Grenzgänge mit 8 Zylindern

Von A nach B in der nicht-EU.

Tanke tanke, preiswert aber viel

Tanke tanke, preiswert aber viel

Es mag sein, dass es professionelle Autoimporteure gibt, die jetzt vorweihnachtlich milde schmunzeln werden. Es mag auch sein, dass ich mir so einiges im Rahmen der folgenden Geschichte hätte leichter machen können. Aber einmal ist immer das erste Mal, und ich habe heute auf jeden Fall etwas gelernt. Zwischen Zollangst und Termindruck habe ich gut 1200 Kilometer lang Zeit, mich mit meinem neuen Winterauto zu beschäftigen, mich an 300PS auf 9,5qm zu gewöhnen und mit Lisa, meinem Navi, zu kämpfen. Ich hole einen Achtzylinder aus der Mitte der Schweiz in die Bundesrepublik Deutschland. Bis hoch in den Norden  nach Kiel. Und die Schweiz ist nicht in der EU. Das wird ein langer Tag.

Und er beginnt NICHT gut.

„Jaaa, guter Mann, also ich stell Ihnen die Kurzzeitkennzeichen gern aus, aber in der Schweiz gelten die nicht„. Ich hatte anderes gehört. „Ich mein, mir is‘ das egal, also wenn Sie sich nich‘ erwischen lassen wird das schon gut gehen„. Ziemlich beunruhigt besteige ich nach dieser Zulassungsstellen-Erfahrung mit den Metallschildern in der Laptoptasche aufgekratzt den One-Way-Flieger nach Zürich und lerne (erneut), dass man bei Air Berlin trotz einem horrenden Kurzbucher-Preis den Rotwein extra bezahlen muss. Nächstes mal fliege ich wieder mit Lufthansa oder Swiss. Aber da sind die Sandwiches nicht so lecker. Irgendwas ist ja immer. Ich bin nervös.

Darauf ein Schlückchen

Darauf ein Schlückchen

In 10.000 Metern Höhe scheint die Sonne, doch wirre Gedanken beuteln mich. Ich weiß noch nicht einmal so richtig, was an meinem V8 eigentlich kaputt ist und schwupps – hole ich mir ein anderes Auto. Wenn auch nur so lange, bis der Achter wieder heil ist. Theoretisch. Ich sehe mich noch im Deutschen Museum München, 1999, kurz vor’m Examen, an so einer gerippten Aluminiumkarosse stehen und mich freuen, dass man vorne alles abschrauben kann. Was für riesige Dimensionen! Und jetzt hat irgend jemand diese Karosse in blauen Lack getaucht, einen viel zu großen Motor reingeschubbst und ich soll das Ding bekommen. Lange Geschichte. Warum ich immer einen Fensterplatz nehme? Über den Wolken leben Engel. Man kann sie sehen, wenn man ganz genau hinguckt.

In einer Werkstatt viel weiter unten (aber über anderen Wolken, die sich bei Dämmerung im Tal bilden) werden die Kennzeichen an meinem neuen A8 angebracht. Michi, ein Mensch aus Fleisch und Blut, überreicht mir zufrieden den gepflegten V8-Boliden, das lückenlose Scheckheft und eine CD randvoll mit mp3’s, die er sich 2001 voller Vorfreude gebrannt hat, als ER diesen Wagen übernahm. Die gehört sozusagen zum Auto. „Ich freu mich schon allein aus dem einen Grund, dass ich mir sicher sein kann, jetzt noch ein paar Geschichten von diesem Auto zu lesen!“ Wie recht er damals hatte…

Engel über den Wolken

Engel über den Wolken

Schöne neue Welt. Haben Sie schon einmal versucht, mit einem etwas älteren mobilen Navigationsgerät unter doppelt verglasten Siglachromscheiben einen Satelliten anzupeilen? Oder gleich drei? Geht nicht. Super. Also ab durch den dicken Nebel, bei Dunkelheit in einem fremden Auto in einem fremden Land mit jenen bereits erwähnten vermutlich ungültigen Kennzeichen. Wie und wo macht man eigentlich das Radio wieder aus? Ich muss das nachher mal nachlesen…

Ich hab ihn!!!

