Navi, alt

Jenseits von allen Routen

Jenseits von allen Routen

Ich, sie und sie in Portugal, Teil 2
In 300 Metern, biegen Sie im Kreisverkehr rechts ab. Zweite Ausfahrt. Dann, Sie haben Ihren Bestimmungsort erreicht.“ Ach Lisa, meine große Liebe. Lisa ist die Sprechstimme meines TomTom GO 720 von anno 2007, und Lisa ist in die Jahre gekommen. Dabei war ich ihr ein so kreativer Freund. Ich habe ihr Kathrin zur Seite gestellt, ihre synthetische Computerstimmenfreundin. Und ich habe meine großen Töchter im Custom Modus dieses Navigationssystem selbst besprechen lassen. Das ist auch 6 Jahre später noch verhältnismäßig unterhaltsam. Aber Lisa ist jetzt alt. Sie ist verwirrt. Das bringt mich und unbeteiligte, nachvollziehbar genervte Mitreisende erstmals an Orte auf diesem Planeten, die noch nie zuvor ein moderner Mensch sehen wollte.

erneut unterwegs mit dem Miet-Yaris

erneut unterwegs mit dem Miet-Yaris

Es hätte so schön sein können. Immerhin haben wir beim Autovermieter 110 Euro Leihgebühr gespart, weil wir mein altes Navi mit in den Urlaub genommen haben. Dass diese Ersparnis nicht mal für eine einzige Paartherapiestunde reicht war mir bis dato nicht ganz klar. Ich vertraue meinem alten TomTom. Es hat mich 7 Jahre lang da hin gebracht, wo ich hin wollte. Immer! Okayyyy….. in den vergangenen Jahren vielleicht nicht immer auf dem bestmöglichen oder schnellsten Weg, denn das Teil stammt noch aus einer Zeit, in der es keine lebenslangen Kartenupdates gab. Das gute alte „Nav Share“, also von einer emsigen Online-Community bereitgestellte, selbst erlebte kleine Korrekturen der Verkehrswege waren damals zwar eine prinzipiell gute Idee, diese Korrekturen betreffen aber auch nur sowas wie Einbahnstraßen in falscher Richtung, Kreisverkehre wo keine sind oder neue Rechtsabbieger. Ganz neue Straßen berücksichtigt dieses Karten-Crowdfunding nicht, und glauben Sie mir, ganz neue Straßen sind seit 2007 eine ganze Menge gebaut worden. Aber nicht im Urlaubsland Portugal, denke ich mir, das wird schon alles so okay sein, bis hier sind die Fördergelder der EU noch nicht geflossen. Ich schalte das Navi an, starte den Kleinwagen und fahre los. Wir wollen ins Nachbardörfchen, da soll es einen Supermarkt geben. Wein und Windeln sind alle.

Neben der Spur

Neben der Spur

Da vorn links, von da sind wir gestern gekommen…“ sagt nicht das Navi, sondern die eine Frau an meiner Seite. Die, auf deren Aussagen ich eigentlich hören sollte. Ich biege rechts ab. Der Akku von Lisa ist nach all den Jahren so tot, dass sie permanent am Zigarettenanzünder hängen muss wie ein Junkie am Methadontropf. Nicht schlimm. Schlimm ist, dass sie senil wird und immer länger braucht, um ihre Satelliten zu finden. Meistens genau so lange, bis ich exakt in die falsche Richtung gefahren bin und sie mir zart ihr laszives „Drehen Sie wenn möglich um…“ ins Ohr säuselt. Wenn ich meine beiden Töchter als Stimme aktiviert habe, dröhnt mir in so einem Fall schmähende Häme entgegen, den Wortlaut möchte ich Ihnen an dieser Stelle ersparen. Meinem halbfinnischen Fräulein Altona auch, deshalb textet Lisa ihre unkreativen Phrasen jetzt quasi vorhergesehen (denn ich bin ja nicht links abgebogen). Die nicht Lisa heißende Dame neben mir ist schon genervt genug von der Tatsache, dass wir uns anscheinend gerade auf einer Straße befinden, die es gar nicht gibt. Ein Projekt aus EU Fördermitteln. Lisa ist entsprechend nervös und orakelt sekundenweise neue Abkürzungen, die derart nerven, dass ich ihr mit zwei Fingertipps den Mund verbiete. Durch frisch betonierte Serpentinen geht es den Berg rauf. Meine Beifahrerin wird langsam grün, die kleine Frau im Fond ist in ihrem Kindersitz resignierend eingeschlafen.

