Therapeutisches Schlachten

Mach mal alles raus hier.

Was haben Schlachter heute eigentlich für einen gesellschaftlichen Status? Haftet dem traditionellen, tierzerteilenden Gewerbe der schlimmer werdende Ruf des gewissenlosen Mörders an? Der gedankenlos seinem blutigen Handwerk nachgeht, um die hochpreisigen Weber-Supersmoker der selbsternannten Gourmetprofis auf ihren Fertighausterrassen zu füttern? In einer Welt voller politisch korrekter Neuformulierungen (die Schlachter*Innen habe ich mal weggelassen) mag kaum noch jemand was essen, das mal einen Namen hatte. Und damit ich nicht noch weiter vom Thema abkomme versichere ich euch jetzt: Ich schlachte heute vegan! Also ich filetiere meinen zweiten Citroën XM Turbo CT. Mehr eigentlich nicht. Und ich bewege ihn bis zum Schafott rein elektrisch. Ich bin so p.c.! Ich bin so nachhaltig, ich fasse es nicht.

Außer meinem eigenen Blut behandeln wir hier bis zur Dämmerung nur pflanzliche Substanzen und Erze, die Mutter Erde uns gab. Und vielleicht zerbrechliche Produkte, basierend auf vor Millionen von Jahren verendeten Meereskleinstlebewesen. Plastik. Äh… bleibt es dann vegan?

Ein Elektroauto?

Die gute Nachricht zuerst: Das Rangieren meines im letzten Jahr erworbenen Organspenders verbraucht kein Mineralöl und setzt keine Abgase frei. Das liegt daran, dass er nicht mehr anspringt. Irgendwas ist seit der letzten epischen Schrauberaktion auf diesem Hof passiert, ich weiß aber nicht was. Sprit ist da, Zündmodul ist intakt. Aber nix, nein gar nix will sich in dem 2-Liter Turbomotor regen. Außer dem Anlasser. Also lade ich eine meiner Batterien über Nacht (mit Ökostrom) satt auf und rangiere den seltenen Franzosen (mit Kurzschlussstrom) in seine finale Position. Das bedeutet: den anderen Autos nicht im Weg und von überall zugänglich. WIWIWIWIWI Vorwärts hoppelnd. WIWIWIWIWI Rückwärts hoppelnd. Hier steht er jetzt gut. Ich pumpe le Baguette poreuse mit dem Rangierwagenheber hinten auf und stelle massive Böcke unter die Achse. Passt. Es kann losgehen.

Rücksitz amour

Falls ihr erst jetzt eingeschaltet haben solltet – ich fahre im Alltag einen schwarzen Citroën XM Pallas, für den die Ersatzteile langsam sehr selten oder sehr teuer werden. Mein Y4, also die zweite Generation, wird vom handgeschalteten 2.0 Liter Vierzylinder mit Garrett Turbolader angetrieben und erfreut sich einer herrlich plüschigen, grauen Leder/Alcantara Innenausstattung. Mit viel Holz, vierfacher Sitzheizung, originalem Soundsystem mit CD Wechsler und allerhand anderem Krams, der mir die automobilen 90er so sympathisch macht. Diesen zufällig bei eBay entdeckten XM mit 2.0 Turbomotor und Alcantara für sehr kleines Geld stehen zu lassen wäre unsinnig gewesen. Ich will in den nächsten Wochen das ganze Auto in Bananenkartons in meinem Keller einlagern und fange mit den Sitzen an.

Leder und Alcantara. Beheizt.

Leder mit Alcantara ist sehr speziell. Der veloursartige Plüsch ist weich und robust, ich liebe diese fluffigen und duftenden Sitze. Der Winter ohne Heckklappe (die hat Manson bei der Schrauberaktion im Dezember mitgenommen) hat feuchte Spuren hinterlassen, der zweigeteilte Rücksitz mit klappbaren Lehnen lässt sich aber gut aufarbeiten. Den brauche ich vielleicht nochmal irgendwann. Die vorderen Sitze mit ihren Elektromotoren fahre ich erst ganz nach vorn, um die hinteren Bodenschrauben zu lösen. Und dann nicht mehr nach hinten, um die vorderen Bodenschrauben ebenfalls zu lösen. Weil sie nicht nach hinten fahren. **klick** **klick** Nix. Batterie ab und wieder an, sirrr klack flüster (die Steuergeräte unterhalten sich emsig). **klick** **klick** Nix. Jetzt schlafen die Sitze in der denkbar blödesten Position. Ganz vorn. Dieser Wagen will nicht vegan zerlegt werden, kann man es ihm verübeln?

