging schnell, hatte nur den Nachteil dass der Rostherd natürlich mit seiner originen Aufgabe weitermachte und zwei Jahre später alles noch viel schlimmer aussah. Nun, die Abwrackprämie hat das dann alles klar gemacht. Bei Alex und Mathias wird in den 2000ern (nennt man die so? Oder sind das jetzt die Zweitausendzehner?) alles, was porös ist rausgetrennt und frisches Blech eingesetzt. Vermutlich werden diese Flicken länger halten als die anderen Bleche um sie rum, aber wir sind inzwischen zu alt, um halbe Sachen zu machen. Zack.

Eine Form von Kunst

Eine Form von Kunst

Ich selbst komme mir fast ein bisschen überflüssig vor, weil die Jungs emsig arbeiten und ich so ziemlich gar nichts tun kann als ein paar Negerküsse zu essen und ab und an mal an dem Bierchen zu nippen *burps*. Okay, die Radkästen kann ich abschrauben, und als nach nicht allzu langer Zeit beide Löcher frisch geschweißt sind zücke ich selbst die Flex und mache die Schweißpunkte mit der Schruppscheibe platt. Immerhin kann ich so einen kleinen Beitrag zur Wiederauferstehung des Daimlers beisteuern 🙂 Als das sagenumwobene Fluid Film vom kmplett an meiner Wahrnehmung vorbeigezogenen Rost Doc trocken ist schmiere ich noch ein bisschen klebrig-schwarzen Unterbodenschutz auf die Bleche und spüre regelrecht körperlich, wie diese beiden verschraubten Tage sich langsam einem Ziel nähern. Dem Ziel der frischen TÜV Plakette womöglich? Von unten sieht nun jedenfalls alles gut aus. Es gibt noch ein paar Stellen, die meiner Aufmerksamkeit bedürfen, unter der Karosseriedichtmasse haben sich ein paar kleine Rostnester in den Falzen festgesetzt. Da müssen wir mal bei. Aber nicht hier und heute. Danke, Jungs, für eure Hilfe! Und jetzt lasst uns mal schlafen gehen, ist ja bald Mitternacht und morgen ist die Nachprüfung…

Für gut befunden.

Für gut befunden.

Hauptuntersuchung, Teil 2.
Und diesmal stehe ich mit dem Prüfer zusammen drunter. Stolz zeige ich den neuen Auspuff, die frisch gelagerte Vorderachse und die geschweißten Bleche nebst neuer Federn. Zwei Sätze bleiben mir wohl von heute besonders im Kopf hängen. „Warum gibst du denn noch so viel Geld für so eine Karre aus mann? Du kriegst doch an jeder Ecke ne neue?“ Äh… na ja, weil Sie das so wollten, ich kann den doch jetzt nicht einfach wegschmeißen nur weil er ein paar Mängel hat? *heul* „Ja und ey was ist DAS denn hier, am Motor und am Differential ist ja noch immer Öl. Ey das ist der TÜV hier, da musst du das doch mal sauber machen!“ Argh. Ich hatte den vorderen Unterfahrschutz extra noch nicht wieder angeschraubt, weil ich dachte, der gute Mann kann nun besser das Resultat der neuen Federn und Achsteile sehen…? So wird es einem gedankt. Ein bisschen schwitzen sei doch aber eigentlich für einen Motor okay, oder? frage ich. „Ja aber das musst du doch sauber machen das ist der TÜV hier! Da nimm mal n Lappen und wisch das mal weg„. Ich wische. Und bekomme von dem Mann eine geklebt, dieses Jahr in rosa. Hallo HU. Zwei Jahre Ruhe, zumindest offiziell. Außerdem weiß ich jetzt, dass das der TÜV hier ist. Nächstes mal dann wieder GTÜ oder DEKRA.

Na bitte!

Na bitte!