Ich hab ihn!!!

Um 5.30 Uhr Morgens mache ich mich mit gemischten Gefühlen auf den Weg zur Grenze. Der Zoll in Kiel teilte mir mit, dass man rund um die Uhr beim Deutschen Zoll auflaufen könnte. Und da ich heute Mittag beruflich in Fulda (weiter oben) und bis spätestens 18.00 Uhr in Bremerhaven (NOCH weiter oben, leicht links) sein muss, fange ich lieber früh an. Wo ist eigentlich die obligatorische Autobahnvignette??? Nicht da. Kein Navi, kein Kennzeichen, keine Vigniette… Also einen Schluck guten Kaffee aus dem Thermobecher, das Triebwerk zum Leben erweckt, Michi’s 70er/80er Audi-Mix angedreht und ab auf die Autobahn, die Vignettenpflichtige. Grobe Richtung Deutschland. Ich fühle mich so nackt ohne meine TomTom Lisa und konzentriere mich auf’s Schilder lesen…

Auf eben jenem Navi sind ja auch alle diese netten kleinen Blitzer drauf. Sie kennen das. Aber es empfängt ja nichts. Und wie ich so in der noch neuen Armaturenkulisse vor mich hin dämmer, den Motor nur als entferntes Grummeln wahrnehmend, werde ich kurz hinter Zürich im Tunnel geblitzt, so mit ohne Vignette und ungültigen Kennzeichen und zu schnell. Aber das ist vielleicht später mal eine andere Geschichte. Ich liebe diesen Tag.

Navigation 2.0

Navigation 2.0

6.30 Uhr, Grenze, Deutscher Zoll: „Ja sicher, hier können’s Auto verzolle, aber Sie brauche die Unbedenklichkeitsb’scheinigung von de schwizer Kollege. Die mache erst um Siebe uff„. Hurra. Was mach‘ ich bis dahin? Preiswert tanken, umgerechnet 1,19 Euro für den Liter Super. Noch Fragen? Und schon einmal die Straßenkarte studieren, wo es denn nachher lang geht. Ich komme mir regelrecht altbacken vor. So so. Die A81 immer nach Norden. Fein. Um 7.00 Uhr brummelt mich der helvetische Grenzbeamte an, wo denn die Einfuhrpapiere der Spedition seien. „Äh…?“ „Ja hier, schaun Sie, dieses Formular und dieses hier, ohne das geht das nicht„. Verwunderung. „Ja äh also ich fahre den ja privat selbst rüber, wieso Spedition?“ – „Guter Mann, das weiß ich doch nicht, lassen’s sich halt von irgendwem das ausfüllen!“

Frustschwangeres Davongetrotte. Diesen Dialog scheint es allerdings öfter zu geben, denn zufällig sehen meine tränenschweren Augen dem Grenzhäuschen gegenüber eine *TUSCH* Spedition in einem schmucklosen Container. Hier hat man sich offensichtlich auf Autoimporte spezialisiert, und für die Kleinigkeit von 75,- Euro füllt man mir die betreffenden Papiere aus. Aber nicht vor 8.00 Uhr. Hurra. Inzwischen ist es hell draußen, ich hole mir kaum genervt den vierten Kaffee von der Tamoil-Tanke, studiere ein wenig die brockhaus-dicke Bedienungsanleitung des JVC-Radios und bringe dem fest eingebauten Nokia-Telefon bei, meine Twin-Karte zu verstehen. *piep* D2-Privat. Das ist Retro.

Habe ich nun alles?

Habe ich nun alles?

