La baguette disparaît

Und ich bin wieder allein, allein.

Und ich bin wieder allein, allein.

Kleiner…. immer kleiner……

Zu viele Autos sind nicht gut.
Ich kann und will nur eins im Alltag fahren, und das muss möglichst einfach gestrickt und zuverlässig sein. Der XM war -meistens- zuverlässig, aber einfach gestrickt ist er nicht. Seine vielen kleinen Macken sind zwar liebenswert, legen ihn aber gern mal still. Hinzu kommt, dass ja nun das kleine blaue Fördchen in meiner Garage steht. Und Örg hat gestern Abend beim Bier so wirre Geschichten über ein grünes Auto erzählt, dem ich schon sehr lange hinterhergeier. All das hat mich nachdenklich gemacht, aber das ist eine andere Geschichte. Der XM soll weg. Endgültig. Für kleines Geld mit allen seinen ehrlichen kleinen Vollmeisen. Ich hab ihn inseriert, und postwendend meldet sich Herr M. Herr M. will ihn Ende der Woche probefahren. Argh. Jetzt wird es ernst.

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Am Ende des Weges

Unwirkliche Schönheit

Unwirkliche Schönheit

Prince und Bowie klampfen gemeinsam mit Cohen, und sie sind in illustrer Gesellschaft. Dieses Jahr war kein gutes Jahr für die Lebenden. Irgendwo drängeln sich inzwischen eine Menge prominenter Gesichter, wo auch immer, Wolke 7 wird es nicht sein. Noch ein „oh nein, der jetzt auch noch!“ brandet durch die sozialen Netze, und noch eins, und dann noch eins. Anders als bei Musikern, Politikern oder sonstwelchen Celebrities bekommt die breite Masse es nicht mit, wenn sich ganz normale Menschen verabschieden. Wenn sie gehen. Und wenn sie dann einfach nicht mehr da sind. Für diejenigen, die ihnen nahe standen, bricht eine kleine Welt zusammen. Manchmal ist es dann gut, nicht ganz allein zu sein. Jemanden da zu haben, der vielleicht nicht immer da war, aber schon lange. Ich tanke meine Karre voll und fahre in einen Wald bei Uelzen.

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Warm und trocken

Angekommen unter dem Häuschen

Angekommen unter dem Häuschen

WAWAWAWA BROMMMMM!
„Ha. Geil. Neue Batterie, und der springt auf Schlach an. Warte, die Pritschen, die PRITSCHEN!!!!“
quiiiiiiiieeeetsch
*klack* SCHTROMP. „Die andere muss noch weiter links. LINKS!! Das andere Links!“ Was‘ mit Kaffee? – „Jaaa der kommt, Rille auch, gleich wenn der Ford im Keller steht“.
Das Fördchen ist da. Nach vielen vielen Jahren fährt endlich wieder einmal ein altes Auto über die Platteneinfahrt in die alte Garage unter dem Haus.

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Das kleine Fördchen

Der Opa aller Taunen

Der Opa aller Taunen

Ene mene miste es rappelt in der Kiste. RämmBRÄMM!
Was jetzt? Wo kommt dieses blaue Auto plötzlich her?? Gerade waren Örg und ich doch noch mit dem Rover und einem leeren Trailer rauchend und Unsinn quatschend auf dem Rückweg von der Mosel nach Kiel? Ach Leute – hört doch auf. Ihr wisst doch, wie das ist. So eine Leerfahrt mit einem Autotrailer ist total doof, was kann man da alles tolles draufstellen? Genau. Autos zum Beispiel. Und weil ich fast bei jeder meiner alten Karren prophezeie, dass ich sie nie wieder hergeben möchte und das dann DOCH mache – ist es nur konsequent, über einen würdigen Nachfolger für meinen Citroën XM nachzudenken. Das Baguette soll vielleicht weg. Nachdem ich es für immer behalten wollte. Und hey, der Kandidat hier ist erst 50 Jahre alt!

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Abschied vom Design

Raum in der kleinsten Hütte

Raum in der kleinsten Hütte

Abschied von einer Stilikone. Abschied von der ID Super.
Alles voller Abschied heute Morgen, an einem saftig-sonnigen Donnerstag irgendwo an der Mosel. Örg gibt seine Grundausstattungs-DS (die heißt ID) voll restauriert in fremde Hände, und das nach einer zweistelligen Zahl gemeinsamer Jahre. Ist das der Preis des Älterwerdens? Ist das das Los derer, die einfach keinen Platz mehr auf dem Hof haben? Ist das ein Anflug von Vernunft, weil die Erkenntnis kommt, dass man sich einfach nicht um alle seine Autos so kümmern kann, wie sie es verdient hätten? Ich weiß es nicht. Was ich weiß ist, dass Moselbewohner gläubig sind. Denn um 6:30 Uhr!!! 🙄 bimmeln uns die Kirchenglocken aus dem Doppelbett. Sie läuten wie zum Jüngsten Gericht und markieren den Anfang eines laaaaangen Tages, der mit einer ID beginnt und mit einem P4 endet. Ob der Range Rover wohl anspringt?