Und die Moral von der Geschicht‘?
Durch meinen Einkauf bei motointegrator.de habe ich bei den Teilen einen Haufen Geld gespart. Alles zusammen hat keine 250 Euro gekostet (denkt dran, ihr bekommt mit meinem Code SANDMANNSWE da bis nächstes Jahr 10% Rabatt!). Allerdings ist die Rechnung von Mercedes für den Einbau der Federn nochmal als unangenehmes Bäuerchen aufgestoßen, aber im Gesamtpaket habe ich jetzt wieder einen gesund dastehenden Benz, in den auch mein halbfinnisches Fräulein Altona sorgenfrei und voller Vertrauen einsteigen mag. Das ist wichtig. Alte Karren aus den 70ern hin oder her, aber die Dame des Hauses soll sicher, komfortabel und zuverlässig von a nach b kommen, so sie das wünscht. Mission accomplished. Ein paar Kleinigkeiten habe ich noch vor mir, die Spur muss eingestellt werden, das rechte Bremslicht geht mal und mal nicht (nein, keine Korrosion an dem Lämpchen – vermutlich auch wieder so ne Ostblock-Birne die ich nur ersetzen muss) und na ja… die Türkanten unter den Dichtungen. Die haben den Prüfer nicht interessiert, mich aber schon. Ich mag es einfach nicht, wenn derbe rostige Stellen am Auto zu sehen sind. Es sei denn, ich werf den in 2 Jahren einfach weg. Aber dafür mag ich ihn einfach zu gern 🙂 Letztes Bild. Finden Sie den Fehler 😉

Finden Sie den Fehler

Finden Sie den Fehler

Andere auf diesem Planeten verbringen Stunden um Stunden mit Photoshop, um ihrem Auto verschiedene Alufelgen draufzupappen und zu gucken, wie das denn so aussieht. Ich für meinen Teil brauche dazu nur einen Radmutterschlüssel. Die innen abgelaufenen Vorderreifen kommen wieder drauf, die sind noch sehr gut, aber vorher lasse ich die Achse vermessen. So mit neuen Federn… da liegt er höher als vorher. Und bei der Gelegenheit werde ich vom Taxi gleich noch die guten Winterreifen abreißen, wer weiß wann ich die nochmal brauchen kann? Seid ihr bei Facebook? Dann schaut doch mal auf der Seite vom Alex und seinen Werkstattkumpels vorbei, da gibt’s immer was zu sehen: Hallenwerke
Sandmanns Welt habt ihr doch hoffentlich alle bereits mit einem Like bedacht, oder? Oder???
Ich geh mir jetzt mal anständig die Hände waschen. Ich weiß, die meisten von euch zelebrieren regelmäßig noch ganz andere Schrauberaktionen, der Benz ist da nur ne Lachnummer. Ich jedoch pendel zwischen zwei Wohnsitzen in Kiel und Hamburg, habe zwei Jobs die mich stark einspannen, zwei Familien in zwei Städten und drei Töchter, von denen eine erst 2 Jahre alt und in zum Glück in einer Kita untergebracht ist, die nur solidarisch mal einen Tag mitstreikt. Aber irgendwas ist immer. Täglich. Da ist einfach nicht viel Zeit übrig. Deshalb bin ich so froh über die unkomplizierte und selbstlose Hilfe meiner Freunde. Nochmal Danke Jungs. Wenn ihr mich mal braucht….

Sandmann


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Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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28 Responses to Keine halben Sachen hier.

  1. Will Sagen says:

    Nullerjahre sagt man zu 2000 bis 2009. 🙂

    • Sandmann says:

      Nullerjahre? Wa? Nee.
      Das höre ich zum ersten mal, das sagt man anscheinend nur in Berlin 😉

      Sandmann

      • iErp says:

        Nein, kein Witz, in München hab ich vor Kurzem mal Werbung für eine „Nullties“-Party gesehen. Die Leute spinnen schon etwas heutzutage 😀

        LG
        iErp

        • Sandmann says:

          Nullties :-O
          Ohjemineh, ich werde langsam zu alt für diese Welt…

          Allerdings habe ich große Sympathien für spinnende Leute, also soll jeder machen was er will 🙂

          Sandmann, Typ 44

  2. Bastian says:

    Doch, Nullerjahre kenn ich auch. Absolut anerkannter Begriff, auch außerhalb der pretty shitty city 😉

    LG
    Bastian

    • Sandmann says:

      Aber wenn das jetzt die Zehner sind, dann kommen ja danach die Zwanziger. Die hatten wir doch schon mal, kommt man da nicht durcheinander?
      Oder sagt man dann die Zwanzig-Zwanziger?
      Und wer beschäftigt sich eigentlich mit so einem Mist??? 😉

      Sandmann

  3. Michifrech says:

    Moin Jens

    Hast du die neuen Bleche etwa nur mit Unterbodenschutz geflutet?

