Zurück zu den Wurzeln

Sich mal was trauen.

Sich mal was trauen.

Ach Loide. Wo fange ich an??
Wenn ich pedantisch sein soll – fange ich 1985 oder 1986 mit einem gelben Auto an. Aber das mache ich ein andermal. Heute stehe ich Rille rauchend in Örgs Werkstatt, ohne Auto und ohne Plan. Der XM ist weg. Und ich bin wieder allein ♫ allein. Spendiere ich dem blauen Fördchen TÜV und fahre es im Alltag? Nein. Das dauert mir alles zu lange. Ich will JETZT fahren. „Sach ma Jensi ich hab noch das Knudsen Coupé oben stehn, guck dir den doch noch ma an. Wenn du den willst, wir wern uns da schon einich…“ Was? Den V6 GXL? Ich dachte der sei längst verkauft!? Nein, ist er nicht. Völlig perplex stiefel ich hoch in die große Lagerhalle von Örgs Werkstattnachbarn. Und ich sehe Wurzeln. In Form von silbernen Zitronen. Versteht ihr nicht, oder?

Ihr habt noch ein paar Bilder Zeit zum Nachdenken.

Eine schlafende Schönheit.

Eine schlafende Schönheit.

Seit ich heimlich meinen ersten Ford Taunus für 100 Mark kaufte, bin ich von diesem Auto infiziert. Da war ich 15 Jahre alt, er war gelb und hieß Charlie. Mit 18 habe ich mir den zweiten geschossen, hellblau, für 50 Mark. Den hab ich dann aber während der Projektwoche der Schule verschenkt (das Überführungskennzeichen war inzwischen abgelaufen). Dann kam mein erstes richtiges Auto, ein 1975er Taunus Coupé. Lila, Vierzylinder. Ich träumte damals von einem 1971er Coupé (mein Baujahr) mit V6, am besten als GXL mit Chrom, Holzimitat und den runden Zusatzinstrumenten in der Mittelkonsole. Und womöglich mit Vinyldach. Ende des Jahrtausends kaufte ich auf einer Bollerwagentour am Vatertag (natürlich… äh… gemeinsam mit Örg) aus einer offenen Garage raus ein oranges Coupé, wieder 1975, wieder Vierzylinder. Aber ich träumte von…. na ja, ihr wisst schon. Der Orange (nicht die Zitrone) stand ein paar Jahre unrestauriert rum, dann ging er wieder weg. 2012 zog erneut, aber diesmal ernsthaft ein Taunus Coupé bei mir ein. Bronze, 1974er Vierzylinder, immerhin mit Vinyldach. Ich träumte von … jaja. Immer diese Träume.
Diese Taunen waren wie die dunkelhaarige Ornithologin mit der dicken Brille, die du genommen hast, weil sie eben da war. Geträumt hast du immer von der kleinen blonden Schwedin aus dem Sportsemester, aber an die hast du dich nicht rangetraut.
Und 25 Jahre später triffst du sie, sie sieht immer noch super aus – und sie ist Single.
Das Ding oben in der Halle ist exakt so alt wie ich, erste Serie. GXL, mit Chrom und Holzimitat. Vier runde Zusatzinstrumente in der Mittelkonsole. Kölner 2-Liter V6. Dunkelgrün und mit Vinyldach.
Scheiße. Scheiße. Scheiße.

Läuft.

Läuft.

Örg macht mich wahnsinnig, warum kommt der damit an, wenn ich gerade schwach und verwundbar bin? So ohne Auto?
Den Knudsen hat er vor 10 Jahren für einen Bekannten komplett restauriert. Alle Bleche sind sauber durchgeschweißt, die A-Säulen komplett neu gebaut (jede Sicke ist da, wo sie sein soll) und der Rahmen ist neu gedengelt. Wagenheberaufnahmen, Fußraum, Schweller, Stehbleche, Lampenböden – der Wagen ist rostfrei und trieft vor Konservierungsfett. Neue Scheibe samt Dichtungen, Motorrevision, neues Lenkgetriebe, neue Bremsleitungen, Bremssättel überholt und was weiß ich noch alles. 10 Jahre lang schlief die Schönheit einen Dornröschenschlaf bei ihrem Besitzer, dann hat Örg das Ding quasi zurück „in Zahlung“ genommen. Vor ein paar Monaten gab’s frischen TÜV ohne erkennbare Mängel.
Ein bisschen Startpilot, ein paar Starthilfekabel, zweimal durchtreten und den zierlichen Schlüssel drehen. Der V6 bullert durstig los und füllt die Halle mit herrlichem, unkatalysiertem Abgas. So muss ein Auto klingen. Genau so. Ich werde bekloppt. Die Karre ist der absolute Traum. MEIN Traum. Innen ist noch nicht alles aus dem Dornröschenschlaf erwacht, der Drehzahlmesser schweigt, die Temperaturanzeige für das Kühlwasser auch. „Willste den haben? Papiere sind da. Und alles was nich geht machen wir nach und nach hier bei mir inner Werkstatt heile“ sagt er.
Ich hasse ihn.

Sowas KANN ich nicht stehen lassen.

Sowas KANN ich nicht stehen lassen.