Um 8.00 Uhr und 42 Sekunden halte ich die notwendigen Formulare in der Hand. Damit gehe ich zum schweizer Beamten, unterdrücke ob der unterschiedlichen Hebellänge zwischen uns beiden alle Polemik und säusel dümmlich „So, ich glaube, jetzt habe ich aber alles beisammen, haha„. Brummeln bei dem Beamten. Aber er setzt die Stempel an den richtige Stellen und schickt mich auf die andere Seite des Gebäudes zu den deutschen Kollegen. Hier kennt man mich schon. „Ach, da sin‘ Sie ja wied’r, wo haben’s denn so lang g’steckt?“ Ich murmel unterwürfig etwas von schweizer Grenzern und Speditionen. „Dies hier brauch mer net, und des, und des auch net, Sie sind doch a Privatperson. Da reicht der Reiseverkehr„. Ich erspare mir erneut alle Kommentare und gebe noch unterwürfig die zwei Papp-Träger gutes Maisbier aus der Schweiz an, die in den unendlichen Weiter des Kofferraums vor sich hin klüngeln (Michi – das schmeckt phantastisch!), aber der Beamte winkt freundlich ab und setzt seinen finalen Stempel. Ich habe alle Dokumente.

Deutschland, hallo

Deutschland, hallo

Deutschland. Ich bin in Deutschland. Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein. Endlich kann ich mich der Musik hingeben, endlich genieße ich die Haptik eines Audi A8 4.2 Quattro Tiptronic und frage mich mit jeder Meile mehr, warum sich Michi ein neues Auto gekauft hat. Einen neuen A8, mit dem er mich auch vom Flughafen abgeholt hat. Tolles Teil, aber der hier tut’s doch auch noch mehr als zufriedenstellend. Hm. Ich fliege durch den Regen und komme an einem Schild nach Neckarsulm vorbei. Sulm. Nicht Neckar’s Ulm, nein, Neckar Sulm. Egal. Da ist die Oberklasse-Schmiede von Audi, da wurde mein V8 gebaut. Damals. Ich dachte, ich erwähne das mal kurz.

Strahlemann und Schilder

Strahlemann und Schilder

Es ist schwer, das Lächeln aus dem Gesicht zu bekommen, wenn man so ein perfektes Fahrzeug unter dem eigenen beheizten Po hat. Der Motor knurrt vibrationsfrei, die Schaltbox legt unbemerkt die Gänge ein und die Außenwelt bleibt einfach draußen. Und das mit gleichem Bauhjahr wie meine große Tochter, die gerade beginnt, sich für Jungs zu interessieren. Na gut. Die Route ist einigermaßen in meinem Kopf und auf der Karte auf dem Beifahrersitz. Die hunderte von Kilometern überbrücke ich mit Spielchen an der verstellbaren Lenksäule, der elektrisch verstellbaren orthopädischen Lendenwirbelstütze, den (auch elektrisch) rauf- und runterfahrbaren Gurtstraffern und Kopfstützen und den einklappbaren Außenspiegeln – und das alles mit 4-fach-Memory-Funktion. Ach… und der Tempomat funktioniert. Kann man angenehmer reisen? Ich denke nicht.

Sleeping Satellite

Sleeping Satellite

Fulda stellt mich vor zwei Probleme: Ich finde trotz Bärenhunger keinen McDonald’s und ich MUSS ein GPS Signal bekommen, weil ich ansonsten den praktischerweise im Navi eingebundenen Firmenauftrag nicht erfüllen kann. Der Burger muss dann eben warten, aber es wäre doch gelacht, wenn Lisa nicht aus diesem faraday’schen Käfig hinaus ein Signal empfangen könnte: Solarzellenbeplanktes Schiebedach auf, nach oben raus mit der Kiste und von da oben mir die Routenanweisungen vorbrüllen lassen. Es regnet nur mäßig auf das graue Leder und ich finde mein Ziel, wenn auch unkonventionell, in der vorgegebenen Zeit…