Ich sitze vorn auf der Kante des Motorraums in der Abendsonne und google die Sicherungsbelegung. Im Sicherungskasten ist alles okay und gesund. Ich checke alle Verbindungen unter den Sitzen. Alles gut. Man kommt in diesem Leben nicht an die vorderen Schrauben, ohne die Sitze nach hinten zu fahren. Niemals! Gebläse an und aus. Geht. Fensterheber sirren rauf und runter. Hupe **HONK** geht. Ich lasse mich ein bisschen genervt und etwas zu schwer in den Beifahrersitz plumpsen, stemme mich mit den Füßen ab und hüpfe experimentell auf und ab, während ich den Schalter drücke. SSSSSIIIIRRRRR fährt das Fauteuil nach hinten. Ach? Der Fahrersitz macht gleiches. Ich frage nicht weiter, bau die Dinger mit ihrer bunten Kabelage aus und lager sie beim Rücksitz im Keller ein. Ohne Bananenkartons, die sind dafür zu groß.

Keine Teppichmünzen, aber Schrauben

CAN, bus aber nicht

Die Mechanik-Puristen unter euch verachten ja nicht nur wassergekühlte Motoren oder zwangsbeatmende Turbolader. Für viele ist KFZ-Elektrik ein rotes Tuch. In den 90ern ist der CAN Bus erst so richtig ausgereizt worden, aber nicht in Frankreich. Viele handgelötete Steuergeräte wurden noch diskret verkabelt, und kiloweise Kupfer schlängelt sich wie eine armdicke, bunte Cobra hinter den Armaturen und unter den Teppichen. Ich mag dieses Übergangszeitalter. Wenn sich die Isolierungen der Leitungen nicht wie bei Mercedes oder Ford selbst kompostieren, kocht Elektronik auch nur mit Wasser. Citroën baute vor 25 Jahren erstaunlich hochwertige Komponenten in seine Oberklasse ein. Alle Stecker lassen sich ohne Bruch lösen, alle originalen Werkskabel sind geschmeidig und sauber verlegt. Den Rest erledigen zwei Torx Schraubendreher und eine 10er Nuss.

Kabel und Stecker bis zum Mond.

Bananenkartons

Die Lüftungsdüsen, das Kombiinstrument, die Displays, die Schalter, die Klappen und alle Anbauteile wandern in einen (jajaja!) Bananenkarton. Lustig, dass es immer noch Bananenkartons gibt. Gefühlt habe ich seit meiner Kindheit immer wieder Dinge in Bananenkartons gelagert. Und man muss immer erstmal einen Pappboden reinlegen, damit nix aus dem großen Rechteck rausfällt. Alle Schräubchen und Clips ordne ich thematisch in den großen, weißen Plastiktöpfen, aus denen ich meist Montags in Hamburg immer eine Phoo Suppe in der Osterstraße genieße. Nicht ganz fleischfrei und sehr köstlich, aber heute schlachten wir ja vegan. Töpfe für Schrauben. Ordnung ist das halbe Leben, wenn meine oft an mir verzweifelte Mama das doch lesen würde 😀 Hihi.

Wisst ihr was mir gerade aufgeht? Ein komplettes Auto zu zerlegen, alles auszubauen und einzulagern – das macht irgendwie Spaß. Ohne Zeitdruck und ohne die Notwendigkeit, dass man es wieder funktionierend zusammenbauen muss. Das könnte ein lustiges Unterfangen werden. In mir wächst der Wunsch, das öfter zu machen 🙂

Steuergeräte – modernes Gold!