Ja. Ich will.
ARGH ich habe es getan, mein sechster Ford Taunus, und es ist die blonde Schwedin aus dem Sportsemester! Die geile Sau. Ich fahre flott mit dem Bus und den zusammengesuchten Papieren zur Zulassungsstelle, ich muss in drei Stunden wieder zurück nach Hamburg. Und das geht dann natürlich am besten auf diesen Achsen, die 10 Jahre geschlafenen haben. Stilvoll.
Ja. Oh ja. Zulassungsstelle Kiel. Es ist nicht das erste Mal, dass ich hier etwas lernen muss. Heute lerne ich eine Menge.
Sie haben nur den Brief, wo ist denn der Schein?“ Äh… der Wagen ist doch abgemeldet, seit wann brauche ich da einen… „Das ist eine neue Regelung, die gilt schon ein paar Jahre. Ohne Schein keine Zulassung, den bekommen Sie bei der Abmeldung ausgehändigt. Das ist quasi Ihre Abmeldebescheinigung„. Ach du…. und wenn der nicht mehr da ist? „Dann brauchen wir eine im Kaufvertrag mit dem letzten Halter (nicht Örg) verankerte Verlustbescheinigung“ (haben wir nicht). Im eiligst gerufenen Taxi zurück telefoniere ich mit Örg, der daraufhin seine ganze Werkstatt auf den Kopf stellt. Der Schein IST – NICHT – DA.
Kann er auch nicht sein. Der liegt nämlich mit vielen anderen Papieren in Cuxhaven. Die dafür verantwortliche Dame bestätigt am Telefon, dass der Schein bei ihr ist und per Express morgen in Kiel sein kann. Das reicht mir aber nicht, ich muss heute nach Hamburg. Und ich WILL in diesem Taunus fahren!
Notlösung: Überführungskennzeichen, der Wagen hat ja TÜV! Ha. Nach Panik kommt Hektik. Und den Schein faxt die Dame direkt in die Zulassungsstelle. „Nimm schnell die DoKa, nich wieder n Taxi. Kannst ja wohl noch Bulli fahn oder?„. Ja. Kann ich. Und wieder los.

Anders als geplant

Anders als geplant

Einige Automobile im Örg’schen Wunderland sind… ich sage mal… technisch okay, aber nicht gerade auf Komfort und Bequemlichkeit getrimmt. Vorglühen (laaaaaaaange vorglühen) CHECHECHECHECHE brapp CHECHECHE brapp CHECHE brappbrapp BROOOMMMMM! rackelrackelrackel – ersten Gang am langen Hebel reindrücken und ab vom Hof. Unterwegs telefoniere ich mit meiner Versicherung und lasse mir eine neue eVB geben, diesmal für ein Kurzzeitkennzeichen.
Das Gebläse im T3 geht nicht. Das macht sicherlich auch so bald keiner heile, dafür muss nämlich das ganze Armaturenbrett raus. Der Saugdiesel im Heck brüllt mich an wie die Posaunen von Jericho, in jeder Kurve kullern irgendwelche Klüngeleien durch den Fußraum und die Scheibenwischer schmieren herbstliches Laub quietschend hin und her. Wir hatten damals fast 10 Jahre lang einen Multivan. Inzwischen sind die ja richtig teuer. Ich bin irgendwie kein Bullityp, aber ich bin dankbar, den hier jetzt statt des Taxis benutzen zu dürfen. BROOOOOOOOOO *schalt* BRAAAAAAAAAAAAAAAHHHHH

DoKa fahren, lange ist's her.

DoKa fahren, lange ist’s her.

In der Zulassungsstelle ist kein Fax angekommen.
Während ich mich ärgere, kategorisiere ich die wartenden Leute hier in drei Kategorien:
Die, die wirklich alles akribisch dabei haben, sogar einen eigenen Kugelschreiber und eine kleine Mappe für die Papiere (und eine saubere Tasche für die neuen Kennzeichen).
Die, die was vergessen haben und sich vor der armen Dame vorn am Schalter episch darüber echauffieren, dass sie jetzt sooooo lange gewartet hätten und dass das ja eine Frechheit sei und überhaupt ist die ganze Welt schuld nur nicht man selbst.
Und dann die, die eine Nummer ziehen und dann erstmal gemütlich einkaufen gehen. Und deren Nummer um zwei oder drei Zahlen überschritten wurde, als sie wiederkommen. Interessant, wie viele es von denen gibt. Und wie die sich alle aufregen, weil sie noch eine neue Nummer ziehen müssen. Hihi 🙂 Die Tür geht auf, und die Sachbearbeiterin von vorhin guckt raus: „Ich habe gerade gesehen dass Sie einen Oldtimer haben. Kommen Sie rein, für den brauchen wir den Schein beim Kurzzeitkennzeichen gar nicht…„. Wieder was gelernt. Und ich habe endlich ein Nummernschild in der Hand, wenn auch nur ein temporäres!

Ich will jetzt endlich FAHREN!!!

Ich will jetzt endlich FAHREN!!!

Als ich mich gerade wieder in die DoKa quetsche, kommt dann auch das Fax. Das brauche ich nicht mehr. Wenn nun der Schein auch die Tage beim Örg eintrifft, kann ich am Montag mit dem Zug von Hamburg nach Kiel pendeln und den Taunus endgültig zulassen. Bis dahin werde ich ihn erstmal fahren, ihn ausprobieren und schauen, was 10 Jahre Standzeit mit ihm gemacht haben. Mindestens sehr rostige Bremsscheiben, eine flackernde Öldrucklampe (trotz ausreichendem Druck im Kessel) und ein wenig fehlendes Kühlwasser sind zu beklagen. Habe ich schon jemals ein Auto gekauft, ohne es vorher auch nur einen einzigen Meter gefahren zu sein? Nein. Aber Örgs Versprechen wird erneut wiederholt und kommt von Herzen: „Du krist noch die ganze Fotodokumentation von der Restaurierung. Und wenn was is machen wir das bei mir auf der Bühne heile, so lange, bis alle Baustellen wech sind. Denn? Auch?“ Und wenn er das sagt, dann meint er das auch so.

Ein Anfang. Immerhin ein Anfang.

Ein Anfang. Immerhin ein Anfang.