schön hier, über der Baumgrenze

schön hier, über der Baumgrenze

Das Navi gibt alles, um uns vorausschauend landschaftlich hinreißende Orte in diesem Land zu zeigen, was heute gar nicht das erklärte Ziel mindestens einer in diesem Auto anwesenden Person war. Als wir nach 20 Minuten auf der EU-Betonpiste oberhalb der Baumgrenze mitten in schlechtes Wetter geraten wagt meine attraktive Reisebegleitung erstmals, mich zu fragen, ob ich vielleicht in letzter Zeit mal an den Erwerb eines neuen Navis oder zumindest an ein Kartenupdate gedacht habe…? Ja. Habe ich. Aber die neuen Karten kosten für dieses alte Gerät pro Jahr 70 Euro, das lohnt sich ja nicht. Und warum sollte ich ein neues kaufen, das alte tut’s doch noch ganz gut? Das geht doch noch? Sie ist da irgendwie anderer Meinung und guckt böse aus dem Fenster. Irgendwo hier wird das Dörfchen mit dem Supermarkt schon sein, ich kann schließlich nichts dafür dass die in Portugal absurde Kilometerangaben auf ihre Schilder drucken, wenn sie überhaupt Schilder aufstellen. Und andauernd neue Straßen bauen. Kann denn nicht mal etwas so bleiben, wie es war? Schlüssel rum, Motor aus. Ich halte an und steige aus, es ist doch schön hier oder nicht? Oder? Oder was?

Endlich wieder Pathos-Selfies

Endlich wieder Pathos-Selfies

Ja, sagt sie, es sei schön hier, aber das sei es im Niendorfer Gehölz bei Hamburg auch, und auch da wolle sie jetzt nicht hin. Ob ich mich an den Supermarkt erinnern könne, bei dem wir laut meinen epischen Versprechen seit 15 Minuten sein müssten? Zu dem wir nur kurz aufgebrochen seien, um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen? Ach ja, stimmt. Ich bitte meine gut organisierte Lebenshälfte um eine weitere Minute ihrer Geduld, während ich noch ein paar obligatorische Pathosbilder mache, mit Auto am Rand des Abgrunds, Blick auf den Horizont und weitem Land unter mir. Leider ist dieses Auto, ich kann es drehen und wenden wie ich will, nicht für solche Bilder geschaffen. Es sieht einfach unglaublich scheiße aus, verzeiht mir ihr Designer bei Toyota, ich wünsche euch von ganzem Herzen viele viele Kunden – aber ich bleibe bei kantigen Stufenhecklimousinen und vieräugigen Alt-Daimlern. Selbstauslöser. piep piep piep *klick* Gleich noch eins 🙂 Aus dem Inneren des Wagens höre ich Gebrummel über die typischen männlichen Zeitangaben. Ich liebe diese Frau. Sie ist sehr geduldig mit mir, sie ist trotz der vergangenen fast sechs Jahre immer noch an meiner Seite und ohne sie würde ich vermutlich wie ein Schiff ohne Segel steuerlos über einen großen Ozean aus Planlosigkeit treiben. Ich mach noch mal ein Selfie vor dem Schild mit der Schneefallwarnung.

FAST ... auf dem richtigen Weg.

FAST … auf dem richtigen Weg.

Man muss dazu kurz rekapitulieren, dass es Sommer ist und wir in Portugal sind. Dann ist es lustig, ich poste es gleich mal bei Facebook. Nein. Hier ist nicht mal ein Handynetz. Und wir sollten jetzt tatsächlich mal zu diesem Supermarkt, weit kann er ja nicht mehr sein, so lange wie wir schon hier auf diesem Bergkamm umherkurven. Oder Lisa, was sagst du? Sie sagt nichts mehr, denn sie hat sich komplett stromlos resettet, als ich den Motor und die Zündung ausgemacht habe. Der Neustart der antiken Software dauert jetzt ein bisschen, ich fahre schon mal vorsichtig weiter, weil ich noch einen Funken Resthoffnung in den schönen Augen meiner erwachsenen Mitreisenden auf dem Beifahrersitz erkenne. Links unten im Tal entdecke ich Häuser. Das Navi ist schon fast wieder da, immerhin erscheint schon wieder mein Zuhause in Kiel auf dem Bildschirm, jetzt müssen im Orbit nur noch ein paar versprengte Satelliten gefunden werden. „Mein Gefühl sagt mir, dass wir hier jetzt rechts abbiegen sollten…“ murmelt meine große Liebe mit leicht resigniertem Unterton. Solange sie noch mit mir spricht ist weder Hopfen noch Malz verloren. Oder ist es nur ihr ungebrochener Überlebenswille? Ich habe allerdings links die Häuser gesehen und argumentiere beharrlich, dass das die bessere Richtung sei. Sie guckt aus dem Fenster. Ich biege links ab und vernehme nach ein paar 100 Metern von der aus ihrem Dornröschenschlaf erwachten Lisa „Drehen Sie wenn möglich um.“ Ups. Auf einmal, na toll. Das geht hier aber gerade nicht. Bestimmt kommt bald eine weitere Kreuzung, oder Lisa berechnet den Weg in diese Richtung neu.