Einige verborgene Ecken im Citroën XM sind mir schon aus meinem seligen 2.5 Liter Turbodiesel bekannt, den ich vor knapp sieben Jahren hatte. Dass sich unter dem Handschuhfach das Steuergerät für die gerne mal zickende Zentralverriegelung befindet wusste ich. Dass sich hier ebenfalls diverse Schrauben verstecken, die den gesamten Armaturendeckel festhalten, lerne ich gerade. Die Gurte, die Mittelkonsole mit Armlehne und allen Klappen und alle Plastikverkleidungen sind schon in der Garage. Es werden immer mehr Kartons. Ich schraube und clippse mich von rechts nach links und berge alles, was sich abschrauben lässt. Hier noch ein Relais, da noch ein kleines Schaltkästchen, dort ein Steuergerät. Alles wurde 1997 in Rennes bei Paris sauber verlegt und verkabelt. Bien sûr.

Elektrophobiker

Lustig, dass sich so viele „Fachleute“ in den einschlägigen Facebookgruppen darüber aufregen, dass Steuergeräte nach 25 Jahren gebrochene Lötstellen bekommen oder Stecker korrodieren. Sind das nicht die gleichen Leute, die alle zwei Jahre ihr Handy wegschmeißen und sich alle vier Jahre einen neuen 10-Quadratmeter-Smart-TV an die Wand vor ihr Sofa dergeln? Und diese meins-ist-geiler-als-deins-Teile sind nicht täglichen Vibrationen, Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit ausgesetzt… Genaugenommen ist KFZ Elektronik extrem robust, und dass ihr eine gewisse Magie nachgesagt wird liegt vor allem in der Komplexität neuerer Autos. In meinem Zieh-Dröhn kabelt alles noch recht übersichtlich und wesentlich weniger filigran als in der Nanotechnologie heutiger Elektronik.

Hau RUCK! Und ab.

Jetzt wird es spannend. Ich habe tatsächlich noch nie einen kompletten Cockpitkasten ausgebaut 🙂 Ich ruckel hier und zuckel da, und der gesamte Armaturendeckel löst sich vom darunterliegenden Träger. Herrlich. Wenn ich am Wochenende in der Nähe von München einen V6 Cosworth Motor abhole, habe ich diesen Deckel hinten auf der Ladefläche dabei. Den möchte jemand Höhe Würzburg für seinen XM haben, und Würzburg liegt netterweise direkt an der A7. Das spült mir ein wenig Benzingeld in die Reisekasse, momentan ist das einigermaßen nötig… Aber sowohl besagter Motor als auch die Reise sind zwei andere Geschichten. So ganz ohne schmückende Unterwäsche sieht die Verkabelung vorn nun doch wesentlich verworrener aus als mit. Aber alles hat seinen Platz und seinen farbigen Stecker. Ich werde versuchen, den ganzen Kabelbaum rauszuholen. Aber nicht heute 😉

ayayay….

Warum tut er sich das an?

Wir können jetzt darüber streiten, warum jemand so etwas macht. So etwas bei einem Auto macht, das gerade erst ein „Youngtimer“ geworden ist. Wenn’s Oldtimer sind, also Autos älter als 30 Jahre, haben alle sofort Verständnis. Bei jüngeren Autos irgendwie nicht 😀 Dabei weiß ich, dass gerade unter euch hier auch viele sind, die gar kein soooo altes Auto fahren. Oder gar einen Neuwagen. Warum auch nicht? Ein kleiner [Werbe]Ausflug für die Interessierten an dieser Stelle – wenn ihr ein ganz „normales“ Auto oder einen Neuwagen plant, habe ich einen Versicherungstipp für euch. Für günstige Vollkasko, Teilkasko oder Haftpflicht gibt es die AdmiralDirekt, eine Vertriebstochter der Itzehoer Versicherung. Wenn ihr euch über deren Leistungen und Tarife unverbindlich informieren wollt klickt doch einmal hier. Und jetzt helft mir mal weiter beim Schrauben 😉

Natürlich brauche ich nicht alle diese Teile. Und so langsam glaube ich, dass mein Platz in der Garage gar nicht reichen wird. Ich hole raus und hole raus und das angeschlachtete Auto sieht fast noch immer so aus wie am Anfang… Aber eine alte französische Bauernregel sagt, dass die Ersatzteile, die man eingelagert hat, nie kaputt gehen. Wenn ich fertig bin habe ich gefühlt Teile bis 2029. Und hey – die Reifen sind auch noch neu 🙂

Da ist noch viel zu tun.