    Ich sehe das oft und da gammelt das dann auch munter weiter, bei mir kommen erst mehrere Schichten Kaltzink aus der Spraydose, dann irgendein Autolack der rumsteht, dann Sika 221 (oder ähnliches) auf die Schweißnähte und dann erst Unterbodenschutz drüber

    Gruss Michi

    • Sandmann says:

      Ay Michi,

      nicht -GANZ-
      Vorher kam Fluid Film vom Rost Doc drauf. Aber na klar hast du Recht, das Blech muss erst verzinkt und lackiert werden, am besten in mehreren Schichten. Und am Ende noch Wachs drauf.
      Wir hatten aber keine Lust mehr und wollten nach Hause, die Nacht neigte sich schon gen Geisterstunde und es war mitten in der Woche…….

      Irgendwann in diesem Jahr besuch ich nochmal den Markus, und wir machen auch den Rest vom Unterboden wieder langzeitkompatibel. In diesem Zusammenhang werden dann auch betreffende Bleche frisch konserviert, versprochen 🙂

      Sandmann

  4. froupe says:

    Moin Sandmann,
    wenn Du das Wundermittel FluidFilm schon in den Händen hast, nutze es doch auch. Dieses Mittel ist hoch kriechend und später gelierend. Das kann man sich für die Regeneration von Unterbodenschutz zu Nutze machen. Einfach großzügig mit dem Pinsel unter das Auto streichen und in die Sonne stellen. FluidFilm kriecht durch die Risse des porösen Unterbodenschutzes und schneidet mögliche kleine Rostnester von der Luft ab.
    Ähnlich wirkt es auch in Hohlräumen. Man kann damit sogar alte Hohlraumversiegelungen „auffrischen“.
    Anbei noch einen Link zu den Versiegelungsexperten: https://www.korrosionsschutz-depot.de/
    Wer keine Zeit hat, sollte sich die Zeit nehmen, vor dem Winter die Kiste von unten mit Fluid Film zu behandeln, dann spart er sich das Schweißen. Kriegt aber auch kein Bierchen und kann nicht mit Kumpels schwatzen.
    Gruß froupe

    • Sandmann says:

      Ay froupe,

      ich hatte das Mittelchen mehr AN den Händen als IN den Händen. Wir hatten keinen Pinsel, also habe ich es aus der Dose mit einem Stück Dichtung aufgetragen. In der Tat, später gelierend kann ich bestätigen 😉
      Was mir die Jungs so vom Rost-Doc erzählt haben…. ich werde mir mal die Zeit nehmen, den zu besuchen und mich beraten zu lassen. Fluid Film hat jedenfalls schon mal einen guten Eindruck gemacht, den du ja gerade bestätigt hast. Der Daimler wird es uns danken…

      Sandmann

  5. Mick-Kiel says:

    Nunja, Herr Sandmann…
    So langsam komme ich wohl wirklich nicht mehr umhin, auch mal etwas auf deiner Seite zu schreiben.
    Seit ca 4 Jahren lese ich hier gerne mal mit und wundere mich über unsere ähnlichen Wege. Geschrieben habe ich bisher noch nie etwas.

    Fangen wir mal ganz vorne an: Ich komme aus Preetz, bin Jahrgang 68 und lebe seit 91 in Kiel. Kann gut sein, daß wir uns schon in den 90ern mal auf irgendwelchen Parties oder anderen Veranstaltungen über den Weg gelaufen sind.

    Auf deine Seite bin ich ca vor 4 Jahren gestossen, ich meine auf der Suche nach Infos über den Audi A8. Damals hatte ich mal die Idee, so etwas als Winterauto zu kaufen (ist -glücklicherweise- nie etwas draus geworden). Damals las ich , daß du aus Kiel bist und bin auch deshalb immer wieder hier vorbeigekommen.