Stonehenge?

Stonehenge?

Wenigstens scheinen wir in Gegenden vorzudringen, in denen zumindest die Ureinwohner irgendwann mal heidnische Kultstätten errichtet haben. Auf den Grundmauern dieser Opferaltäre sind im 19. Jahrhundert oft Supermärkte gebaut worden. Leider kann Lisa uns momentan nicht sagen, wo genau wir sind, die nach unten ins Tal dichter werdende Vegetation aus Bäumen hat sich vor die Satelliten geschlichen. Das mag sie nicht. Inzwischen sind wir meiner Meinung nach auch schon zu weit in Richtung der gesichteten Häuser gefahren, um jetzt noch umzukehren. Unser Benzin reicht noch für mindestens 50 Kilometer, wir sind mitten in Portugal – herrjeh das KANN doch nicht so schwer sein, diesen Supermarkt zu finden? Ich denke an die hippen kostenlosen Verkehrshotlines deutscher Privatsender („auch vom Handy aus!“), bei denen ständig vom Leben gelangweilte selbsternannte Überland-Sherriffs anrufen und im perfekten Ordnungshüter-Sprech dienstbeflissen die Verkehrslage vor ihrem Dauercampingplatz durchgeben. TomToms „Nav-Share“ hätte funktionieren können, genug Melde-Lemminge sind in diesem Land vorhanden. Mein halbfinnisches Fräulein Altona hat sich aus meinen Monologen ausgeklinkt und ist damit beschäftigt, das auf dem Rücksitz erwachte und hungrige viertelfinnische Sandmädchen mit einer Banane bei guter Laune zu halten. Reise Reise. Ich muss mal. Aber alles wird gut, hinter einer engen Kurve um einen beeindruckenden Felsen herum erscheinen die ersten Anzeichen menschlicher Zivilisation!

Ein Dorf im eigentlichen Sinne ist das nicht.

Ein Dorf im eigentlichen Sinne ist das nicht.

Äh. Ja. Das ist nun nicht genau das, was ich mir erhofft hatte. Kleinlaut blicke ich in Richtung des Beifahrersitzes. Von dort kommt weder ein „siehste“ noch ein „hab ich doch gesagt“, von da kommt momentan gar nix. Ich fürchte, sie macht intern wieder einen Haken auf der langen Liste der Sandmann-Idiotien, die definitiv zu verhindern gewesen wären. Warum habe ich vor dem Urlaub eigentlich als zufriedenes ADAC Mitglied nicht diese superpraktische Urlaubsbox geholt, mit Touristeninformationen, Sehenswürdigkeiten und vor allem großen Karten über das Land, in dem man sich gerade befindet? Die gute alte Straßenkarte. Wie wünsche ich sie mir jetzt. Lisa hat sich inzwischen wieder zurechtgefunden, der Bildschirm dreht sich ein paar mal um sich selbst und zeigt uns mit unserem Toyota als kleinen Pfeil inmitten einer öden Gegend, in der die Straßen keinen Namen haben. Ach, das meinte Bono also damals. Vom Rücksitz kommt fröhliches Gegluckse, gefolgt von ein paar ersten Zweiwortsätzen. Die süße kleine Gurke. Es ist ein erhabenes Gefühl, sie aufwachsen zu sehen. Ihre Mutter wird ihr später beibringen, nicht so starrköpfig wie ihr Vater zu sein. Hoffe ich. Ich bringe den japanischen Kleinwagen noch einmal zum Stehen, weil ich meine Blase entleeren möchte, bevor ich weitere Pläne schmiede.

Ach, kommen Sie doch rein.

Ach, kommen Sie doch rein.