Wenn sämtliche Innereien meines fleischfreien Filetstücks geborgen sind, wird die Frontmaske abgeschraubt und der komplette Motor samt Getriebe mit allen Anbauteilen rausgehoben (ja ich habe einen Motorkran). Ich möchte auch das Kühlsystem mit allen Schläuchen und das Hydrauliksystem mit den Federbeinen und einigen Leitungen bananenkartonisieren. Das ist alles noch gesund. Vielleicht hole ich sogar die Hinterachse raus, und wenn ich mich extrem langweilen sollte schneide ich die Frontscheibe aus ihrem Rahmen. Ich habe ein Schneideset, und wenn sie doch dabei kaputt gehen sollte – dann ist sie eben kaputt 🙂 C’est peut-être la manière française de faire les choses.

Eingelagërt

Beim Filetieren eines kompletten Automobils, bestehend aus rund 10.000 Einzelteilen, lernt man eine Menge über das baugleiche eigene welche. Und man lernt eben mit dem riesengroßen Vorteil, dass es nicht so schlimm ist, wenn doch mal was kaputt geht. Denn es beeinflusst ja nicht das eigene Fortkommen. Mein heutiges Ergebnis sind sechs randvolle (Bananen)Kartons, der neuwertige Auspuff ab Kat und diverse lange Kunststoffteile wie Scheibenrahmen, innere Zierleisten oder die Mittelkonsole.

Bananenkartons

Gniihihihi und ich bin extrem gut gelaunt 😀 Ein Auto schlachten ist wie Lego spielen rückwärts. Ich bastel rum, aber ich bau nichts auf. Entdecken und finden. Und ich muss heute nicht fertig werden, und wenn irgend eine Schraube nicht mitmachen will – prokel ich woanders weiter und googel heute Abend bei einem Glas Wein, was ich vielleicht falsch gemacht habe. Und mache es morgen richtig. Zu allem Überfluss ist diese politisch korrekte Schlachtung (no animals were harmed during this story) im Zweifelsfall sogar noch lukrativ. Allein mit der Heckklappe, der Frontschürze, den Scheinwerfern und dem Armaturendeckel habe ich jetzt schon den Kaufpreis vom Autowagen wieder drin. Was ich selbst definitiv nicht brauche biete ich im Forum an, der Rest lagert trocken (in Bananenkartons…) und wartet auf seinen Einsatz 🙂 Oder auch nicht.

Im Moment fühlt sich mein Baguette regelrecht unzerstörbar an. Der Motor schnurrt, der Turbo singt, die Hydropneumatik hebt und senkt zuverlässig und alles, aber auch wirklich alles funktioniert! Liegt das an den vielen vorhandenen Ersatzteilen? Morgen in aller Herrgottsfrühe spulen wir beide die Strecke Kiel – München – Stuttgart – Kiel in zwei Tagen ab und laden so einiges ein und aus. Es muss ja weitergehen. Wir lesen uns.

Sandmann

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Über Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.

16 Antworten zu Therapeutisches Schlachten

  1. Bronx. 1965 sagt:

    Ay Hydraulikmann,
    viel Erfolg beim Schlachten! Hoffentlich hast du alles gut beschriftet verpackt. 😉
    So eine „Bank“ an Ersatzteilen kann ja nicht schaden. 🙂
    Gute Fahrt gewünscht.

    Grüße aus dem Reduit!

    • Sandmann sagt:

      Ay Du in der Auszeit Weilender,
      danke! Ich habe tatsächlich ein paar Etiketten geklebt und auch Fotos gemacht, bisher ist aber alles nach Baugruppen in den Bananenkartons eingelagert und erklärt sich auch nach Jahren noch von selbst 😉

      Morgen mache ich noch ein bisschen weiter. Ich komme gerade von einer kleinen Reise nach Fellheim (Höhe München) und Stuttgart zurück. Der XM hat brav geschnurrt, brav getragen und vielleicht hab ich auch gestern Abend die nächste Dummheit gemacht 😀 So automäßig. Aber diesmal mit einem Plan im Hinterkopf. Puh.

