Auf nach Cuba!

Flossen hoch, Sergant!

Flossen hoch, Sergant!

Normalerweise hab ich das ja nicht so mit Rezensionsexemplaren, die mir angeboten werden. Mein Bücherschrank platzt vor Autobüchern, die meisten habe ich nur überflogen. Ich schreibe selbst so viel, ich habe einfach keine Lust, andere Bücher zu lesen. Außer vielleicht Stephen King, aber das ist dann so herrlich trivial, dass mein Kopf sich entspannen kann. Bei dem Buch hier ist es anders. Das drückt bei mir auf einen Knopf, den ich schon lange kurz über dem Herzen mit mir rumschleppe. Cuba! In dem Land wurden einst mehr Autos pro Kopf verkauft als in jedem anderen lateinamerikanischen Flecken. Und was davon heute noch übrig ist, kann sich sehen lassen. Dieses Buch erzählt bildgewaltig, warum, was und wie.

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Wein am Rhein

Frieden und fließend Wasser

Frieden und fließend Wasser

Zwei Tage raus an den Rhein. Das klingt aus der Sicht eines Kielers wie ein Fernurlaub in Süditalien. Der Rhein. Das ist ein Fluss. Der ist echt weit weg von Norddeutschland. Zwei Tage mit Musik, Wein und vielen Worten. Ich fahre mit meinem alten Schulfreund Lutz runter nach Eltville, südwestlich von Frankfurt. Da findet jeden Sommer das Knyphausen Heimspiel statt, ein kleines, feines Festival, veranstaltet von Gisbert zu Knyphausen auf dem Weingut seiner Eltern direkt an diesem Flüsschen. Ich kenne Gisbert nicht, ich kenne auch bis auf Element of Crime die anderen Bands auf der Setliste nicht – aber das ist nebensächlich. Die Aussicht auf zwei Tage mit Lutz im Taunus, im Zelt und vor der Bühne sind für mich Festival genug. Freitag bis Sonntag nur Unsinn reden, frischen kühlen Wein genießen und Musik um die Ohren geblasen bekommen. Ein Traum. Kommt mit, tief in meine wirren Gedanken.

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Endlich erwachsen

Da war doch was? Rein damit!

Da war doch was? Rein damit!

Das ist jetzt kein sponsored Post 🙂
Ein kurzer Tankstopp in Hamburg. 45 Liter Super 95, ein PC Spielemagazin, ein Vitamalz und … ach guck wie geil… eine Packung Tic Tac. Orange. Das heißt inzwischen „fresh orange“ und löst bei mir Kindheitserinnerungen aus. Tic Tac war die ultimative Geißelung des Grundschülers der 70er. Für’s Taschengeld war so ein kleiner Plastiknapf viel zu teuer, das habe ich lieber für Micky Maus und YPS ausgegeben. Also gab es Tic Tac immer nur von Erwachsenen, die das in irgend einer Tasche stecken hatten. Und weil Erwachsene erwachsen sind, bekam das Kind selbstverständlich nur EIN kleines, elliptisches weißes Dragee. Ein einziges. Und wenn ich das nach wenigen Sekunden weggeschnurpst hatte, wollte ich mehr. Viel mehr. Aber ich bekam nix.
Plan: Heute feier ich auf der Autobahn zwischen Hamburg und Kiel die Maßlosigkeit.

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

14 Tage voll vernetzt!

Daten Daten Daten. Und das bei so einer alten Karre.

Daten Daten Daten. Und das bei so einer alten Karre.

Ich bin normalerweise nicht der Typ, der von außen eingesteuerte Ideen hier veröffentlicht. Bezahlter Inhalt nennt sich sowas. Aber wenn mich ein Thema interessiert, dann bin ich dabei, dann nenne ich Namen und dann erzähle ich euch offen und transparent davon, statt hinter irgendwelchen Keywords seltsame Links zu verstecken. Was gibt es nämlich schöneres für einen autobekloppten Blogger, als mit einem Mineralölkonzern zusammen zu arbeiten? 😀 Shell hat mich zu einer Studie eingeladen, die sich „Shell Drives You – Emotion Tracking“ nennt. Zwei volle Wochen lang trage ich Tag und Nacht ein „Wearable“ (oh jeh diese englischen Wörter), zu Deutsch ein Fitnessarmband. Das misst meine Herz-Lungen-Funktion und meine psychische Verfassung, während ich – Achtung – in meinem alten Knudsen unterwegs bin! Bin ich ein gelassener Fahrer? Wie wirken sich die Umgebung, die Verkehrslage und die anderen Aufreger in ihren SUVs auf meinen Fahrstil und meine Verfassung aus? Ich habe das älteste Auto von allen, und ich behaupte, der entspannteste Testfahrer der Welt zu sein. Oder…?