Ich bin trotzdem unentspannt.
Ich bin immer unentspannt, wenn ich in einem „neuen“ alten Auto sitze und es noch nicht kenne. Ich kann seine Geräusche nicht deuten und weiß nicht, was alles funktioniert – und was nicht. Dieser alte Taunus ist so oder so eine wundervolle, kerngesunde Grundlage. Glaube ich. Egal wie viel ich in Zukunft noch an ihm basteln muss, er ist jeden einzelnen Cent wert. Aber ich bewege ihn von Null auf 100. Geweckt aus einem 10 Jahre andauernden Dornröschenschlaf zack rauf auf die Straße, rein in den Alltag. Die Reifen sind gut, aber uralt. Nun, mit neuen Reifen kenne ich mich jetzt ja so langsam aus, mal sehen ob ich für 13 Zoll Felgen Ganzjahresreifen bekomme 😉 Der alte Doppelvergaser hat leicht schwergängige Klappen und verschluckt sich unter Volllast. Gewöhnungsbedürftig. Die Benzinuhr geht nicht. Das Kühlwasserthermometer auch nicht, dafür zickt der Drehzahlmesser im Stand irgendwo bei 5000 Umdrehungen rum. Na ja, Elektrik kann ich ja, und bei diesem Auto wird die nicht so wahnsinnig kompliziert sein. Um die Ecke ist eine Tanke, ich mach den mal lieber randvoll. Ich weiß auf absehbare Zeit nicht, wie viel drin ist und was der so verbraucht…

Erstes Mal volltanken

Erstes Mal volltanken

Das läääääuft und läääääuft. Und es ist kein Diesel mehr für 1,05 pro Liter, jetzt muss es Super für 1,30 pro Liter sein. Aua! Als es *klick* macht steht auf dem Display der Zapfsäule ein Betrag, für den ein Friseur in Sachsen fast eine Woche arbeiten muss. Brutto. Ohjemineh 🙁
Was mir noch auffällt – wann habt ihr das letzte Mal diese kleinen, durchsichtigen Knubbel an den Zapfsäulen gesehen, in denen das fließende Benzin ein kleines Schaufelrädchen antreibt und unter denen „Blasenfrei zapfen“ steht? Die sind komplett weg. Heimlich, still und leise. Schade irgendwie.

Ich habe Örg ein Auto abgekauft.
Ein sehr altes Auto, was noch voller Überraschungen stecken wird. Wir zwei drücken uns am Ende dieses aufwühlenden Tages ganz doll und freuen uns irgendwie beide darüber, dass wir jetzt in den nächsten Wochen zwangsläufig mal wieder ein bisschen Schrauberzeit zusammen verbringen werden. Geil. Und dann geht meine erste Fahrt los. Tür zu. Tageskilometerzähler nullen. Zweimal pumpen und anlassen. ZIZIZII BROMMMM!!! guller guller guller Der Köln V6 klingt ein bisschen wie ein V8, obwohl er eine völlig andere Zündfolge hat. Fast wie ein Reihensechser. Die linke Krümmerdichtung zischelt bei jeder Umdrehung ein bisschen am Hosenrohr, und nicht alle Zylinder komprimieren sauber. Das klingt satt und gut, soll aber so nicht sein. Notiz an mich selbst: Bald mal nach den Ventilen sehen. Das hat seit 10 Jahren niemand mehr gemacht. Gang rein, Kupplung kommen lassen. Licht an. Und ab auf die A7.

Wieder auf der Straße

Wieder auf der Straße

BROOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO
Geil: Ich fahre wieder ein Taunus Coupé.
Nicht so geil: Ab Stadtgeschwindigkeit werden irgendwelche Vibrationen am Unterboden spürbar, ab 80 km/h kommt ein dumpfes, lautes Dröhnen dazu. Ab 100 Sachen flattern die Reifen, ab 120 kommt alles zusammen – und der Lärm- und Vibrationspegel ist ekelig. Ich habe ein bisschen schlechte Laune, weil ich nicht weiß woher das alles rührt. Akustisch nicht schlimm, denn es ist noch kein Radio im Armaturenbrett drin. Das Ford Blaupunkt liegt in einem Karton im Kofferraum, ich will da aber wieder das alte Daimler Becker einbauen. Das hab ich aus dem XM gerettet. Aber hey – normal ist das nicht, was hier massagemäßig abgeht.
Ein Stück hinter Neumünster habe ich mich ein bisschen an das Gedröhne und Gerappel gewöhnt, räkel mich in die kopfstützenlosen Sitze und wähle in den Dauerbaustellen Geschwindigkeiten, die erträglich sind. Der Wagen fährt, schaltet, bremst. Die Heizung geht, Licht und Blinker funktionieren so wie sie sollen und um mich rum heben mal wieder alle anderen Verkehrsteilnehmer den Daumen 🙂 Alles wird sich reparieren lassen. Solange der Kahn anspringt und mich dahin bringt, wo ich hin will – bin ich erst einmal zufrieden. Und er bringt mich nach:
Hamburg, Rindermarkthalle. Gleich mal den Wocheneinkauf machen.

Posing in der Rindermarkthalle

Posing in der Rindermarkthalle

Also, gestatten: Das ist mein neues Alltagsauto. Ab sofort.
Tipps bezüglich der Vibrationen sind nett gemeint, aber unnötig 😉 In der nächsten Geschichte erzähle ich euch, was es war *grusel*. Bevor der Winter so richtig losgeht bekommt der Ford noch Lokari Innenkotflügel, nagelneue Ganzjahresreifen und eine anständige Wachsdusche von unten. Das Blech soll so gesund bleiben, wie es jetzt ist. Die Ventile müssen dringend eingestellt und ein paar Kleinteile besorgt werden (so alberner Kram wie der Deckel vom Sicherungskasten im Motorraum, ein Lüftungskanal, eine Fake-Holz-Leiste hinten links in der Seitenverkleidung und andere Dinge, die kein Mensch aufhebt, weil sie niemals kaputt oder verloren gehen). Argel. Aber das Internet ist groß, und ich bin geduldig.