    Automobiltechnisch bin ich sehr komfortorientiert, fuhr deshalb lange Zeit HP-gefederte Citroens. Ein paar BXe, diverse XMs, dann als reine Hobbyautos einige CXe. Abwechselnd als Klassiker auch mal Mercedesse, einen W126 260SE, einen W140 S320, zur Zeit mache ich mir einen W140 S420 wieder fit, ausserdem habe ich einen Citroen CX Break.

    Aber zum Thema: Als Familienkombi haben wir seit 6 Jahren einen S210 320CDI Bj 2003, also einen der Letzten aus der Baureihe -in dunkelblau Metallic-.
    Ausserdem hat er ein X in der Fahrgestellnummer, wurde also in Graz produziert. Wohl hauptsächlich deshalb, aber auch wegen meiner guten Pflege hat er bis heute keine Rostprobleme.
    Ist deiner auch aus Graz?
    Beim Rost-Doc kaufe ich regelmässig Fluidfilm, und jauche damit, wenn ich sowieso dabei bin, alle rostgefährdeten Stellen ein.
    Die Kiste riecht deshalb immer nach dem Abstellen nach dem Zeug ;). Da das Zeug sich relativ schnell verkrümelt, ist es als Grundlage auf einem Blech übrigens denkbar ungeeignet. Das wird in einem halben Jahr großflächig rostig sein.
    Die Fluidfilm-Behandlung mache ich mit allen meinen Autos so, und hat sich bewährt.
    Auch bei unserem Zweitwagen (Smart Forfour), der jetzt auch schon über 10 Jahre alt ist, hat sich das mittlerweile ausgezahlt.
    Beim letzten TÜV wurde ihm ein sehr guter Zustand im Unterbodenbereich bescheinigt. Obwohl das Auto hauptsächlich auf extremer Kurzstrecke und bei Regen und Schnee bewegt wird.

    Den 210er fahre ich häufig auf Dienstreisen von KI nach HH, der bekommt also öfter mal längere Strecken.
    Wir sind uns dabei übrigens auch schon mal „über den Weg gefahren“.

    Jetzt hat der 320CDI 243tkm gelaufen und macht nicht den Eindruck, daß irgendetwas dagegen spricht, daß er nochmal so viele KM schafft. Alles funktioniert, keinerlei Elektronik- oder mechanische Mängel. Kein Poltern, kein klötern, auch noch der erste Auspuff drunter, bei dem Endtopf habe ich allerdings schon vor ca 5 Jahren einen Halter ersetzt durch ein solides Stück Winkeleisen.
    Kurz nach dem Kauf habe ich noch einen Partikelfilter nachrüsten lassen, so daß er die grüne Plakette hat. Gebraucht haben wir die aber in den ganzen Jahren nicht. Ausserdem habe ich vor 1,5 Jahren die dritte Sitzbank im Kofferraum nachgerüstet, damit auch mal ein paar Kinder mehr mitfahren können.

    Früher habe ich immer so alle 2 Jahre das Auto gewechselt, weil mich etwas störte. den 210 haben wir jetzt 6 Jahre und mir fällt immer noch nicht ein, warum ich den gegen etwas Neueres eintauschen sollte.
    Auch eine längere Probefahrt in einem S212 E350 verlief eher enttäuschend. Ja, der ist ein bisschen leiser, ja das Licht ist besser, und ja, der hat etwas mehr Leistung. Aber er ist auch wesentlich straffer gefedert, und hat etwas weniger Platz. Insgesamt fand ich den Unterschied nicht annähernd ausreichend, um das Geld für die Anschaffung zu rechtfertigen. Hinzu kommt, das meine Frau an „ihrem“ Kombi hängt und den nicht eintauschen möchte.

    Nun denn, ich denke, ich werde in Zukunft gelegentlich mal wieder etwas posten.