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Heckmotor & Nudeln

Schon wie damals der Volkswagen!

Schon wie damals der Volkswagen!

Frühes Aufstehen, sinnbefreite Ersatzteilbeschaffung, selbstgemachte Teigwaren und asketische Meilen in einem Mercedes T-Modell. Das mögt ihr doch. Außerdem werden wie üblich sämtliche Vorurteile der Ladungssicherungs-Fraktion bedient, Kaffee findet auch Erwähnung. Nur politisch – werde ich nicht. Lasst uns über Autos reden. Heute Morgen scheuche ich den Daimler nach Dietzhölztal, das ist eine kleine Gemeinde zwischen Siegen und Marburg. Ich mache das, um ein paar Ersatzteile für meinen Taunus und meinen Granada auszusammeln, unter anderem einen kleinen, gusseisernen 2.0 Liter V6 Motor. Von denen kann man ja nie genug haben.

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Sein erster V8!

Männer brauchen Träume

Männer brauchen Träume

Ach, der Markus.
Ich kenne ihn länger als die meisten anderen, der blechblasende Oldenstädter ist einer meiner ältesten, längsten und besten Freunde. Ein Relikt aus meiner geliebten Heimat Uelzen, damals einfach dageblieben, schon lange verheiratet (ich war dabei), mit einem Sohn (ich bin Patenonkel) und immer noch da. Häuschen am Stadtrand, guter Job bei der Sparkasse, halt alles was man sich so in einem ruhigen Leben vorstellen kann. Mit einem Haken. Markus hat eigentlich schon immer coole Autos abgefeiert. Schon ganz früher, als wir beide Comics gemalt hatten. Amischlitten. Schnelle Karren. Dicke Kisten. Und was fuhr mein Freund bis jetzt? VW Jetta! VW Bora!! Sowas. Das macht auf lange Sicht unglücklich, und wenn Mann auf die 50 zugeht möchte Mann einfach nicht mehr unglücklich sein. Die einen lassen sich scheiden und brennen mit einem minderjährigen Huhn durch. Die anderen – kaufen sich endlich ihren ersten V8!

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Der letzte Defekt

Am Anfang einer langen Reise.

Am Anfang einer langen Reise.

Da bist du gerade noch auf dem Hinweg… und dann macht es *schnipps* und der Urlaub ist schon wieder vorbei. Das ist immer das gleiche. Die Taschen sind gepackt und tief im flachen Coupé Kofferraum verstaut, die rollbare Bude auf dem Campingplatz ist mit heftig nach Chlor stinkendem Putzmittel in einen gefühlten Neuzustand versetzt worden und die geschriebenen Portkarten schlüpfen auf den letzten Drücker in einen Briefkasten direkt am Wasser. Au revoir, Côte d’Azur. Es ist 9:00 Uhr morgens, die Sonne klettert gerade erst vorsichtig hinter den Bergen bei Cannes hervor und vor uns liegen insgesamt wieder 1800 Kilometer, unterbrochen heute Abend von einem Hotel in Ulm. Eigentlich habe ich inzwischen so ziemlich alles am Taunus heile gemacht, was Sorgen bereiten könnte. Doch nein. Ich habe die Rechnung nicht bis zum Ende durchkalkuliert. Na, wir fahren erstmal los.

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Immer unter Strom

Es hört niemals aaauuuuf!

Es hört niemals aaauuuuf!