Ich fahre wieder das Auto, was mich in meinem ganzen Leben am meisten geprägt hat. Ich wäre bescheuert, wenn ich irgend ein anderes Auto fahren würde. Meine Wurzeln. Ich habe einen eingebauten Bordmechaniker mit Koteletten in der Halle, ein krasses und hilfsbereites Forum im Nacken und eine alltagstaugliche Ersatzteilsituation. Es gibt alles zu kaufen, was mechanisch kaputt gehen kann. Alles. Habt ihr inzwischen die Zitronen verstanden? 🙂 Die allererste Serie vom Taunus TC bekam vom ADAC damals die „Silberne Zitrone“ verliehen, den Preis für gravierende Neuwagenmängel. Schwammiges Fahrwerk (klasse!), unübersichtliches Armaturenbrett wir im 69er Mustang (supergeil!) und Fensterkurbeln weit über den Türöffnern (finde ich großartig). Lasst uns schauen, wie er sich so macht.
Was sagt ihr? Cool? Bescheuert? Habt ihr auch ein Auto, was euch immer und immer wieder über den Weg läuft? Ich freue mich über eure Kommentare und bin dann mal unten, das Signalkabel vom Drehzahlmesser durchmessen.

Sandmann

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Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.

32 Responses to Zurück zu den Wurzeln

  1. Snoopy says:

    Schick! Ja die Coupes aus der Zeit sind wirklich schick! Während mich oder zumindest meine Freunde eher der Manta und der Capri begleitet haben. Taunus Coupe hatte auch einer. Ich fand den aber etwas zu barock und piefig… gesucht habe ich mal auch ein C-Kadett Coupe. Aber alles was ich mir leisten konnte war nichts.

    • Sandmann says:

      Ay Snoopy,

      ich bin ja dafür bekannt, dass ich mit auch immer nur Schrott leisen KANN und den dann aber trotzdem kaufe 😉 Bei dem hier war es ein bisschen anders.

      Taunus war zu „Lebzeiten“ TOTAL piefig, sowohl der MK1 als auch seine beiden kantigen, glatteren Nachfolger. Unser Nachbar gegenüber hatte so einen. Der War so ein typischer Cordhutträger mit Kippe im Mundwinkel, so habe ich mir damals immer Taunusfahrer vorgestellt. Während Papa seinen Audi 100 5E polierte, der daneben wie eine Offenbarung aus der Zukunft wirkte!

      Sandmann

  2. Daniel says:

    Glückwunsch Sandmann zum Neuerwerb ?
    Das teil ist echt der Brüller hat so bissen was von nem musclecar germanmuscle sozusagen 🙂
    Was gibts sonst noch zu sagen bin dafür seine Träume zu fahren, ich hab beide traumautos aus meiner Jugend mitlerweile a4 b5 begleitet mich jetzt schon 6 Jahre und n Volvo v70 l 2.5 ist letztes jahr als familienkutsche dazu gekommen fand Volvos früher schon cool aber nicht bezahlbar also wenn nicht jetzt wann dann ? Weitermachen ??

    • Sandmann says:

      Ay Daniel,

      genau das habe ich auch gedacht, als ich das erste Mal drin gesessen habe 🙂 Wie ein kleiner Mustang. Später lese ich, dass die in Köln das Cockpit tatsächlich dem 69er Mustang nachempfunden haben (was ja auch einer der Kritikpunkte vom ADAC war – ich finde es klasse).

      Wenn du einen A4 und einen V70 als Traumwagen hast scheinst du eine etwas jüngere Generation zu sein. Klasse, dass dieses „ich kaufe mir jetzt endlich meinen Traumwagen, denn jetzt kann ich ihn endlich bezahlen“ weitergeht. Aber A4 und V70 sind ja auch noch richtige Autos. Das beruhigt mich irgendwie. Ich glaube nicht, dass jemand irgendwann mal den Smart oder den Ka seiner Jugend kauft… oder? Hm.

      Rock on. Es ist FREITAG! 🙂
      Sandmann

  3. Hi Sandmann
    Super Auto!!
    Bin in“ Taunen“(immer Kombi..tschuldigung Turnier) gross geworden.
    Allerdings warn die nicht ganz so heiss.
    Viel und lange Freude mit diesem genialen Fahrzeug!!

    • Sandmann says:

      Ay Tobias,

      die Turniers sind heute so superselten! Niemand hat seinerzeit einen Kombi aufgehoben, die Lifestylekarren kamen ja erst später. Aber dann hast du ja auch die Geräusche, die Haptik und das Fahrgefühl im Blut. Das brennt sich ein, auch dieser Blick über die geschwungene Haube mit der Nase, das ist so schöööööön!

      Heute Nachmittag geht es mit dem Taunus und meinem mittleren Töchterchen auf ins weihnachtliche Uelzen. Mein Dezember-Klassiker. Ich freu mich wie Bolle.

      Sandmann

  4. Marc says:

    Jens, Du machst das absolut richtig! Man soll seine Träume leben und zwar JETZT! Der plötzliche Tod meines Mechanikers meines Vertrauens letzte Woche hat mir das klar vor Augen geführt. 🙁

    Hab danach auch gegen alle Vorsätze den Pontiac rausgeholt, das Beileidsschreiben wollte ich so ausliefern wie er es gemocht hätte. Wie Du schreibst, Gaspedal erstmal voll durchtreten und dann ein Startversuch. Nach ca. 6-7 Sekunden sind mal 6 Zylinder da, nach einem kurzen Gastoss alle 8. Und die Garage riecht wie in meiner Kindheit. Beim Ausparken ist der Motor dankbar für einige Gastösse, da der Leerlauf so mit eiskaltem Motor nach der Standzeit etwas tief ist. Man hört sowas ja nicht ungerne. 🙂

    Und dann, ja so ein altes Auto läuft auch wenn Salz liegt, auch Nebel machen ihm nichts aus, schliesslihc hat er Scheibenwischer.