Auch meine allerletzten Hoffnungen schwinden, hier noch etwas zu finden, was ich meinem halbfinnischen Fräulein Altona als den gesuchten Supermarkt verkaufen kann. Ich gebe mich geschlagen. Wahrscheinlich wird es das beste sein, den Weg einfach wieder komplett zurück zu fahren und nochmal bei der ersten Kreuzung tief in die Augen der Dame mit dem zumeist richtigen Bauchgefühl zu gucken, sie zu fragen, was sie glaubt in welche Richtung wir wohl fahren sollten, diese Aussage dann auch ohne Rücksicht auf die eigene Meinung zu befolgen und die Aktion noch mit dem Versprechen zu würzen, nach diesem Urlaub ein neues, ein nagelneues Navigationsgerät zu kaufen. Das klingt nach einem guten Plan. Ich fahre los. Zurück. Raus aus diesem Tal. Wo immer wir hier auch gerade gelandet sind, nach gruseligen Lost Places steht mir heute der Sinn gar nicht. Mit jedem Kilometer in die richtige Richtung hellt der Blick meiner Freundin auf. Lisa, das verwirrte TomTom, findet sich auf der EU-Betonpiste wieder nicht aber behauptet nun, dass wir prinzipiell auf dem richtigen Weg seien. Lisa, das ist mir egal, das rettet dich jetzt auch nicht mehr und deine Meinung ist nicht gefragt. Nicht mehr.

Angekommen!

Angekommen!

Alors, da sind wir ja. „Nach 100 Metern, Sie haben Ihren Bestimmungsort erreicht.“ Gefahren nach Schildern und dem Bauchgefühl meiner halbfinnischen humanoiden Navigationshilfe. Vertrauen Sie immer auf das Bauchgefühl der Frau, die Sie lieben. Immer! Und widersprechen Sie ihr nicht ständig, wenn Ihre Erfahrung aus der Vergangenheit Sie schon gelehrt hat, dass ihre Vorschläge meist gut sind. Mein erster Weg nach unserem Urlaub wird mich in einen Elektronikfachmarkt in der Innenstadt führen. Es soll definitiv wieder ein TomTom werden, allein schon damit ich die Stimmen meiner Töchter mit „rüberretten“ kann. Außerdem mag ich TomTom irgendwie. Gleichwohl ich in prähistorischen Zeiten mal Sorgen mit der Befestigung hatte, man erinnert sich vielleicht? 🙂 Aber da wurde mir im Anschluss tatsächlich unbürokratisch geholfen, und hey, das Navi von damals habe ich schließlich noch immer 🙄 Mal sehen, was da heute so angeboten wird, ab 150 Euro bekommt man schon lebenslange Kartenupdates aus Amsterdam. Mehr will ich ja gar nicht. Und hören Sie mir auf mit gratis-Navis auf dem Handy oder meinetwegen auch Kaufversionen (ich als Telekom Kunde habe Navigon für 10 Euro komplett drauf) – mein Handy ist ein Telefon. Damit will ich einfach nicht navigieren, denn IMMER wenn ich das doch mal mache ruft jemand an und ich verfahre mich, während die Sprechstimme dem Anrufer ständig reinquatscht. Neee. Ich will TomTom. Und ich will diese tolle Frau an meiner Seite. Und jetzt kaufen wir endlich Wein und Windeln und machen noch was aus dem Tag.

Sandmann

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About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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35 Responses to Navi, alt

  1. Sandmann says:

    Ach schau mal an:

    http://www.tomtom.com/de_de/products/your-drive/car-navigation/go-series/go-6000-europe/index.jsp

    Das würde mir gefallen 🙂 Jetzt muss ich nur noch die Campingplatzkasse hier ausrauben oder mich anderweitig prostituieren… Mist… das liebe liebe Geld.

    Sandmann

    • Sandmann says:

      … hat das jemand? Lohnt das?

      • marc_connor says:

        Jens,

        leg dir in aller Ruhe, jeden Monat paar Pfennige (oder von mir aus auch Cent) beiseite und kauf dir das tomtom Go 6000 in einem halben Jahr … oder noch später!
        Mit der Markteinführung dieses Geräts, hat sich tomtom keinen Gefallen getan. Jedes 100 Euro-Navi, ist dem Go 6000 haushoch überlegen! tomtom schiebt zwar in kurzen Abständen Updates nach … aber von „PREMIUM“ ist das Teil noch meilenweit entfernt!