Alles ist gut. Wussten Sie das? Kurz vor Bremerhaven, meinem zweiten nicht wirklich auf der Luftlinie Zürich-Kiel liegenden Topic, muss ich dann endlich einmal tanken. Leider kein LPG… Und dieser Tank scheint unergründlich. Ich lese über 100 Euro und denke über meinen vergangenen Benzinpreis-Blog nach. Na ja, automobile Oberklasse, und ich bin nicht zaghaft mit den vier angetriebenen neuen Winterreifen umgegangen…

Maritime Herbstangelegenheiten

Maritime Herbstangelegenheiten

Nach Hause? Zu Hause? Telefonieren, fahren, egal. 11 Stunden auf der Straße, nun reicht es. Wieder einmal vergessend, dass sie Geld kostet, benutze ich die Elbfähre Wischhafen-Glückstadt, um mir den Weg über die A1 und durch den Elbtunnel zu ersparen. Graue stimmungsvolle maritime Skipperatmosphäre, durch den Regen über schwarzes kaltes Wasser dümpelnd. Auf dem direkten Überland-Heimweg liegt das Domizil von Tom, meinem V8-Retter, der ein frisch angezapftes Bier im Vorbeiflug vorher schon einmal telefonisch ankündigt. Gemeinsam mit Alex und Bine arbeiten wir den Tag auf, und Tom setzt sich auch noch einmal halbherzig in mein neues Auto… „Ist halt eine Generation später…“ Ich glaub er mag ihn nicht so sehr. Alex scheint unschlüssig. Aber es ist doch der gleiche Motor… 🙂

Navigation 2.8

Navigation 2.8

Puh. Ich bin wieder zu Hause. Trotz heftigem Gasfuß hat der A8 „nur“ rund 11 Liter Super verbraucht und mich mehr als angenehm quer durch die Republik geleitet. Ich bin gespannt, wie sich das Außenwelt-draußen-lassen mittelfristig auf mein Gemüt auswirkt. Eigentlich fahr ich ja lieber mit Fenstern runter… Aber – er könnte ein Freund werden, der Nachfolger vom Audi V8. Und keine Angst – den echten Achter fahr ich nach seiner Reparatur im Sommer spätestens wieder! So ein Auto lässt einen nicht mehr los. Ich laboriere ansonsten weiterhin an der nicht zu fassenen Freundlichkeit der mir bekannten Ur-Schweizer und werde Euch und Sie im Blog auf dem Laufenden halten, was so geht mit den 8 Zylindern. Und auch, was denn mit dem V8 nun ist. Aber jetzt muss ich erstmal schlafen…

Sandmann :-*

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About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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10 Responses to Grenzgänge mit 8 Zylindern

  1. Wob79 says:

    Hallo Jens

    Ne schöne Geschichte so gleich nach der Nachtschicht 🙂 Aber mit nem Bagel von AirBerlin geb ich mich jetzt nicht zufrieden. (März 2010, Teneriffa, Sonne, Sonne, Sonne und ein alter Suzuki Vitara, dessen Motorkontrollleucht warscheinlich immer noch brennt 🙂 ) Aber gut. Ja so ein Trip kann ich mir ganz gut vorstellen. Zumindestens was es heißt durch die gesamte Schweiz zu fahren. (nervig) zum Glück “nur “mit Vignette aber ohne Papierkram Was macht eigentlich der A8 jetzt ? und wann kommt der Aldi 80 Online ? Was macht eigentlich dein V8 Bolide ? 🙂 Fragen über Fragen.

    Mfg Rene

    • Sandmann says:

      Tatsächlich, Fragen über Fragen 🙂

      Der A8 ist seinerzeit dem K70 gewichen, sehr sehr schweren Herzens. Aber im Nachhinein habe ich es nicht bereut, obwohl ich doch dankbar war, den ein Jahr fahren zu „dürfen“. Was für eine zeitlose komfortable Kiste!
      Und da kommen auch noch ein paar Geschichten 😉

      Der Aldi 80 kommt noch nicht so bald wieder in den Recycler, das dauert noch so 20 – 30 Beiträge. Ich schieb die ja chronologisch nach, wenn wir im Mai 2008 angekommen sind dann ist es so weit…