    Mick

    • Sandmann says:

      Ay Mick,

      woah viele Wörter 🙂 Aber hey – willkommen bei den mitschreibenden. Das macht mir persönlich viel mehr Spaß, auch mal euren Senf zu lesen als immer nur den Alleinunterhalter zu mimen 😉

      Ich bin auch seit 1991 in Kiel, und bestimmt haben sich unsere Wege schon mal gekreuzt. So groß ist die Stadt ja nicht, und wenn man einigermaßen autobekloppt ist gibt es nicht viele Anlaufpunkte. Und mit dem XM (ich hatte ja auch mal einen) und dem W140 (mit dem war ich in Italien) bin ich ganz bei dir. *seufz* und von einem CX träume ich seit Jahrzehnten, allerdings nicht als Break, sondern als Limousine. Na mal sehen……
      Dann hast du wohl auch eine Halle, bei so viel Schrauberei…….?

      Was du über deinen S210 erzählst lässt mich hoffen. Allerdings ist meiner wohl schon vom Grundzustand nicht so gepflegt wie deiner, und es wird ein bisschen Arbeit sein, den am Leben zu halten. Ich mag ihn ja, mein halbfinnisches Fräulein Altona auch. Das Prei-Leistungs-Verhältnis ist super, und mehr Komfort und Platz braucht tatsächlich kein Mensch.
      Allerdings schielen wir beide auf den von dir nicht so begehrten S212. Der ist die erste Wahl, wenn es mal ein neueres Auto werden soll. Die Qualität ist gut, ich mag die Form innen und außen und er hat noch fein vier Augen, wenn auch eckige. Der S davor war ja nur ein besseres Facelift von meinem und alles danach mag ich nicht mehr so. Vom Preis wollen wir da gar nicht erst anfangen 😉
      Na schauen wir mal wohin die Reise geht.

      Freu mich drauf, mehr von dir zu lesen!
      Gruß aus Dänemark nach Kiel

      Sandmann

  6. Markus1975 says:

    Hey Jensi

    Nu hör aber mal auf…ich bin schon ganz rot. 😉 Ne Quatsch. Ich lächel ganz lieb vor mich hin.
    Die Schrauberei mit Dir macht immer wieder Spaß. Schrauben mit Gleichgesinnten macht eben mehr Spaß als wenn jemand querschießt. Einige Schrauben waren echt böse an dem Benz. Keine Frage. Auf dem einen Bild habe ich sogar Dreck am Kopf in Form eines rundes Abdruckes. Hihi
    Der Auspuff zu diesem Preis ist sagen wir einmal schon Diebstahl. Vom Gewicht her hat er soviel gewogen wie der alte. Allso ist das neue Material auch ebenso dick. Sollte allso halten, vor allem weil Du diesen so schön bearbeitet hast. Das wir die Federbeine nicht bearbeiten konnten ist natürlich doof. Das nächstemal werde ich so ein Teil aber „im Hause“ haben. Falls einmal unvorsehens eine Feder brechen sollte. Diesesmal natürlich hinten. Urgs
    Haben wir eigentlich die Schrauben mit Schmatze eingeschmiert? Ich bin der Meinung ja. Somit haben wir bei der nächsten Aktion nur halb soviel Kraftaufwand nötig um die Dinger zu drehen.
    Und sollte Dir einmal etwas passieren, Autotechnisch natürlich, nicht DRECK!!! denken, sondern einfach zum Telephon greifen und anrufen. Ich wohne keine fünf Minuten Fußmarsch von der Halle entfernt, bin meistens erreichbar und nehme zur Not die Zeit. Und mal eben ein Auto kurzzeitig von der Bühne schubsen wenn es brennt oder sei es einfach nur ein trockener und heller Schrauberplatz…das kriege ich eigentlich hin. Und Kaffee, Bier, gemütlich Couch mitsamt Kaminofen ist ja nun auch da. Allso kein frieren, man kann schlafen und ein Raum für die Morgentoilette ist auch da. 😉

    Leicht verschraubte Grüße

    Markus

    • Sandmann says:

      Ay bester Markus,

      das war schon eine gute Aktion.
      Die hinteren Federn bekommt man beim Benz übrigens problemlos mit handelsüblichen Federspannern raus 🙂 Also brauchst du den anderen Spanner erstmal nicht, ich glaube nicht dass wir in diesem Benzleben die Federn nochmal machen müssen. Und auch die Traggelenke werden wohl die letzten sein, die ICH getauscht habe. Eingeschmatzt oder nicht (haben wir gemacht)… Obwohl…. man weiß ja nie….