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Hemmungslos ausgeliefert

Barfuuuß durch den Sommeeeer ♫

Barfuuuß durch den Sommeeeer ♫

Männer machen unsinnige Sachen.
Der Örg will seine DS verkaufen, und ein junges Unternehmen an der Mosel will sie haben. Nach ein paar Telefonaten und Bildern waren sich der Alex und der Örg handelseinig. Problem: Der Alex kann die DS nicht aus Kiel holen. Keine Zeit. Ob der Örg sie ihm bei Kostenübernahme bringen könnte? Na klar, sagt der Örg, wenn der Sandmann mitkommt. Alleine ist so ne lange Strecke ja total langweilig. Gesagt, getan. Na ja, fast. Das Zugfahrzeug hat irgendeine Elektronikmacke und springt mit normalen, voll geladenen Batterien nicht an. Der Rost-Rover braucht 14 Volt zum Starten. Oder ’ne LKW Batterie. Von Kiel bis an die Mosel sind es 700 Kilometer, und in der Nacht vor unserem geplanten, frühmorgendlichen Aufbruch schreibt mir der Örg „Alter ich hab kein‘ Bock mehr, die Karre springt mit keiner der Batterien an, wir müssen das abblasen!“ Äh…..
Nee nee 🙂 Tun wir nicht. … ich will das weiterlesen!

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Biss – nach Berlin

ZACK in den Hals. Vom Chef selbst.

ZACK in den Hals. Vom Chef selbst.

Dit is Baalin, wa? Nee oh nee. Ein schneller schöner Tag, ein dunkler emotionaler Abend, ein pfeifender verregneter Morgen. Selfies mit Lewis Hamilton, Graf von Krolock (das ist Dracula selbst), der schönen Sarah, Bronx und einem Gorilla. Die reiseerprobte Sandmann-Sippe nebst Freund gleitet in dem maladen Baguette über die Transitstrecke nach Berlin. Wir haben ein Date mit Vampiren, einmal auf der Bühne und danach live und ungeschminkt. Mit anderen Haaren. Und ich kenne eine Frau, die eine Eisdiele hat. Eine Eisdiele!!! Ich rede wirr. Das Gift der Untoten kreist noch immer in meinen Adern, ich schreibe schnell weiter, bevor ich mich nicht mehr unter Kontrolle habe.

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Zaubergeigers Alltagsauto

Nicht Helmut - aber sein Auto

Nicht Helmut – aber sein Auto

Die eierlegende Wollmilchsau. In Rot. Mit der Optik des abgehobenen Flügeltürers 300 SL und der Technik des bodenständigen Ponton definiert Mercedes-Benz in den 50er Jahren den vielseitigen, anspruchslosen Tourensportwagen. Und der Konzern erschafft mit dem 190 SL einen der begehrtesten Klassiker dieser Zeit. So schön, dass damals auch Helmut Zacharias zugriff. Kennt ihr nicht? Fragt mal eure Eltern 🙂 Der Mann geigte und komponierte sich empathisch in die Herzen aller Hausfrauen. Etwas subtiler als heute David Garrett. Ich verbringe einen ganzen, wundervollen Herbsttag mit dem Auto und seinem heutigen Besitzer und schau mal, ob in dem perfekt restaurierten Wagen aus der Wirtschaftswunderzeit noch ein paar Noten unter dem Teppich zu finden sind.

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Erstes Auto… gestern und heute

Freiheit, die ich meine

Freiheit, die ich meine

Mir träumte.
Mir träumte von einem warmen, sandigen Boden. Staubig, mit trockenem Gras bedeckt. Es riecht nach Oleander, Pinienharz und Meer. Zikaden schnarzen in den Bäumen. Ich war wieder an der Côte d’Azur, mit Freunden und Freundinnen und meinem ersten Auto. Ich spiele Gitarre, esse Nudeln, trinke billigen Rotwein und genieße die einfache Freiheit, damals, Anfang der 90er. Reisen. Weit weg von Mama und Papa, auf eigenen Füßen und vor allem auf den eigenen vier Rädern. Was für ein schöner Traum.
Eben gerade war ich auf dem Dachboden und habe das alte Urlaubsalbum rausgekramt. Argh 🙂 Und ich habe die Campingplätze gegoogelt, auf denen wir damals waren. Und – ich habe ein paar Texte über das erste Auto heute gefunden, die mich nachdenklich machen. Ist heute, fast 30 Jahre später, echt alles anders? Helft mir…

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Doppelt hebt besser?

Offene Fenster sind wichtig.

Offene Fenster sind wichtig.