        Ich kenne einen Händler, der hauptsächlich tomtom im Angebot hat. Der rauft sich jeden Tag die Haare! Erst haben sich die Fans auf das Gerät gestürzt …. und dann kam das große Heulen.
        Regelmäßige Abstürze, ein extrem spiegelndes Display, fehlender Helligkeits- sowie Lautstärkedimmer und und und …

        Also warte lieber noch ein bissl, bis die gröbsten Fehler beseitigt wurden 😉

  2. Snoopy says:

    Vor ein paar Jahre hatte ich mit meinem alten Navigon auch mal die Nase voll. Hatte mich ewig durch eine Innenstadt gequält statt die neue Umgehung zu benutzen.
    Seitdem ist Kartenupdate und Liveservice gesetzt und Pflicht. Für die paar Euro spart es massig Nerven.
    Ich glaube nur die alten Stimmen kann man nicht übernehmen. Die sind mal wieder nicht kompatibel…
    Aber ansonsten kann ich das TomTom (habe allerdings noch den Vorgänger) uneingeschränkt empfehlen.
    Nur der Punkt „Schöne Route“ die mein Navigon hatte fehlt mir…

    • Snoopy says:

      Zur Ergänzung: Ich habe jetzt das Go 1000 live

      • Sandmann says:

        Ah.

        Ja, auf dem Handy habe ich auch Navigon, da ist die „My Route“ auch zumeist die beste. Was auch immer da mit einbezogen wird, Windrichtung und so…
        Liveservice? Gut?

        Aber so oder so will ich wieder ein TomTom. Dann müssen meine Mädels eben das Ding nochmal neu bequatschen, und das alte Go 720 lege ich 20 Jahre in den Keller und fahre DANN damit nochmal nach Südfrankreich. Oder so 😀

        Sandmann

        • SteffenG says:

          Guide, Herr Sandmann!

          In 20 Jahren sind die letzten GPS-Satteliten schon ins Meer gefallen. Da bringt Die das gute 720er (super Navi übrigens) auch nix mehr.

          Auch wenn meine Liebste behauptet einen super Orientierungssinn zu haben, finde ich mich meist besser zurecht. Würde das aber nie Öffentlichkeit behaupten! 😉

          Kiel haben wir übrigens mit meinem Medion gefunden.

          Steffen

          • Sandmann says:

            Ay Steffen,

            Kiel findet man auch zur Not mit einer Straßenkarte von 1973, wie sie noch in meinem KaSi liegt. Der große Shell Atlas 😀

            Ich werde mich ab der kommenden Woche mal durch die Mediamärkte und Saturns des Nordens treiben lassen und schauen, was da so angeboten wird. Ich hab es ihr versprochen. Also halte ich das auch 🙂

            Sandmann

            • SteffenG says:

              Kiel an sich ist ja nicht schwer, einfach Richtung Ostsee und entlang der Küste fahren. Kiel liegt dann ja zwangsweise am Weg – wenn man in die richtige Richtung fährt!

              Zum TomTom 720 eine Anekdote (eher ein Bug): in Paris gibt es eine Stelle, an der sich das 720 (hatte ich damals als Firmennavi) immer resetted hat. Ich konnte das tatsächlich mehrfach reproduzieren, auch mit einiger Zeit und einem Update dazwischen.

              Notfalls haben wir in den Autos und Motorrädern auch Atlanten rumliegen. Die gibt es ja für ganz schmales Geld (2,99 oder 3,99??) jedes Jahr bei den Discountern.

              TGIF!!!

              Steffen (die letzten Tage zählend…!)

              • Sandmann says:

                Ay Steffen,

                wenn man beim ADAC ist braucht man keine Atlanten, die werfen einem die Karten ja hinterher 🙂 Hat uns in Frankreich auch ganz gut unterhalten.
                Mein Go 720 resettet sich zwar nicht an bestimmten Orten, geht aber gern noch drei oder vier mal wieder an, wenn man es ausgemacht hat. Da konnte kein Softwareupdate was dran ändern. Ich habe gelernt damit zu leben 🙂

                Sandmann, wieder in Kiel 🙁

      • Sandmann says:

        Snoopy,

        erzähl mal vom GO LIVE 1000… Das „bekomme“ ich anscheinend auch 🙂 Lustige Geschichte, schreib ich euch beizeiten.
        Gutes Gerät?

        Sandmann

  3. LarsDithmarschen says:

    Hey Sandmann,

    ich bin auch TomTom-Besitzer, hab es aber nicht gekauft. Ich weiß auch nicht, was es für eines ist. „Norbert“ heißt er und hat auch schon ein wenig Demenz. Als ich mal mit meinen Eltern unterwegs war, sagte er uns auf einer Fähre auf dem Nord-Ostsee-Kanal auf einmal „Bitte wenden“ und hörte nicht mehr auf. Selbst nicht, als wir am Ziel waren. Genau das gleiche, als ich zu einem Teilemarkt wollte.