    Du machst das absolut richtig! Ich wünsche Dir viel Vergnügen mit dem schönsten deutschen Ford und allzeit gute Fahrt.

    Marc

    • Sandmann says:

      Ay Marc,

      oh. Das mit deinem Mechaniker tut mir leid. Hoffentlich ist dieses Jahr bald rum, es sind zu viele Menschen gestorben 🙁 Aber sehr stilvoll, wie du vorgefahren bist. Auch DU hast alles richtig gemacht.

      Ich mag es im Winter, wenn mein Auto erst langsam „aufwacht“. Es dauert ein bisschen, bis die Heizung die Scheiben frei hat. Der Motor muss eine zeitlang bei Laune gehalten werden, sonst geht er aus. Beim Erstserien-Knud kommt auch noch dazu, dass im Fußraum links eine Pumpe und ein Kontaktschalter für Wischwasch und Scheibenwischer ist. Intervall gibt es nicht. Wenn du also bei Niselregen unterwegs bist fährst du permanent mit beiden Füßen in Aktion und fühlst dich wie ein Organist, der auf seinen Pedalen rumtrampelt. Klasse.

      Heute geht es auf große Fahrt, die weihnachtliche Beleuchtung wartet…
      Sandmann

      • Marc says:

        Du sagst es Sandmann, es sind immer zu viele!
        Danke für Deinen Zuspruch!

        Genau, die alten Autos brauchen etwas Aufwachzeit, ähnlich wie unser Töchterchen. Erst Augenreiben und dann etwas verwirrt in die Welt hinausblinzeln. 🙂

        Ich habe beim Pontiac Bj. 75 auch keinen Intervall, darf aber Intervall spielen mit dem Schalter da: https://autosleben.files.wordpress.com/2016/12/21.jpg
        Mit dem Fuss mache ich dafür Fernlicht an und ab. 🙂
        https://autosleben.files.wordpress.com/2016/12/131.jpg

        Geniess die grosse Fahrt und frohe Weihnachten Dir und Deiner Familie

        Grüsse aus der CH

        Marc

        • Sandmann says:

          Ay Marc,

          hihi, so ein antipp-Dings ist cool. Das habe ich wie erwähnt links unten im Fußraum. Ob das eine wundervolle Lösung ist muss die Zeit zeigen, momentan vermisse ich den Hebel an der Lenksäule MIT Intervall Relais noch nicht. Wäre problemlos nachzurüsten, aber irgendwie…..

          Dein Pontiac hat einen Fernlicht Schalter im Fußraum??? Verdammt. Mein Schreiberkollege Fritz Lorek hat neulich für seinen Autolichtblog-Artikel händeringend so ein Bild gesucht, und du hast eins 😉 Na ja. Zu spät…

          Wir kommen gerade von unserer epischen Weihnachtstour zurück, hatten einmal den ADAC da und mussten mitten in der Stadt in den Taunus einbrechen. Na ja, ich schreib bald drüber…

          Sandmann

  5. dette ecker says:

    Was sag‘ ich?
    It‘ s cool man. Supercool.

    Ein wunderschönes Auto, und eine wunderschön geschriebene Geschichte.
    Gratulation.

    • Sandmann says:

      Ay dette ecker,

      bedankt und betankt. Nach und nach läuft er wieder richtig gut, und alle fehlenden Teilchen besorge ich nach und nach. Macht richtig Spaß 🙂

      Von heute bis Sonntag findet Sandmanns kleine jährliche Weihnachtsgeschichte statt. Ich freu mich schon sooooooo 😀

      Sandmann

  6. LostTupper says:

    Au Mann Jens, ich werde wahnsinnig! Wie kommst du bloß immer an so geile Karren? Allein für deinen Granada würde ich töten! Und jetzt ein Taunus Coupé? V6? GXL Ausstattung? Rostfrei? Mehr geht nicht! Mal sehen, wo ich dir auflauere…..

    Super Geiler Karren, Weiter so!
    Gruß
    Stefan

    • Sandmann says:

      Ay Tuppermann,

      ich umgebe mich beruflich jeden Tag mit alten Autos, schreibe in jeder freien Minute privat über alte Autos UND… kenne den Örg. Mehr geht nicht 🙂
      Taunus Coupés gibt es ja noch, die werden nur immer teurer. Und bei dem hier weiß ich wenigstens, wer es neu aufgebaut hat. Und… äh… billig war der übrigens auch nicht. Aber man lebt nur einmal….

      So, opulentes Web-Frühstück beendet. Ich werde mal meine Sachen packen und ab in die Heimat gullern.

      Sandmann

  7. Daemonarch says:

    Jau, auch wenn ich nicht im Ford-Lager zuhause bin, die Karre ist schon absolut Pornös!

    Ich drück dir die Daumen, dass nicht allzuviel dran zu tun wird.
    Je mehr ich von Örg so lese, umso lieber würde ich den verrückten Vogel mal live kennenlernen, schade, dass ihr so weit weg seid!

    Schonmal ein ruhiges Fest euch allen, hab heute auch die Arbeit hingeworfen, bis meine fast 1.000 Überstunden runter sind, also ca. bis August 2017.

    P.s.. Das mit den Kurzzeitkennzeichen ist doch absoluter rotz mittlerweile, THEORETISCH dürftest du so wie du es aktuell machst nicht damit fahren, WEIL : NUR zum TÜV, und das NUR im Umkreis blablabla… Auf gut deutsch eigentlich : MELD LIEBER NE NEUE TEURE LEASINGKARRE AN! GOLF 7, ROLLENDE FEHLKONSTRUKTION MIT COMPUTERGESTEUERTEM ABLEBEDATUM!