      Dem V8 geht es den Umständen entsprechend gut. Er fährt. Wie lange noch ist eine Frage der kommenden Wartungsintervalle, ich muss ihn wohl in diesem Monat mal checken lassen, sonst fällt er auseinander 😉

      Sandmann

  2. El Gigante says:

    Wie jetzt? Ich versteh‘ immer nur 8. Haste jetzt ’nen A8 oder nicht? Sollte der irgendwann mal den V8 ersetzen? Oder haste den A8 wieder verkauft? Oder wie oder was? Du machst aber auch Geschichten. Steigst du da selbst noch durch?

    Ein Freund von uns fährt übrigens auch A8. Ich glaube 3.7. Hat er irgendwo günstig geschossen. Er ist damit sehr zufrieden. Da die Molle halt günstig war, kratzt ihn momentan nicht, dass der fette Cruiser mit dem Sprit quasi gurgelt. Aber es trifft keinen Armen – der gute „Henk“ arbeitet überall auf der Welt als Roady und baut Gruppen wie U2, den Rolling Stones, Robbie Williams und auch damals Michael Jackson die Bühnen auf. Im ersten Moment hört sich das cool an – im Zweiten ist es aber sehr anstrengend – deshalb ja auch ’ne gute Bezahlung und der chillige A8.

    Genug gelabert…

    El

    • Sandmann says:

      Ich HATTE einen A8 und HABE jetzt (wieder) meinen V8, nachdem er eine kleine Runderneuerung erfahren hat.

      Die Posts sind nach und nach aus der Vergangenheit hochgefischt, deshalb nicht immer ganz tagesaktuell. Sollte ich das dazu schreiben…? Hm. 😉

      Mehr Auto fürs Geld bekommst du momentan nicht. Und sooo durstig ist er gar nicht, wie schon geschrieben, selbst der 4.2 Quattro hat sich mit weniger als echten 12 Litern begnügt. Bei dem Auto schon ganz okay…

      Sandmann

  3. Markus1975 says:

    Hey Jens

    Der gute A8. Zwei Welten prallen aufeinander. Der V8 und der A8. Der A8 ist mir persönlich etwas zu gedämmt. Die Schaltvorgänge eigentlich gar nicht mehr spürbar. Die Karosse etwas zu weichgespült. Hm.
    Und trotzdem ertappe ich mich immer wieder, nach einem A8 zu schielen. Jedenfalls so’n bißchen. 😉

    V8 mäßige Grüße

    Markus

    • Sandmann says:

      Ay Markus,

      Welten liegen da nicht zwischen. Beide sind groß und komfortabel und teilen ähnliche Antriebskomponenten. Aber es stimmt, der A8 (auch der in der ersten Serie, der dir jetzt hinterhergeworfen wird), ist wesentlich gedämmter und kommoder.
      Ich hatte beim Umstieg auf den V8 das Gefühl, ich sitze in einem schmalen Gokart. Das war sehr beeindruckend. Der V8 ist deutlich straffer und direkter, das Wort „sportlich“ mag ich bei 2-Tonnen-Limousinen nicht so gern…