    Übrigens – der nächste „Einsatz“ für Norbert ist gebucht worden. Ich fahre mit einem Kumpel nach Kopenhagen, allerdings erst im August. Kopenhagen war ich noch nie. Ich hoffe, der Verkehr ist für mich Landei nicht so schlimm ;-).

    Schöne Grüße
    Lars

    • Sandmann says:

      Ay Lars,

      Norbert ist ein wunderbarer Name für ein Navi 😀

      Ich musste meine Lisa wegen des maroden Akkus inzwischen schon mehrfach komplett resetten. Die ging immer wieder von alleine an (das scheint ein Bug dieses Gerätes zu sein, der sich auch mit neuer Software nicht/nie beheben ließ) und hat sich dann im Handschuhfach totgetextet, bis der Akku sein ewiges tiefentladen nicht mehr überlebt hat. Aber wie schon geschrieben, ich bin trotzdem immer da angekommen, wo ich hin wollte 😉

      Kopenhagen ist wunderschön. Nimm dir Knete für die Fähre mit. Ich bin da damals auf der „ursprünglichen“ Mofatour mit meinem Freund Herrn S. ein paar Nächte geblieben. Mitten in der Stadt war ein Campingplatz, einfach nur ne Wiese ohne Bäume. Den gibt es wahrscheinlich gar nicht mehr…

      Sandmann

      • LarsDithmarschen says:

        Hey Sandmann,

        wie wir auf Norbert gekommen sind, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr. Ich glaube, das ist mal während einer Fahrt entstanden.

        Mein „Norbert“ hat wohl noch ein recht gutes Akku – denke ich mal. Ich fahre eigentlich dauerhaft mit Gekabel. Zumindest bisher, weil er nie aufgeladen war. Norbert brauch ich aber nicht oft. Ich schau es mir vorher einmal im Routenplaner an und kann die Strecke dann eigentlich Zur Not habe ich es immer ausgedruckt dabei. Und ansonsten habe ich auch noch ein paar Landkarten im Auto.

        Ist in Kopenhagen eine Fähre? Wir haben geplant von hier über Husum nach Flensburg und ab da dann Autobahn (über Kolding) zu fahren. Das sind 396 km von unserer Haustür bis zum Hotel. Muss man sich in einem „angesagten“ Hotel eigentlich anders benehmen? Ein Glück muss ich nur Sprit zahlen.
        Nach dem Campingplatz werde ich mal schauen, vielleicht finde ich ihn ja. Vor dem Stadtverkehr hab ich ja ein wenig Respekt. Autobahn hab ich Pfingsten geübt :D.

        Schöne Grüße
        Lars

        • Sandmann says:

          Ay Lars,

          ach ja, da geht ja ne Brücke rüber. Irgendwie sind wir damals mit den Mofas auch über eine Fähre geschippert, vielleicht hab ich das aber auch geträumt…
          Ja, guck doch bitte mal nach dem Campingplatz, wenn du Zeit dazu hast. Würde mich interessieren, ob der noch da ist 🙂 Der hieß irgendwie sowas wie „Bella“ oder so und war einfach nur ne grüne Wiese fast mitten drin…

          Und hey – hinter Kolding liegt gleich Middelfart! Da gibt es „Ole Olsens Auto Obhug“. Da waren wir auf dieser Tour damals: http://www.sandmanns-welt.de/die-schrottplatze-sterben-oder/ Wenn der noch immer da ist, findest du da bestimmt auch preiswerte Teile für Elsa…..?

          So, genug Termine gemacht 🙂 Jetzt koch ich erstmal Kaffee und lese meine Mails.

          Sandmann

          • LarsDithmarschen says:

            Hey Sandmann,

            „Bella“? Unser Hotel heißt „Bella Sky Comwell“ , vielleicht ist es darauf ja gebaut worden. Ich werde aber mal Ausschau halten. Ich werde wohl beim Hotel parken und für den Rest öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Schade, dass man die Zeit nicht vordrehen kann.

            In Kolding war ich vor ein paar Jahren mal im „vergessenem Autohaus“. Da durfte ich aber noch nicht fahren. Da stand ein Austin, der es mir damals angetan hatte. Ein Allegro.
            Rein theoretisch komm ich sogar direkt an Middelfart vorbei. Mal schauen, dann aber auf der Rücktour. Ich muss mal ein paar Kronen extra einpacken :D. Danke für den Tipp :-). Ich würde ja gerne wissen, wo Elsa erstzugelassen wurde. Im Brief von 1990 steht nur „importiert aus Dk“. Die nächste Dk reise wird mit ihr gemacht. Mit viel Glück kann sie in 3 Monaten schon lackiert werden.