Der Glaube kann Berge versetzen.
Ich glaube an mein Auto. Also, an ein paar andere Sachen, Dinge und Mythen auch, ich möchte mich sogar als religiös bezeichnen. Aber ich glaube auch, dass mich ein altes Auto, dem ich Liebe und Wärme gebe, nicht im Stich lassen wird. Nicht endgültig. Maximal ein bisschen. Mein Glaube daran, dass die flackernde und im brabbelnden Standgas hell leuchtende Ladekontrolle nur irgendein zu ignorierender Kupferwurm ist, wurde heute jäh enttäuscht. Das Auto ist 46 Jahre alt, die Batterie ist komplett leer, die Lichtmaschine ist komplett im Ars** und wir sind 1800 Kilometer von Kiel weg. Ich schraube gern, aber doch eigentlich nicht im Urlaub. Egal, nicht jammern, handeln. Die Damen sind am Pool, und ich muss eine Lösung finden. Dafür habe ich zwei heiße Tage lang Zeit.

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Als wir träumten


Das doppelte Knudchen 1991

Das doppelte Knudchen 1991

Jetzt wird es ein bisschen melancholisch. Tandaradei ♫
Ein hellblaues Taunus Coupé neben einem anderen, meinem, lila Taunus Coupé. Ich weiß nicht genau, aber vielleicht war es der damalige Urlaub, in dem ich dieser automobilen Formgebung verfallen bin. Im Hintergrund ich selbst, schlimmes gelbes Shirt, und Silke. Silke und Nea waren meine Reisebegleiterinnen auf meiner ersten richtigen, freien und selbstbestimmten Urlaubsreise. Ohne Eltern oder kirchliche Institutionen. In meinem eigenen, selbst bezahlten Auto. Das war 1991. Da war der lila Taunus gerade mal 16 Jahre alt und mutete schon wie ein Dinosaurier aus der Zeit der Schwarz-Weiß-Filme an. Diese beiden Autos (der blaue ist irrelevant, aber er stand irgendwie genau neben meinem, was damals schon echt schräg war) standen unter Pinien auf einem Campingplatz im beschaulichen Saint-Aygulf, zwischen Saint-Tropez und Cannes an der Côte d’Azur. Südfrankreich. Wir haben jetzt 2017, also ein Vierteljahrhundert später, und ich bin mit meinen beiden großen Töchtern auf genau dem gleichen Campingplatz. Mit einem Ford Taunus Coupé. Okay, der ist nun grün, aber ich suche trotzdem mal nach Spuren der Vergangenheit.

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Sonnenschrauben

Jedem seine Freizeit...

Jedem seine Freizeit…

Die Große will Sonne, die Mittlere übt Kartentricks – und ich?
Der Handlungsbedarf ist zwar nicht akut (dachte ich zumindest gestern, jetzt bin ich schlauer), aber ein weiser Philosoph hat einst behauptet, man könne auch braun werden, wenn man an seinem alten Auto bastelt. Eben jenes riecht seit vorgestern leicht nach Kühlwasser. Und diese Ladekontrolllampe (mit drei L? Furchtbar) macht mir ein bisschen Sorgen. Außerdem klappern die Ventile, seit ich sie eingestellt habe. Toll. In meiner großen, sorgfältig ausgesuchten Motomobil Erstatzteilkiste findet sich neben einem neuen Wärmetauscher auch ein neuer Satz Kohlen für die Lichtmaschine und natürlich die Fühlerblattlehre. Ich fang einfach mal an. Wenn ich schon mal Zeit habe, dann doch im Urlaub, oder? 31 Grad, trockene Luft, es könnte schlimmer sein. Und was kann schon passieren, außer dass mir von der Veranda ständig unter gezeterten Flüchen Spielkarten in den Nacken flattern?
… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Sechs Füße nach Saint-Aygulf

Ohne Furcht und Tadel

Ohne Furcht und Tadel

Barfuß in Norddeutschland im Sommer 2017? Undenkbar. Sofortige Erkältung, außerdem weichen bei dem ganzen Wasser von oben die Zehen auf und werden so schrumpelig. Kalte, nasse Füße stören bei der Glühweinverköstigung. Schnitt. Getreu meinem Motto: Wem es nicht passt, der kann ja ein anderes Programm einschalten haben wir gestern dem sogenannten Sommer da oben tschüss gesagt und uns aufgemacht in Gegenden, die mit dem locken, was ein durchschnittlicher Mensch im Sommer braucht. Licht. Sonne. Wärme. Die etappenhalbierende Nacht in Mailand versprach schon so einiges, heute ziehen wir die Schuhe aus und fahren barfuß bis runter nach Südfrankreich. Meine Große (zwei Füße), meine Mittlere (zwei Füße) und ich (auch zwei Füße) im 1971er Taunus Coupé (keine Füße, nur Ganzjahresreifen). Mit schlapper Lichtmaschine und klappernden Ventilen. Alors, egal. Aufstehen, duschen, gucken ob das Auto noch da ist und ab vom Hof!