      Zeitlos schlicht und schön. Wenn ich Platz und Geld hätte…

      Sandmann

  4. ML787 says:

    Fahre selber nen A8 4.2i aber mit der neueren 5 Ventil Maschine.. mit 311PS. Ich bin von dem Spritverbauch des Wagens begeistert! Ich fahre (normalerweise) wöchentlich 700KM Autobahn und schaffe es nicht den A8 über 11 Liter zu kriegen Langstrecke. In der Stadt gönnt er sich gerne seine 16 Liter V-Power. Aber trotzdem bin ich it dem Wagen zufrieden! Wenn er momentan laufen würde 😀 das tut er nämlich nicht!
    Ich hatte anfangs Probleme wegen ner defekten Zylinderkopfdichtung und erhöhtem Ölverbrauch. Und da das „Triebwerk“ schon 315tkm auf der Uhr hatte entschloss ich mich keine Zylinderkopfdichtung zu machen, keine 40 Ventile einzuschleifen und den motor einfach in den Ruhestand zu schicken (wollte mir irgendwann aus dem Block nen Tisch bauen^^) gesagt, getan… Motor raus… neue Maschine mit 123tkm rein, nur noch anschliessen, gestartet… Toll… immernoch auf 7 Zylindern. Wasserverbrauch und Ölverbrauch nachweislich weg aber immernoch auf 7 Zylindern!! Da ich jetzt erst begriffen hatte das mein Mechaniker vllt für Verschleissteile ein dufter Kerl ist, aber dafür bei kniffligen Sachen ne faule Sau ist haben mich seine Vermutungen schon ein AT-Steuergerät, ein Anlasser, neue Zündspulen, einen neuen Luftmassenmesser, einen neuen Drehzahlsensor, eine neue Benzinpumpe und eine neue Einspritzbrücke gekostet. Und mittlerweile läuft er nurnoch auf 5 Zylindern.
    Ich bin auch etwas enttäuscht von dem Fahrzeug da ich 1999 in Kroatien im Urlaub war und als damals 10 Jähriger einen netten alten Mann kennengelernt hab (beim Frühstücken in der Pension) der in mir sozusagen seinen nie gehabten Enkel sah. Und genau dieser Mann hatte damals einen gerade gefacelifteten A8 4.2 in Vulkangrau, genau wie ich ihn jetzt habe. Von damals an hiess es schon… den Wagen will ich haben… und da der Wagen jetzt endlich enschwinglich wurde (für nen Azubi 😀 ) habe ich ihn mir aus erster Hand mit 299tkm im scheckheft gepflegtem Zustand gekauft. Zustand ist wirklich Traumhaft besonders weil ich nicht meckern kann was die Ausstattung angeht. Alles was ich damals geordert hätte hat er 🙂 Deswegen kann ich mich auch nicht von ihm trennen 🙁 Und ich bin etwas enttäuscht das er gerade jetzt nicht läuft, und ich diesen sch**ss Fehler nicht finde… nun gut. Ich hab im A8 forum wen kennengelernt der bei Audi arbeitet und auch.. „Lust zu Arbeiten“ hat. Der will den Wagen durchmessen, und alles abarbeiten. Ist mir auch ne stattliche Summe wert, weil wenn es dann wieder läuft das Kraftwerk, habe ich meinen Traum-A8 im fast komplett überholtem Zustand weil eigentlich alles neu ist 😀 Bringe den Wagen extra 420 Km zu ihm. Hoffen wir das beste… zurzeit reicht auch mein A6 c4 der als Ersatzauto gekauft wurde.. Hauptsache der Marke treu bleiben 🙂

    P.s Sandmann.. mir ist aufgefallen das wir schlimm viele Ähnlichkeiten haben wenn ich deine Geschichten so lese… das macht mir Angst 😀 😉 aber toller Blog wirklich!

    • Sandmann says:

      Und noch einmal guten Morgen 🙂

      zu was für gruseligen Zeiten treibst du dich denn im Internet rum? Da solltest du doch eigentlich schlafen? 😉

      Ich stelle es mir nicht so wahnsinnig schwierig vor, den Grund zu finden, warum Zylinder nicht mitlaufen. Die Möglichkeiten sind da doch recht gut eingrenzbar, kein Sprit oder kein Zündfunken. Wenn kein Zündfunken mal die Zündspulen tauschen, die sind ja irgendwann mal durch. Wenn das nicht weiter die Kabel zurückverfolgen, spätestens am Steuergerät wirst du dann ja fündig. Wenn deine Bekanntschaft die entsprechenden Geräte hat, sollte das eine Sache von einer halben Stunde sein… denke ich. Berichte mal, wenn du weißt, was los ist.