    • Sandmann says:

      Ay Daemonarch,

      ja, gute Idee mit dem Golf 7. So einen wollte ich schon immer, sexiest Car on earth, Chicks-Aufreißer de luxe und genau das wovon ich seit meinem Führerschein träume 🙂
      Was man mit so einem Kennzeichen darf und was nicht ist mir total egal. Ich bin damit erst zum TÜV nach Hamburg gefahren, da war aber keiner. Dann wieder zum TÜV nach Kiel, da habe ich aber festgestellt dass ich ja noch TÜV bis 2018 hab. Mist. Also war es eine Probefahrt, Werkzeugkiste war ja hinten drin. WTF.

      Örg zu kennen hat (wie vieles im Leben) Vor- und Nachteile. Von den Vorteilen berichte ich hier ja ab und an. Ein paar mehr sind da noch. Nachteile: Wenn du einen ganzen Tag nur Scheiße geredet hast kannst du damit nicht mehr so schnell aufhören. Ich rauche zu viele Zigarillos wenn ich in seiner Nähe bin. Und ich habe dann immer ölige Hände. Menno…..

      Und ach ja – ich muss die kommende Woche noch arbeiten… Aber ich habe wundervolle Bilder und Geschichten aus dem weihnachtlichen Uelzen mit Taunus im Kopf, im Herzen und bald auch hier dabei 🙂 Rock’n Roll!

      Sandmann

  8. XG30_2000 says:

    Hallo Jens!

    Geil, geil, geil. Ich kann das sehr gut nachfühlen! Die blonde Sportlerin mag ich aber eher nicht. Dann lieber die brillige dunkelhaarige Ornithologin. Die ist schließlich gut zu Vögeln. 😉

    Da ich 1995 meinen Führerschein gemacht habe, habe ich andere Traumwagen, die ich mir jetzt leicht leisten könnte. Heute habe ich aber eine Frau, die das nicht mitmacht. Deswegen muss der profane Mondeo reichen. I want to break free? Keine Ahnung!

    Meine Liste:
    XM V6
    605 V6
    Alfa 164 V6
    Croma V6
    Sigma V6
    Scorpio V6
    Erkennt man schon ein Muster? 😉

    Greets
    Das X und das G

    • Sandmann says:

      Ay XG!

      Ich habe lange darauf gewartet, dass der Ornithologinnen-Spruch mit den Vögeln kommt. Dass ausgerechnet DU den Pokal holst – Respekt 😀

      Deine Traumwagen sind auch aus der Sicht eines Kindes der 70er sehr okay. Beim XM, beim Alfa und beim Scorpio gehe ich sogar mit. Und die Wahl des Motors ließe sich nur anzweifeln, wenn du mir erzählst, dass du noch nie einen BMW Reihensechser gefahren bist. Die machen nämlich auch komische Sachen mit dir…..

      Warum geht deine Frau denn das Thema Auto nicht mit? Also… blockiert sie regelrecht deine Wünsche (das würde ich ziemlich blöd, überflüssig und einschränkend finden)? Oder sind Autos einfach nicht ihr Ding (das wäre ja völlig okay)? Ich habe auf Autotreffen immer wieder schlecht gelaunte, gelangweilte Frauen gesehen, die irgendwie mitgeschleppt wurden. Weil man eben am Wochenende was zusammen macht. Basta. Was für eine Scheiße 🙁 Statt mit ihren Freundinnen einen guten Tag ohne den Macker zu haben sind die immer mitgeschliffen würden und haben allen anderen die gute Laune verdorben. Idiotisch.
      Mein halbfinnisches Fräulein Altona geht meine Träume und meine Marotten mit den Autos komplett mit. Nicht, weil es auch mein Beruf ist, sondern weil sie sieht dass ich das ernst meine und dass es mich glücklich macht. Warum also nicht? Ich glaube, wenn man Autos wirklich leben möchte und das einem von der Partnerin quasi verboten wird, sollte man seine Beziehung überdenken. Denn dann bleibt dieses Thema bestimmt nicht nur bei den Autos stehen. Glaube ich. Mal so ganz pauschal.
      Lebe dein Leben. Es gibt da draußen echt schlimmere Sachen als die Sehnsucht nach alten Autos. Glaube mir.

      Sandmann

  9. Will Sagen says:

    Well done!
    Der blaue 12M ist halt „ganz nett“. Aber der GXL passt. Sehr gut!
    Viel Spaß damit!

    • Sandmann says:

      Ay Will,

      wir sind an diesem Wochenende knapp 500 Kilometer durch Niedersachsen gefahren. Ich habe mich noch nie so auf den Moment gefreut, wo ich endlich wieder ins Auto steigen und fahren kann. Der Wagen ist der Wahnsinn. Cruising vom Feinsten, guter Sound und entspannter, schwankender Plüsch-Komfort. Das ist MEIN Auto.

      Der 12M ist eine ganz andere Nummer. Der steht unten und sieht so sagenhaft cool aus, der blaue Lack, die neuen Sitze, einfach alles. Fast schon ikonisch. Aber es ist eben nicht MEIN Auto. Was mache ich bloß???? 🙁

      Sandmann

      • Will Sagen says:

        Das alte Leid. Es entscheidet sich doch meist an den Finanzen. Hast du (bezahlbaren) Platz für das Auto und brauchst seinen Gegenwert nicht im Portemonnaie: Behalten.
        Sonst? Nunja. Verkaufen. Is‘ halt so. Mich hat diese Erkenntnis schon mehrfach getroffen. Und auch die, dass man immer nur mit einem Auto fahren kann kann, wenn man es dafür angeschafft hat. Und wenn er eh nicht „dein“ Auto ist? Vielleicht hat ein anderer mehr Spaß daran, weil es genau das Auto ist, wie für dich der GXL.