            Schöne Grüße
            Lars

            • Sandmann says:

              Es WAR bellahoi camping, danke für den Link per SMS 😀 Hahahaaaaaa immer noch ne Wiese und eine Website wie 1996. Klasse. Allein schon ein Grund, da mal wieder hinzufahren.

              • LarsDithmarschen says:

                Die Dänen behalten ihre Traditionen anscheinend bei :D.

                Mal schauen, vielleicht schaffe ich es sogar,

                Ich habe übrigens mal ein wenig zu „Olsen Autoobhug“ recherchiert und eine Adresse herausgefunden. Übrigens war Herr Olsen anscheinend der erste Präsident eines dänischen Autoverwerterverbandes. Ich werde vorbeifahren und schauen, ob der noch existiert – vielleicht buddel ich noch einen Buckelvolvo aus :D.

                • Sandmann says:

                  Hahahaaa wie klasse.
                  Den Campingplatz musst du nicht suchen, der ist wie schon geschrieben reichlich unspektakulär. Ich glaube das findet man da nur gut, wenn man mal vor 20 Jahren mit der Mofa da war und lustige Leute getroffen hat.
                  Ole Olsen wiederum…. das würde mich schon mehr interessieren. Was da heute so auf dem Platz liegt…

                  Sandmann

    • LarsDithmarschen says:

      Genau da war ich mal! Habe gerade nachgeschaut, am 01.08.2012.

      Da standen sogar noch einige Autos, die auch zu verkaufen waren. Mir hat es damals ein Austin Allegro angetan. Es standen aber auch noch ein Talbot, ein Volvo, mehrere Fiat, BMW und ein Datsun herum.

      Irgendwie war das eine tolle Atmosphäre da. Und der Herr, der verkaufen wollte, war wirklich nett. Werbung macht er nicht mehr und meinte, alle denken, es sei alles ausverkauft.

      Schöne Grüße
      Lars

  4. Daemonarch says:

    Hi Sandmann

    Mein treues Aldi-Navi von 2007 hat jetzt auch so langsam seinen Zenit erreicht.
    Letztens hat es 2 Tage lang keine Satelliten gefunden. Arg nervig, wenn man es dann wirklich mal braucht.
    Zum Glück kann man sich notfalls ja mit dem Smartphone leiten lassen.

    Hab letztens im Real ein TomTom mit 4,3 zoll und lifetime-Karten für 99,- Euro gesehen. Why not?

    • Sandmann says:

      Ay Daemonarch,

      ich hatte das bei meinem immer mal wieder, dass er seine Satellitendaten neu kalibriert hat, wenn ich es am Rechner hatte. Vielleicht hilft das bei deinem auch? Oder mal ein frischer kompletter Reset?

      Ich sehe in den Discountern auch immer mal wieder TomToms für einen runden Hunni. Die sind mit Sicherheit besser als unsere Oldtimer 😉 Ich habe ein Angebot über ein aktuelles Gerät der 1000er Generation bekommen. Man scheint meine Geschichten zu mögen und möchte mich auch weiterhin mit einem TomTom ausgestattet sehen. Ich werde berichten 😀

      Sandmann

  5. Daemonarch says:

    Coole Sache!

    Hab mir derzeit das (Medion) Navi meines Cousins geliehen – gerade ein Jahr jünger als meins, aber die Entwicklung dagegen ist erstaunlich.

    Die lebenslange Kartenversorgung von TomTom hat natürlich auch was.

  6. SteffenG says:

    Moin Jungs!

    Neues Navi Herr Sandmann? Ich werde lesen und staunen! 😉

    Ich habe ja so ein Medion Dingens, hauptsächlich gekauft wegen der integrierten Motorradkompatiblem Streckenwahl. War aber noch nie am Mopped dran. Sonst hatte ich bis vor kurzem ja noch den Mondeo mit integriertem Navi von 2002 (Karten habe ich mal neu gekauft). Das funktionierte Auch ganz gut, wie meine Vorredner schon schrieben geht aber nichts über ein modernes Navi. Mal schauen, wie lange das Navi in Frauchens A1 Freude bereitet. Die Karten kosten ja auch nicht gerade wenig…

    @Lars: Ich wollte mal was zu Deinem Heidenrespekt vor Autofahren in anderen Gegenden sagen.