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Une demi route

Papi und die Mädels unterwegs

Papi und die Mädels unterwegs

Mit einem Ford Taunus GXL V6 Coupé von 1971 an die Côte d’Azur.
Wohlgemerkt von Kiel aus. Schleswig-Holstein, ganz oben im Ländle. Vor 40 Jahren war das ganz normal, vor 25 Jahren war das mein erster Urlaub mit dem eigenen Auto und heute ist es einfach eine kleine, verrückte Auszeit mit meinen beiden großen Töchtern, von denen die eine älter ist als ich damals bei meinem ersten Mal. Also, dem mit Auto. Unsere erste Etappe geht bis nach Mailand in Norditalien, vor allem, weil ich eben nicht mehr 21 Jahre alt bin und so eine Entfernung ein bisschen langsamer angehen lassen möchte. 1800 Kilometer am Stück sollen nicht sein, weder für uns drei noch für das alte Coupé. Also deshalb Milano. Das ist schon schön weit weg, das spart Maut in Frankreich und das bedeutet am morgigen Tag für uns nicht mehr so viel Strecke bis zum endgültigen Ziel. Am 22. Geburtstag der Großen. Zweifelt irgend jemand am Auto? Ja? Nein? Ach – wir fahren einfach mal los, was kann schon passieren?

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Reise FordBereitungen

Auf in ferne Länder!

Auf in ferne Länder!

Sommerfrische.
Wer hätte gedacht, dass meine verblassten Erzählerkollegen Jacob Grimm und Wilhelm Grimm mal ein Wörterbuch herausgegeben haben, in dem sie die Sommerfrische definierten als: „Erholungsaufenthalt der Städter auf dem Lande zur Sommerzeit“. In den 50ern wurde die Sommerfrische ein Wort für den Urlaub der klassischen deutschen Familie – mit dem Auto nach Südeuropa. Italien! Frankreich! Die Adria und die Côte d’Azur! Tandaradei ♫ Ich will Sommerfrische. Meine große Tochter will Sommerfrische. Und meine mittlere Tochter will auch Sommerfrische. Dem sofortigen Aufbruch des südfrankreicherprobten Dreamteams steht nur noch eine winzige Kleinigkeit im Weg: Ein 46 Jahre alter Ford Taunus, der auf knapp 4000 Kilometer vorbereitet werden sollte. Ja JA JAAAAAA wir fahren mit dem Knudsen Coupé nach Südfrankreich, wir sind nicht total bescheuert und ich fange heute endlich mal mit den vorbereitenden Schraubereien an…
… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Brückentage

Über die Mitte ohne Leiche

Über die Mitte ohne Leiche

Fähre? Brücken? Fähre? Brücken?
Luxusprobleme dreier Männer in einem 1969er Cadillac Sedan DeVille auf dem Rückweg von Västerås, Schweden nach Hamburg, Deutschland. Es ist Sonntag, wir verlassen Nordeuropas größtes Klassikertreffen in der Nähe von Stockholm und komme was wolle: ich möchte an diesem Abend irgendwann wieder daheim sein. Genug Chrom und drehende V8-Motoren, genug vitaminfreies Essen und genug dänisches Bier aus grünen Dosen. Die Strecke ist lang. Die Fähren sind teuer, die Brücken kosten die Hälfte – dafür sind das aber rund 150 Kilometer mehr. Bei 7.7 Litern Hubraum ist es eine einfache Rechnung oder – eine Herzfrage. Ich wollte seit Langem über die Öresundbrücke fahren! Und deshalb setze ich mich wortgewaltig durch.

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It