        (In einer uralten Markt oder so las ich übrigens mal die Anekdote, dass Ford-Verkäufer das Kürzel „GXL“ quasi als Wort aussprechen sollten: Gicksel. Seitdem stehe ich immer leicht grinsend und gickselnd da, wenn ich einen GXL sehe. Keine Ahnung, ob die Anekdote stimmt. Mir gefällt sie.)

        • Sandmann says:

          Ay Will,

          du hast ja Recht, eigentlich gibt es da nicht viel zu überlegen. Aber ich weiß nicht was mit diesem P4 ist, genau so wie ich ihn unbedingt gern haben wollte kann ich jetzt nicht einfach sagen: Na gut, dann gebe ich ihn weiter. Dieser Welpen-Effekt. Hab ich so noch nie bei einem Auto erlebt, schräg…
          Aber Platz und Geld drängen. Beide….. Ich denke mal nach.

          Gicksel? Haha 😀 Lustige Anekdote, womöglich wahr, ich fgare mich nur warum das wohl dann so sein sollte? „Gicksel“ klang ja schon damals nicht sehr schick denke ich, und die voll ausgestatteten waren auch für einen Ford nicht wirklich billig. Hihi. Das muss ich mal eruieren.

          In Hamburg liegt ein kleiner Karton von Motomobil. Ein neuer Wasserfühler und neue Türkontakte für das Licht im Himmel. Er wird, er wird….

          Sandmann

  10. Markus1975 says:

    Hey Jensi

    Jaaaaaaa!!!!! Endlich! Gelobt sei der Herr, oder so ähnlich. 😉
    Endlich wieder ein Auto. Ein Deutsches Auro welches mit Dir spricht und nicht erst einen Laptop braucht, damit Du seine Sprache verstehst. Form, Farbe…paßt. Bullet! Den Namen hat Dein Neuzugang jetzt weg. Um es einmal so auszudrücken, porno. Die Karre ist einfach nur porno. Das letztemal so ein Exemplar gesehen? Bei mir in der Halle als vierzylinder. In freier Wildbahn? Das ist jetzt schon so lange her, daß ich mich nicht daran erinnern kann. Ernsthaft. Und was Autos angeht habe ich ein verteufelt gutes Gedächniss. Hochzeitstag? Irrrellevant. Es gibt Sachen die sind wichtiger.
    So. Ich schreibe jetzt aus dem Luftschutzkeller weiter. Frau hat mitgelesen. 🙂
    Du mußt unbedingt einmal vorbeischauen Jensi. Ich werde auch nicht am Lack lecken. Versprochen. Dafür heize ich den Ofen an und koche Kaffee bei mir in der Halle.
    Was passiert eigentlich jetzt mit dem „Roten Baron“? Jetzt sage ja nicht, daß Du den wegwirfst. Dann…dann…hasse ich Dich. 😉

    V8 mäßige Grüße

    Markus der ganz dicke den Daumen hoch hält.

    WIE GEIL IST DAS DENN!!!!!? Pöttelpöttelpöttel

    • Sandmann says:

      Hahaha 😀 ay Markus mein Bester,

      ich kann dir nicht widersprechen. Und ich werde sehr bald bei dir aufschlagen und dir den Wagen zeigen. „Bullit“ übernehme ich aber nicht 😉 Der ist ja schon vergeben, und der hatte 8 Zylinder. Mal sehen wie der heißt. Meine kleine viertelfinnin hat den Mercedes gerade erst EMMA getauft. Der heißt jetzt so. Und sie hat in der Kita einen Taunus getöpfert 😀 ja, ernsthaft. Vielleicht fällt ihr ja ein Name ein.

      Den XM Schlachter verkaufe ich vielleicht am Stück. Das erspart uns eine Menge Arbeit. Teile brauche ich ja nun keine mehr. Aber das regel ich schon.
      Das Granada Coupé schleppe ich jetzt seit 1995 Monat für Monat durch irgendwelche Hallen oder Garagen mit. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich das nochmal wieder hergebe??? Ich muss mir vielmehr Gedanken machen, in welche guten Hände ich den blauen 12M gebe. Ich kann mich nicht so richtig trennen, aber ich glaube da draußen sind Menschen, die den mehr lieben würden als ich. Und wenn ich so einen menschen gefunden habe – dann kommt das Granada Coupé nach Hause. Motor raus und zu Peter, Karosserie zu El Gigante. Der wird wieder. Und der KaSi danach natürlich auch 🙂

      Wir sehen uns, mein Guter. Bleib oben.
      Und merk dir den Hochzeitstag, das ist nicht so schwer und verhindert das Schlimmste 😉

      Sandmann

  11. Jan Siepert says:

    Hey Sandmann,

    geiler Wagen und wie ich seit einigen Wochen feststelle, seitdem ich auf deine Seite gestossen bin, sehr feine Geschichten, die von einer Welt und einer Lebenseinstellung erzählen, die nur noch wenige nachvollziehen können. Insbesondere die jüngere Generation nicht mehr.. Ich bin Jahrgang 1974, habe auf einem weissen Peugeot 504 (Opas ehmaliger) fahren gelernt, unter anderem auf Touren quer durch Frankreich und stimme mit dir zu 100% überein! Mir kommen auch keine neuen Karren ins Haus.

    Ich könnte auch Geschichten schreiben.. Müsste mal all die alten Fotos scannen..puh..

    Bleib dran am Taunus! Örg und Adac helfen ;-)Daumen hoch!

    Viele Grüße
    Jannemann

    WROOOOAAR!!