      Und dein Angebot zum Schrauben weiß ich sehr zu schätzen. Alle Spontanität scheitert bei mir meist am eigenen Zeitplan, aber man weiß ja nie wann die Autos zicken. Zum Glück stehen in Altona zwei momentan fahrbereite Karren vor der Tür, irgendwie mobil bin ich also immer.

      Auf in den neuen Tag, in Dänemark scheint die Sonne von einem blauen Himmel – ich geh mal am Strand ein bisschen meinen Kreislauf auf Touren bringen!

      Sandmann

  7. SteffenG says:

    Ay Sandmann!

    Mal wieder eine schöne Schraubergeschichte! Gut wenn man jemanden hat, auf den man sich verlassen kann.

    Leider habe ich nicht mehr die Möglichkeit selbst so zu schrauben. Sonst hätte ich wahrscheinlich den Mondeo noch ein paar Jahre durchgezogen (der Aupuff war trotz des Alters noch fast neuwertig!). Der Focus ist noch nicht ganz so alt und auch etwas einfacher gestrickt, da ist es leichter die Konstruktionssünden aus Köln nachzuschrauben. Tragegelenke sind übrigens auch bald fällig, aber auch nicht teurer als beim Benz.

    Momentan macht Gas fahren wieder richtig Spaß: 51,9Cent pro Liter! ?

    Schönen Abend euch!

    Steffen

    • Sandmann says:

      Ay Steffen, weinhandelnder Freund aus der Mitte des Landes.

      Immer wenn ich an Gastanken vorbeikomme weine ich dem Audi V8 innerlich ein paar Tränen nach. Auch zu „seinen“ Zeiten lag LPG nur bei 65-70 Cent, da hatte trotz den hohen Verbrauchs tanken richtig Spaß gemacht. Das kann ich vom Audi 100 leider nicht behaupten 🙁 allerdings habe ich das Mysterium mit den 12 Litern auf 100 Kilometern gelöst. Äh… so viel verbraucht der nämlich gar nicht, der Kilometerzähler hat einen an der Marmel und bleibt immer wieder mal hängen. Bekanntes Problem bei dem Alter. Ööööh also fahre ich statt 100 Kilometern eher 115 oder 120. Was den Verbraucht relativiert, aber das ist eine andere Geschichte 🙂

      Rock den Focus. Ich geh mal joggen und schreib dann den nächsten Artikel für die TRÄUME WAGEN.

      Sandmann

  8. Daemonarch says:

    Hallo Sandmann…

    Bevor mir auf dem „Suchbild“ die Felgen aufgefallen sind, fielen mir die fiesen Beulen im vorderen Kotflügel auf… (Ist das hinten auch eine?), dachte schon es ginge darum.

    Das mit dem öligen Differnzial ist natürlich nachlässig, bei nem verbissenen Prüfer hätte das noch ne Nachprüfung bedeuten können.

    • Sandmann says:

      Ay Daemonarch,

      die Beule vorn ist fremdverschuldet und wird noch vor dem kommenden Winter mit einem neuen Kotflügel wieder „ausgebeult“. Hinten? Ist keine. Das ist die Sonne oder so.
      Ich werde in den Zusammenhang auch gleich den vorderen Stoßfänger neu lacken und die lockeren Nebelscheinwerfer mit neuen Aufhängungen versehen.
      Der Bumms war mir keine ganze Geschichte wert, deshalb das nur am Rand…..
      Rock die neue Woche!

      Sandmann

  9. Fetti says:

    Hallo Sandmann,

    seit März hab ich auch so einen, 200K. Gleicher Ärger mit dem Bremslicht rechts, „Lampenfehler“ und wenn du gucken gehst geht alles… Versuch mal anständig Kontaktspay und reinige die Kontakte vom Lampenträger, seither ist Ruhe bei mir. Das Bremslicht ist auch wieder sichtlich heller. Ach ja, Kontakte sahen vorher auch gut aus, abgekratzt hatte ich die auch schon mehrfach, genau wie der Vorbesitzer. War wahrscheinlich eine kleine fiese Oxidschicht…

    Da meiner zum Glück noch recht rostlos ist (ja ja, ich weiß; ich meine für einen 210er gehts noch…) wollte ich auch schon mal Fluidfilm ranlassen. Taugt das deiner Meinung nach was?