Während andere Verkehrsteilnehmer Tag und Nacht über die Bezahlbarkeit ihrer Leasingraten grübeln, plagt mich ein viel profaneres Problem: Der Fensterheber am XM hebt das Fenster nicht. Er senkt es auch nicht. Kurzum – er funktioniert nicht. Ich höre den Motor summen, aber die Scheibe bleibt, wo sie ist. Besonders jetzt, im Herbst, möchte ich gern buntes Laub in mein Auto hereinwehen lassen und stehe respektvoll vor der Fahrertür. Die XM-Gemeinde erzählt variantenreiche Anekdoten. Vom kleinen Türknopf, den man – einmal abgezogen – nie wieder richtig draufbekommt über abgerissene Bowdenzüge im Heber bis hin zur völligen Unmöglichkeit, das Gestänge bei dem zur Verfügung stehenden Platz überhaupt ohne tödliche Schnittverletzungen herauszubekommen. Ich wage es. Und finde absurde Sachen, mit denen so nicht zu rechnen war.

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Heimweg inklusive

Rastplätze und Roadmovies

Rastplätze und Roadmovies

Siebenmeilenstiefel sieben Geschichten lang. Finale.
Das Ende einer Reise rührt mich an. Zutiefst. Auch, wenn ich mir seit unserer Abfahrt ein bisschen Zeit für die textliche Aufarbeitung gelassen habe, dieses Gefühl ist trotzdem da. Es beschleicht mich auch an den letzten Tagen eines Urlaubs, am Sonntag Abend (nach einem schönen Wochenende) und zu Beginn eines jeden längeren Rückwegs nach ganz allgemein guten Zeiten. So auch jetzt. Dabei ist jeder Rückweg auch der Weg zu einem neuen Anfang. Doch bevor wir in esoterische Vollkatastrophen abrutschen, fahren wir lieber los. Von der schweizer Grenze links hoch, über Straßburg, da soll es guten Flammkuchen geben, und dann über das Emsland mit einem Atomkraftwerk (nein, mit gleich zwei Atomkraftwerken) nach Hamburg. Herr Bosch, starten Sie den CDI.

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Grenzgänge in Sepia

Die Zeit steht still

Die Zeit steht still

Siebenmeilenstiefel sieben Geschichten lang
Ich bin an einem Ort, wo die Zeit still steht. Und damit meine ich nicht das schwarze Kunstledersofa aus den 90ern zu Hause, auf dem man wartet, bis der endlose Werbeblock mitten im bescheuerten scripted Reality TV endlich zu Ende ist, sondern so richtig in Echt. Heute eisenbahnen wir kurz nach Basel und machen am Abend in Bad Säckingen Pause. Wo? Ja, genau. Das kennt kein Mensch. Den „Goldenen Knopf“ sicherlich auch nicht. Wir lernen heute, dass Hotel nicht gleich Hotel ist, eine Brücke ein Holzweg sein kann und „Gutedel“ als ein alkoholhaltiges Grundnahrungsmittel im Schwarzwald gehandelt wird. Und auch nur da gut schmeckt. Einen Trompeter gibt es auch. Und am Ende weiß wohl niemand so recht, welche Bilder jetzt eigentlich alt und welche neu sind…

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Merci vielmal

Objects in the rear view mirror may be closer than they appear

Objects in the rear view mirror may be closer than they appear

Siebenmeilenstiefel sieben Geschichten lang
Ich stehe mitten in Zürich und denke: S’git nüt wo’s nit git. Hier war ich ja lange nicht mehr. Ich denke an Stefan H., Michi und Remo, meine autoverrückten Freunde aus der Schweiz. Und an Roy. Seit ich keinen Audi V8 mehr fahre sind meine Pendeleien in das Nicht-EU-Land seltener geworden, zuletzt begleitete mich mein mittleres Töchterchen zu einem großartigen Käsefondue. Das war 2014, das war ein anderes Leben. Ich bin zurück in dieser schönen Stadt mit ihrer seltsam niedlichen Sprache. Ich habe… Zeit! Jeden Tag in einem anderen Bett, jeden Tag mit anderen lieben Menschen sprechen und jeden Tag diese Informationen im Herzen und im Kopf drehen. Das ist toll, aber auch ein bisschen anstrengend. Deshalb sind die besten Fotos diesmal auch Fotos von… Autos!

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Franken. Nicht Bayern.

Richard und ich

Richard und ich

Siebenmeilenstiefel sieben Geschichten lang
In Hummeltal legt man nicht so sehr Wert darauf, FRRRANKE (bitte das R rollen) und kein!! Bayer zu sein. Schließlich ist Franken mitten in Bayern. In Hummeltal wird aber, wie überall in Bayern, gern Fleisch serviert. Lecker und reichlich. Während in meinem Magen vier Grillwürste, drei Steaks, einige Grillkäse (von allem zu viel) und ein paar Hackbällchen mit den ohnehin nicht abgezählten einheimischen Bieren eine Polka zur afrikanischen Musik tanzen, kommen mir die seltsamsten Gedanken. Was war denn das da heute? Sehr geerdet, aber irgendwie doch nicht. Hitlers Lieblingskomponist und tote Sänger zwischen Prunk und Pose? Das Fleisch, ich sage es euch. Das macht komische Sachen.

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