    • Sandmann says:

      BROOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO

      Ay Jan,

      ich glaube gar nicht, dass ich so anders bin als die anderen. Na klar bin ich icht mehr jung, eher so in der Mitte des Lebens, und junge Leute sehen Autos mit anderen Augen. Das ist ja auch okay.
      Aber ich sehe eine immer größer werdende Menge Menschen über 30, die keine Lust auf Neuwagen haben. Die begreifen, dass gut gepflegte und technisch gesunde alte Autos einen Mix aus Alltagswagen und therapeutischer Sonderleistung bringen. Aus dem Taunus steige ich sehr glücklich aus. Abgesehen von kleinen Blessürchen, wir hatten ja vorgestern den ADAC da, aber wenn es wieder nur ’ne Kleinigkeit war (so ein Kondensator im Verteiler kostet glaube ich 12 Euro oder so) macht das Fahren danach noch viel mehr Spaß. Und der V6 ist mit uns quer durch Niedersachsen geschnurrt und hat uns und alle anderen begeistert. *hach*

      Bei dem was du schreibst denke ich…. du solltest mal nach einem weißen Peugeot 504 suchen 😉
      Gullernde Grüße

      Sandmann

      • Jannemann says:

        Ay Sandman,

        wenn die „Guten“ also noch nicht dahinkorrodierten 504 nicht so teuer wären.. Es gibt sie, die Teilrestaurierten. Meist bei Händlern, die 8K bis 10K dafür haben wollen. Das ist mir zu viel! Wenn ich noch daran denke, als mein Vater unseren nur leicht angerosteten 504 Mitte der Neunziger an einen Schwarzafrikaner (in Landestracht) für ich glaub 1000 Mark verkauft hat..wahrscheinlich fährt er heute noch in Burkina Faso. Man hätte ihn retten können!

        Hätte, hätte Steuerkette..
        Wie all die Autos meiner Eltern, meiner Kindheit und Jugend..
        In Reihe waren es:
        Porsche 914/4 als ich auf die Welt kam. Zu wenig Platz für ein Kind. Erste Fahrten damit hab ich im Körbchen im Fußraum verbracht..
        Dieser wurde aus Vernunftsgründen gegen eine Wanderdüne getauscht. Ein sandgelber 200D Strich 8. Dem folgte Ende der Siebziger ein silberner 350 SLC. Vorbesitzer: meine Kinderärztin..was für ein dekadentes Auto! Unzählige Urlaubsfahrten in den 80ern an die Cote d´Azur sind mir in Erinnerung..

        Mutter hatte zunächst einen VW Typ 3 1500 Automatik, später ne nagelneue Ente, die alle Reparaturen zusammengezählt das Zweifache des Kaufpreises gekostet hat. Dann kam ein Golf II GTI und Opas Peugeot löste den im Unterhalt doch recht teuren SLC ab. Auf den Peugeot folgte ein 260E, den meine Eltern dann mehr als 20 Jahre fuhren..

        Mein erstes Auto 1993: Golf II Automatik, später dann wieder ein Golf II Schalter. Im Nachhinein betrachtet ein dankbares aber totlangweiliges Auto. Als Student schaute ich dem Gaul nicht ins Maul und es war leicht dran rum zu fummeln. Mein Autoenthusiasmus hielt sich damals noch in Grenzen.

        Und heute: Seit 2004 begleitet mich, trotz Firmenwagen aus Bayern zwischendurch, mein treuer Alfa 156 2.0 TS…schwarz laut und , schnell (-er gemacht) sowie eine Zeitlang ein 1972er Alfa 1300 GT Junior, der allerdings nach Geburt meines Sohnes aus vielerlei Gründen seine Daseinsberechtigung verlor und gegen einen Volvo V90 von 1997 getauscht wurde. Unser Familienpanzerkreuzer mit Tendenz zur allmählichen Wertsteigerung und: Unkaputtbar.. Von daher war die Trennung vom Klassiker nicht ganz so schlimm.

        Und derzeit im Fadenkreuz: ich liebe Detroitstahl und V8 Blubbern.. eine Limo aus den 70ern.. so was in der Art wie dein LTD.
        … doch das wird eine andere Geschichte.

        BLUBB BLUBB BLUBB

        Jan

  12. MainzMichel says:

    Du hast Ihn, saugut!
    Auch ich bin ja nicht unbedingt ein Ford-Enthusiast, aber Deiner hat was. Hähä, mein Opa hatte auch so einen (OK, kein Coupè und braunmetallic), er war der dicke Glatzentyp mit Hosen hochgezogen bis unter die Brust und Hosenträgern drauf. Für mich deshalb der Taunusfahrer schlechthin.
    Wie auch immer, Du fährtst nun Deinen Traum, sei gut zu ihm.
    Wie befestigst Du den Kindersitz? Wie wäre es mit einer lila Lackierung?

    Adios
    Michael

    PS: Wie heißt der Örg eigentlich richtig? J-Örg?

    • Sandmann says:

      Ay Michael,

      dein Opa scheint so ziemlich genau der Typ gewesen zu sein, den auch ich damals mit dem Taunus verbunden habe 😀 Deshalb habe ich lieber meine eigene Geschichte ab 1986 erlebt….. Wobei – nicht dass ich da sonderlich gut ausgesehen hätte 😉

      Ich bin gut zu meinem Traum. Die nächste Bestellung bei Motomobil ist schon unterwegs und am Wochenende hat er eine Wäsche bekommen. Mit Wachs.
      Der Kindersitz ist vorn auf dem Beifahrersitz. Ich überlege aber, hinten auch noch Gurte nachzurüsten. Und Örg heißt mit richtigem Namen Örg. So wie das Geräusch, was man macht, wenn man einen dicken Schraubenschlüssel quer verschluckt 😉
      Wenn du gaaaaanz investigativ sein willst googel mal die Jungs, die die Werner Comix gezeichnet haben. Und dann leg die Namen übereinander mit den Jungs, die Producer bei den Werner Filmen waren. Vielleicht passt da was übereinander 🙂 Viel Erfolg.

      Sandmann

  13. Daniel says:

    Hi also da mich das jetzt auch interessiert hat hab ich das mal gegoogelt finde aber leider nur Infos über Brösel

    Mfg

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