    VG

    • Sandmann says:

      Ay Fetti,

      mal ein neues Gesicht hier, schön 🙂
      Auf FluidFilm schwören die Jungs ja, ich habe selbst noch keine Erfahrungen gemacht. Ich schwörte bisher auf DINOL. Nach meinem Sommerurlaub werde ich mich mal beim Rost Doc in Kiel beraten lassen und was drüber schreiben. Auch läuft gerade ein Langzeit Test mit dem Nissan Z meines Arbeitskollegen, den haben wir mir Fett von Nigrin behandelt. Auch dazu gibt es noch eine Geschichte.

      Ich werde mir den Lampenträger vom Daimler mal vorknöpfen, bevor die dunkle Jahreszeit kommt. Ich hasse solche sporadischen Lampenprobleme. Und es kann ja nur ein Kontaktproblem sein, dem wird man Herr werden können 🙂

      Schau bei deinem Benz mal unter die Dichtungen der Türen (besonders der hinteren), in die Reserveradwanne und wichtig wichtig auf die Aufnahmen der vorderen Federn am Träger. Aber diese Stellen wirst du kennen…

      Sandmann

      • Fetti says:

        Hi Sandmann,
        ich habe deinen Blog erst gestern entdeckt 🙂 Die Frankreichreise hat gleich Fernweh geweckt! Aber im August gehts nach Norwegen, wenn Fetti noch lebt (mein 210er).
        Die Türen sind wohl mal neu gemacht, die Gummis wurden verklebt 🙁 Hoffentlich gammelts nicht drunter. Aber ich musste schon mal ans Reserverad, alles trocken & glatt. Batteriefach dito. Federaufnahmen auch soweit ich und die Werkstatt das sehen. Ich kenn einen anderen, den ich auch mal kurz hatte, da sahs hinten schlimmer aus als bei dir.
        Aber wo Licht ist… Mich nervt gerade die MKL, Lambdasonde, LMM neu (LMM von VDO, von pkwteile.de – natürlich behaupten Mercedes und meine Werkstatt, dass der wieder Schrott sei…). Habe jetzt noch die Drosselklappe reinigen lassen, mal sehen was das bringt. Und der Kat klappert auch…
        Aber ist ein geiles Auto, hatte vorher einen W202 C180, der war irgendwie überall zu eng geschnitten. Klar hab ich den Kaufpreis schon um ein Drittel erhöht durch Reparaturen etc., aber auf einem Gesamtniveau was andere in einem Jahr an Finanzierungsraten zahlen. Wenn die Substanz passt steckt man in Relation zum Marktwert vielleicht recht viel rein (wie dein Tüvver ja gesagt hat), aber dann steht auch was solides vor der Tür und andere zahlen soviel bei 2x Assyst…
        Nur dein nettes Rabattangebot hilft mir nicht viel, für mein Modell haben die ausser Kleinkram leider fast nichts (na ja, den LMM, aber den hab ich schon neu). Nicht mal nen Schalldämpfer oder sowas…

        VG, Fetti
        PS. Das ist der Namensvetter für meinen Dicken: http://daserste.ndr.de/leopard/folgen/folge293.html 🙂

        • Sandmann says:

          Ay Fetti,

          hihi 🙂 possierliches Plüschtierchen….
          Bei fast allen W210 und S210 sind irgendwann die Türen, Kotflügel und die Heckklappe gemacht worden. Meiner war leider zu gut gepflegt, da ist der Rost noch nicht in der Kulanzzeit durchgekommen. Ich schau mal. Andere Macken hat er so gut wie keine. Die Schienen vom Beifahrerfenster sind nicht mehr okay, es fährt runter – aber nicht mehr ohne fremde Hilfe hoch. Aber das ist ein bekanntes Problem. Die Klima braucht jetzt mal eine Wartung und frische Befüllung. Und die Spur muss ich einstellen lassen, nächste Woche kommen die „alten“ Vorderräder wieder drauf (ich hatte für den TÜV die beiden von meinem alten Schlacht-Taxi genommen, die sind irgendwie polteriger).
          Mit der alten C-Klasse werde ich nicht warm, weder optisch noch vom Raumangebot. auch die E-Klasse nach „unserem“, also der W211, hat mir nie zugesagt. Diese Welle im Armaturenträger und diese glupschigen riesigen Rückleuchten. Nee.