      Genieße die Tage. Bis bald!
      Sandmann

  2. Moin Sandmann!
    Genau das habe ich in Kürze auch noch für einen BMW E34 vor – „Lego-rückwärtsspielen“ fässt es sehr gut zusammen! 🙂

    Ich winke wenn Du die A7 hier zweimal vorbeigespult kommst! 😉

    Gruß
    Gerki

    • Sandmann sagt:

      Hallöchen Herr Gerken,

      ich habe dich gar nicht winken sehen! Du musst nächstes Mal etwas hüpfen, ich hab mich so auf die Straße konzentriert 😉
      Bin aber heil zurück von der Kaperfahrt, mit einem Motor mehr und… äh… auch einem Auto. Aber das ist eine andere Geschichte.
      Schönes Wochenende
      Sandmann

  3. kupy sagt:

    Moin Sandmann,
    nicht kaltherziger Schlachter, sondern „Organspendebeauftragter“, und das mit einer gewissen Begeisterung und mit einem guten Ziel: damit etwas Anderes (möglichst lange) weiterfährt. Reparatur statt Entsorgung und Neuanschaffung, DAS ist doch auch ein Umweltbeitrag! 🙂 Und schrauben mit Leidenschaft für das Weiter-Zu-Betreibende! Nebenher lernt man eine Menge für den „Ernstfall“. Man kann nicht jedes Auto retten, aber man kann die Möglichkeiten nutzen, damit Manches gerettet oder repariert werden kann. Das weiß ich selber nur zu gut. Und es stimmt: was man auf Reserve hat, geht plötzlich viel weniger kaputt. Dafür dann das Teil, was eigentlich nie kaputtgeht, das man deshalb aber nicht ausgebaut hatte. Also lieber doch noch die Scheibe und die Hinterachse… Gleiches gilt für Werkzeug. Hat man die Spezialsachen erstmal und muß sie sich nicht ausborgen, braucht man sie plötzlich viel weniger. 🙂
    Gute Rundreise dann und schönes Wochenende!
    kupy

    • Sandmann sagt:

      Ay kupy,

      gniiihihihi es gibt ja eine gewisse Magie, was Werkzeug betrifft. Aber den Zauber habe ich gebrochen, ich habe mir jetzt fünf 10er Nüsse, fünf 13er Nüsse, die gleiche Menge an den jeweiligen Ring/Maul Schlüsseln und viele doppelte Torx Bits gekauft. Plötzlich fehlen die nicht mehr 😀

      Ich muss jetzt nur noch den Verbleib von mindestens 10 linken Arbeitshandschuhen klären. Die rechten sind alle noch da. Das gleiche Phänomen hatte ich vor Jahren schon einmal und hab sogar drüber geschrieben. Seltsam.

      Und ja, du hast natürlich Recht. Ersatzteile aus alten Autos rauszuholen ist durchaus nachhaltig. Und nicht jedes Auto ist so wertvoll, dass es komplett überleben muss. Es werden auch Audi V8s geschlachtet. Na und? Wie sonst soll man denn an die Teile rankommen, wenn Audi sie aus dem Sortiment verbannt? Irgendwann ist jeder Auto mal sowas wie ein Klassiker, und irgend jemand schimpft ja sowieso immer…

      Ich sitze jetzt in der Kieler Abendsonne und werde gleich ein Erfolgs-Pfeifchen rauchen. Und dann hole ich den Motor mal hinten raus. Das wird… sportlich.
      Sandmann

  4. kupy sagt:

    Moin Sandmann,
    das liest sich erfolgreich und das Pfeifchen sehr verdient!
    Motor im Kofferraum? Oder Heckmotor zum Ausbauen? Oh, der arme Rücken! 🙂
    kupy

    • Sandmann sagt:

      Motor im Kofferraum bei umgelegter Sitzbank. 2.9 Liter 24V Cosworth V6 mit allen Anbauteilen und Automatikgetriebe. Ich schätze 350kg, da ist nichts mit armer Rücken 😉
      Ich habe einen Motorkran. Alles gut gegangen…

  5. Reise Merlin sagt:

    Ney ney ney

    Da will er was wech bringen.. und kommt mitm nächsten Auto an

    Der gute alte Ford wartet!