    Wie Du weißt, war ich ja letztens „in your Hood“ und begeistert, dass man an Kreuzungen die Autos von rechts schon eine Woche vorher sieht. Aber um ehrlich zu sein, macht es mehr Spaß andere Regionen zu „erfahren“.
    Gerade England ist sehr spannend (hier sollte man aber mit einem Rechtslenker fahren. War mal mit meinem Mondeo „drüben“…). Davor habe ich Linksverkehr in Südafrika über 5000km üben dürfen. Aber auch die Highways und Pisten in den USA sind Klasse! Oder einfach hier in Europa – wie Jens mal ne Tour nach Italien, Spanien oder Frankreich. Die meisten Länder fahren entspannter Auto als wir Deutschen. Fahr mal rüber nach Holland – 130km/h und kaum Raser. Tempomat rein und gut is.

    Ich selbst fahre für mein Leben gern Auto. Erfahrung, Rücksichtnahme und Respekt sind das wichtigste. Sobald Du aber Angst entwickelst, solltest Du es sein lassen! Also: Einfach rauf auf die Bahn und los! Dänemark ist doch total entspannt!

    Steffen

    • Snoopy says:

      Ja Dänemark ist harmlos. Die Dänen fahren sehr brav. Kleine Schweißperlen haben bei mir schon mal italienische und spanische Großstädte in der Roushhour hinterlassen ;-).

    • LarsDithmarschen says:

      Hey ihr beiden,

      ich mache mir manchmal auch mehr Gedanken, als ich brauche, glaube ich. Autobahn und Landstraßen stören mich eigentlich überhaupt nicht. Nur Stadtverkehr bin ich nicht so gewohnt (woher auch?). Aber ich werd alles auf mich zukommen lassen.

      Gestern war ich für einen Tag in Dänemark – und das ist wirklich alles entspannt. Bisher war ich ja immer Beifahrer, aber die gut ausgebauten Straßen dort gefallen mir prima. Wenn man aus Sønderborg in Richtung Kegnæs fährt, ist sogar der Radweg im Wald beleuchtet. Sowas habe ich in Deutschland noch nicht gesehen. Ich schätze, dass es dort wesentlich weniger Verkehrstote gibt, als in Deutschland.
      Das wird schon klappen. Mit meinem Kennzeichen oute ich mich eh als Fremder ;-).

      Schöne Grüße
      Lars

      • Sandmann says:

        Ay ihr drei,

        ich kann mich Steffen und Snoopy anschließen. Das wichtigste im Stadtverkehr ist der Überblick und eine innere Ruhe. Wenn du hektisch wirst, weil die hinter dir drängeln machst du Fehler, und das kann Blechschäden geben. Lass die anderen doch auch mal durchdrehen, du selbst bist der Fels in der Brandung und guckst so lange auf die Schilder, bis du weißt, wo du hin willst 🙂

        Dänemark, besonders die Autobahnen, sind sagenhaft entspannt. Wir sind vor zwei Jahren ganz hoch nach Skagen gefahren. Bei maximal 130 und auf den Landstraßen 80 brichst du alle Verbrauchsrekorde. Als ich damals mit dem Audi V8 überland nach Henne und Houstrup gegullert bin hat der tatsächlich nur rund 10 Liter verbraucht. Und das mit 280 PS aus 4.2 Litern Hubraum und Quattro. Hihi. Mehr ist da oben einfach gar nicht möglich, so gechillt ist das.

        Und zum Kennzeichen…. wir sind in Frankreich gerade andauernd angequatscht worden und man hat uns zur gewonnenen Weltmeisterschaft gratuliert 😀 Krass.

        Sandmann

        • LarsDithmarschen says:

          Hey Sandmann,

          ein ruhiger Fahrer bin ich schon, wenn ich mich selbst einschätzen darf/kann. Ich glaube, dass ich das letzte Mal durch die Hamburger Stadt gefahren bin, als ich Fahrschule hatte. Und ich kann mich dran erinnern, dass ich zu Hause duschen musste. Aber das ist jetzt schon fast 3 Jahre her. Seitdem habe ich ja schon einige Kilometer abgesessen. Ich glaube, ich lasse es einfach auf mich zu kommen. Hat bisher auch gut geklappt.

          Mein V40 hat heute als Reisevorbereitung noch neues Getriebeöl und neues Motoröl bekommen. Montag in einer Woche geht es los und ich freu mich schon richtig.

          Schöne Grüße
          Lars

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