      Ich finde es charmant, dass du jetzt den gleichen Wagen wie der alte Mann in deinem Urlaub damals hast (1999 warst du 10? Oha. Ich werde alt…). Wenn man regelmäßig hinterher wartet, wird der A8 lange Freude bereiten. Wenn, ja WENN ich die Möglichkeit zum „Sammeln“ hätte, ich würde mir auch einen wegstellen *seufz*

      Markentreue finde ich übrigens nicht so wahnsinnig wichtig. Es gibt auch eine Welt neben Audi, auch eine ohne blau-weißen Propeller oder Stern. Ich hatte ja mal für ein Jahr einen Citroen XM Exclusive… aber das ist eine andere Geschichte 🙂

      Sandmann

      Auch P.S.: Warum machen dir Ähnlichkeiten Angst? Befürchtest du eine flammende Affäre? 😉

  5. ML787 says:

    Guten Tag 🙂 Oder fast schon Abend 😉 Es war nicht gewollt solang aufzubleiben, aber durch zufall stiess ich auf einen sehr interessanten Blog. Sie verstehen? 😉 Das mit der ähnlichkeit stellte ich fest nachdem ich deinen blog durchgelesen hatte 🙂 Ich kann zu jeder Geschichte aber fast gleiche von mir erzählen. 🙂 Mit dem ZWEITEM Auto was man nie verkaufen wird, bei mir ein Golf 1 Cabrio den ich seid immerhin 5 Jahre hege und Pflege 🙂 (ja ich war 16), den Hecktriebler den man mit 15-16 auf der Weide stehen hatte, war bei mir ein Opel Senator, Die nächte die man sich um die Ohren kloppt um ein Auto abzuholen (nen Fiat Ducato abgeschleppt von Darmstadt nach Aachen. Hinweg 2.5 Stunden, Rückweg 21 Stunden 😀 ), die Geschichte… „Nur mal gucken“ da hab ich echt geschmunzelt 😀 weil ich mein Golf Cabrio auch einer alten frau abgekauft hab, die ihn mir anbot als ich mit 16 beim Nachbarn zum Rollerschrauben verabredet war.. „nurmal gucken Papa“ hiess es 🙂 und vorallem.. die liebe zum Audi V8. Ich hatte schon mit 7-8 Jahren einen Audi V8 von Herpa in 1/87 auf meiner eisenbahn bzw in einer plexiglasbox. Nen grauen mit Spoiler und BBS felgen. Den habe ich heute in meiner Vitrine stehen.. Hachja.. oh ich hab schon feierabend.. ach egal.. wo war ich..? achja… zum Thema V8… wenn ich nochmal was Platz in der Garage habe.. hol ich mir vllt auch noch einen… nen Handschalter.. das wäre toll.. ich müsste ihn nichtmal anmelden.. schön in die Garage stellen.. einmal im Monat mit Rote Nummer die typische.. „ich muss das Fahrzeug ja auch mal bewegen“ Runde… wäre schon cool.. mal schauen..Ich schreib von zuhause weiter 🙂 Alleeeee

    • Sandmann says:

      N’Abend ML,

      nein, es wäre aber nicht so schön, einen Audi V8 in die Garage zu stellen und nur ab und an zubewegen. Der ist zum Kilometerfressen gebaut worden. Er verinnerlicht alles, was ich mir so an einem Auto wünsche! Zeitlose Keilform, Komfort, Kraft, Understatement, Zuverlässigkeit…
      Leider behaftet ihn auch der hohe Ersatzteilpreis. Oberklasse eben…

      Nicht mehr so lange warten, die guten werden langsam wieder teurer. Die Handschalter ohnehin, da gab es ja noch nie sehr viele von. Und die nicht so guten sind und bleiben billig (ab 1000 Euro), sind aber Fässer ohne Boden. Ich sag nur: Zahnriemenwechsel 1000 Euro, einmal Reifen rundrum 600 Euro, einmal Bremsen vorn 400 Euro.

      Schönen Abend, ich scheuch noch was vom A8 hoch 🙂

      Sandmann

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