    Ney ney

    Dat gibt Ärger 🙂

    • Sandmann sagt:

      Der gute alte Ford wartet schon so lange… der läuft nicht weg 🙂
      Bei automobilen Herzprojekten ist das wie beim Lieder schreiben. Die Muse muss da sein, sonst wird’s nix. Und meine Muse ist grad in den 90ern und im Projekte „anstoßen“. Ich nähere mich da einem Ziel. Und wenn ich das erreicht habe – kommen die Wiederauferstehungen. Hab Geduld.
      Sandmann 🙂

      • Reise Merlin sagt:

        Guuut

        Okey

        Ich bin auch nich besser.

        Traktor Projekt gestorben. Aus Kosten Gründen.

        War Rad Reise fertig. Noch ma n neuen Hänger, 2 im Umbau

        Is aber weniger als vorher. Traktor 3 Hänger plus einen Huckepack. . Wären 13 m Länge gewesen. Rad hatte immer 2 Hänger dran! Nu mit 3.. werden um 8 m

        Pffff

        Okey. Meine Pläne sind auch nich gaaanz konsequent.. aber bei 2 Euro n Liiter Antriebs Suppe . …. War das nötig

        **Mumpf

        • Reise Merlin sagt:

          Hab aber

          .

          .
          .
          Kampf geschlachtet.. 2 Hänger und Traktor Gestell musste…. brennen. War nicht trennbar

          .
          .

          .
          Gab 30 min buntes Feuer xD 3 – 4 m Not Abstand. Geliebte Dinge müssen gewaltsam gehen , wenn se keiner zu schätzen weiß 🙁

  6. Manson sagt:

    Ich hab dir doch gesagt das es süchtig macht ….habe ich doch mittlerweile mindestens 18 dieser Modelle mehr oder weniger filetiert (wenn ich die Anzahl der Frontmasken in meinem Lager als Maßstab nehme). Vielleicht hätte ich dir damals noch schnell die Rücksitzbank extrahieren sollen, dachte allerdings nicht das du noch so lange mit dem Zerlegen wartest – shit happens

    Momentan steht grad wieder/immer noch ein 2.0 auf meinem Trailer, blockiert ihn mir und wartet darauf final entsorgt zu werden. Ich konnte einfach dem quasi neuwertigen Motor nicht widerstehen, die schwarze Karosse und der nagelneue Auspuff waren ein willkommener Bonus 🙂

    Viel Spaß noch!

    • Sandmann sagt:

      Danke 🙂
      Aber eben genau dass ich so lange brauche ist der Grund, dass es sicherlich nicht zur „Sucht“ werden wird. Ich habe einfach noch zu viel andere Dinge zu tun…
      Und das aktuelle Modell, wie du ja im Forum mitverfolgst und kommentierst, zickt ja auch hier und da mal.
      Aber nun habe ich auch einen neuen Auspuff im Keller, und eben all die anderen schönen Ersatzteile die NICHT der Grund für den unrunden Motorlauf waren 😀
      Rock on.
      Sandmann

  7. kupy sagt:

    Pfingsten geht es 550km nach Norden zur Zerlegung bei einem Nikolaus August, dem Bruder zu Deinem ehem. Rudolf. Mit etwas Glück kriege ich den rückenschonenden Motorkran mit auf die Tour und hoffe, es wartet am Ziel nicht zuviel Unbill. Die meisten Schrauben am Objekt dürften das letzte Mal bei der Produktion berührt worden zu sein. Inzwischen trägt aber an vielen Stellen der Lack mehr als die oxidierte ehemalige Unterlage. Daher dann die Aktion zur Ersatzteilgewinnung. Ist immer wieder spannend… 🙂

    • Sandmann sagt:

      Ay kupy,

      du fährst in den Norden, um an einem Passat (35i?) quasi alles zu bergen, was du noch gebrauchen kannst? Habe ich das richtig gedeutet? Wenn die Karosse nicht mehr benötigt wird, kann man ja alles was sich nicht schraubend lösen lässt großzügig rausflexen 😉

      Ich mache morgen auch am XM weiter. Kühlwasser ablassen (und natürlich auffangen), Nase ab und dann schraube ich mich bis zum Motor vor. Es wird es wird. Vielleicht finde ich ja nebenbei auch den Grund, warum meiner bei Teillast unrund läuft. Ein paar Ideen habe ich noch…

      Wo genau geht’s denn hin? Einen Motorkran kannst du dir auch bei mir in Kiel leihen, der ist allerdings gar nicht so klein 😉
      Sandmann

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