          Dein Fetti wird es schon nach Norwegen schaffen. Mein Rudolf hat damals auch den Weg nach Finnland durchgezogen (http://www.sandmanns-welt.de/suomi-flaschenpost/) und auch die Südfrankreich Reisen im Audi V8 oder dem Daimler sind pannenfrei gelaufen. Man muss nur dran glauben 🙂

          Sandmann

  10. El Gigante says:

    Fluid- und Perma-Film kann ich nur wärmstens empfehlen! Der gesamte REDSTAR (http://el-gigante.blogspot.de/2014/03/geschichte-eines-bullitypen-teil-4.html) ist damit versorgt – in die Hohlräume ist das eher flüssige Fluid eingesprüht, Radkästen und Unterboden sind per Pinselauftrag mit Perma-Film geschützt.

    Als Referenz erstklassig: diese Mittel sind für den Schiffsbau (genauer gesagt für die Instandhaltung/-setzung von Ballastwassertanks) entwickelt worden. Wenn diese Produkte also der Korrosion durch Meereswasser standhalten kann, werden sie auch am KFZ als Einsatzgebiet nicht fehl am Platze sein.

    Die Arbeit, die man durch die Behandlung des Fahrzeugs damit hat, rentiert sich garantiert. Ganz besonders, wenn man mit den alten Schätzchen wider guten Rates im Winter herumkurvt.

    😉
    El Gigante

    • Sandmann says:

      Ay El,

      klingt tatsächlich brauchbar, was für Schiffe gut ist kann für Autos nicht schlecht sein 🙂
      Aber erst muss der Flugrost am Audi weg, und das noch VOR dem Winter. Und na ja, was wir dann mit dem Granada machen sehen wir mal. Ich habe nun auch mal Peter Wurster als V6 Motorenspezi ins Boot geholt und Markus erklärt, dass es um mehr geht als nur den Motor frei zu bekommen 😉 Jetzt machen wir beizeiten mal einen Plan, wer was wann. Wieso weshalb warum gibt es ja schon. Und dann auch bestimmt mit Fluid- und Permafilm.

      Auf in die nächste Salzsaison! 😉

      Sandmann

  11. El Gigante says:

    Tach auch,

    neeeeeeeee, ich will erstmal richtigen Sommer – scheiss was auf Salzsaison! Und dann wollten wir uns ja auch noch meeten!

    Zum Granada: sagt einfach Bescheid, wann es losgehen kann! Wie gesagt, auch mein Einsatz wird sicher seine Zeit brauchen. Kann gut sein, dass die Karosse ’n Jahr bei mir zubringen muss, bis ich mit ihr fertig bin. GUT DING BRAUCHT WEILE!

    Und natürlich wird das Kölner Blechle gut konserviert!

    Alles wird gut!

    😉 El Gigante

    • Sandmann says:

      El, mein Bester,

      ich fahre ab Freitag zunächst dem Sommer entgegen. Und wenn ich dann wieder da bin melde ich mich mal bei dir, dann machen wir mal einen Plan. Für das Coupé gebe ich dir alle Zeit dieser und auch der nächsten Welt, nun hat der so lange gewartet, da kommt es auf ein Jahr mehr oder weniger auch nicht an 🙂
      Frage ist nur, ob vorher der Motor und das Fahrwerk raus sollen zum Überarbeiten. Die Inneneinrichtung ja sowieso. Und dann kommst du da auch besser an alles ran. Aber das klären wir mal Mitte Juli…

      Sandmann, Mietwagen in Nizza buchend

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